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LANDESMEISTERSCHAFTEN IM RUDERN. CRC holte acht Titel

29. September 2008

Vorbilder in der eigenen Familie

Nach dem letzten von 40 Finalläufen bei den Landesmeisterschaften der Ruderer auf dem Elfrather See strahlten Trainer, Aktive und Offizielle des Crefelder Ruder-Clubs mit der Sonne um die Wette. Die sportliche Bilanz war kaum zu toppen: Der CRC holte acht Meistertitel, gewann selten deutlich den begehrten Peter-Velten-Preis für den erfolgreichsten Verein und außerdem den Jugendpreis der Stadt Krefeld - ein Erfolg auf ganzer Linie.

Als ...

Vorbilder in der eigenen Familie

Nach dem letzten von 40 Finalläufen bei den Landesmeisterschaften der Ruderer auf dem Elfrather See strahlten Trainer, Aktive und Offizielle des Crefelder Ruder-Clubs mit der Sonne um die Wette. Die sportliche Bilanz war kaum zu toppen: Der CRC holte acht Meistertitel, gewann selten deutlich den begehrten Peter-Velten-Preis für den erfolgreichsten Verein und außerdem den Jugendpreis der Stadt Krefeld - ein Erfolg auf ganzer Linie.

Als Ausrichter hatte der Regattaverein Niederrhein (RVN) mit den beiden Krefelder Ruderclubs CRC und UeRC als verlässliche Stützen am Sonntag alle Trümpfe auf seiner Seite. Das Wetter lockte viele Besucher zum See, die hier eine Werbung für den Rudersport in Krefeld erlebten. Stolz registrierten RVN-Vorsitzender Aurel von Beckerath und die vielen Helfer das Lob des NRW-Vorsitzenden Eberhard Mogk für die reibungslose Organisation. Der Lohn: Auch im Herbst 2009 wird Krefeld Austragungsort der Landesmeisterschaften sein.

Den ersten der acht Titel gewann in Rennen 13 der favorisierte Männer-Vierer. Thorsten Hütz, Jochen Urban, Lars Henning und Dirk Marterer lagen im Ziel drei Sekunden vor dem Zweiten. Obwohl Moritz Koch im leichten Männer-Doppelzweier kurzfristig auf seinen erkrankten Partner Christoph Schregel verzichten musste, reichte es mit Marc Benger zu einem deutlichen Sieg. Seinen zweiten Titel holte "Momo" Koch im leichten Männer-Einer.

Einen ganz starken Eindruck hinterließ Lisa Schmidla, die im Sommer bei der Junioren-WM noch Bronze mit dem Achter geholt hatte. Da die 17-jährige aber nicht das erforderliche Gardemaß für eine erfolgreiche Karriere im Riemenrudern mitbringt, hatte ihr Trainer Volker Lechtenberg sie zum Umsatteln auf das Skullen bewegt. Im Doppelzweier der A-Juniorinnen ließ Lisa dann mit ihrer Partnerin Johanna te Neues nichts anbrennen und ruderte die Konkurrenz in Grund und Boden. Anderthalb Stunden später zeigte Lisa Schmidla im Einer erneut, dass es in diesem Jahrgang in Deutschland nicht viele gibt, die physisch stärker sind. Ob ihre Stunde bereits bei Olympia 2012 in London schlagen kann, bleibt abzuwarten.

Beeindruckend, wie im CRC immer wieder junge Talente nachrücken. So beherrschten im Doppelzweier der B-Juniorinnen die Zwillingsschwestern Sara und Miriam Davids die Konkurrenz nach Belieben und eiferten ihrer älteren Schwester Johanna nach, die vor zwei Jahren einen WM-Titel nach Krefeld brachte und fest zum Nationalkader gehört. Auch Johannes Schregel und Moritz te Neues haben erfolgreiche Vorbilder in der eigenen Familie und fuhren im leichten Doppelzweier der B-Junioren ihren ersten Landesmeister-Titel ein.

Wenn Cheftrainer Christoph Lüke an diesem goldenen Tag überhaupt ein Haar in der Suppe finden mochte, war es vielleicht die schmerzliche Niederlage des Vereinsachters mit Olympiateilnehmer Jochen Urban im prestigeträchtigen Duell gegen den Münsteraner Regattaverein. Doch bereits in 14 Tagen haben die erfolgsverwöhnten Achter-Recken bei den Deutschen Sprintmeisterschaften im hessischen Eschwege die Möglichkeit zur Revanche.

Dennoch gewannen auch die Krefelder "ihren" Achter: Die A-Junioren Robert Schneider, Andreas Baloghy, Fritz Ebner, Leonhardt Zerni, Gunnar Theissen, Alexander Thierfelder, Simon Draber, Felix Schregel und Steuermann Bastian Arens retteten die Achter-Ehre, worauf der Steuermann in hohem Bogen ins Wasser flog.

Zum Schluss der Regatta nahm Landesvorsitzender Mogk noch eine außergewöhnliche Ehrung für den "größten Sieger" vor: Klaus Bommers (CRC) hat in seinem langen Ruderleben bisher die kaum glaubliche Strecke von 40.077 Kilometern in Ruderbooten zurückgelegt und erhielt dafür den "Äquatorpreis". "Solange ich meinen Mitruderern nicht zur Last falle, werde ich weiter rudern", versprach das Vorbild aller Wanderruderer.

www.rvn-rudern.de
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Autor: Peter Bauland
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