Crefelder Ruder-Club 1883 e.V.

Bronze für Lukas Geller vom Crefelder Ruder-Club bei JWM in Rio de Janeiro/Brasilien

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© Deutscher Ruderverband/CEWE Studio

10. August 2015
Nach gewonnenem Vorlauf und Halbfinale rudert der Deutsche U19 Vierer bei der JWM in Rio de Janeiro im Finale auf den Bronzerang. Für Geller ist es damit die erste Medaille bei einer WM. Der Deutsche Ruderverband rudert in allen 13 Rennen ins Finale und kann 11 Medaillen gewinnen, damit avanciert die WM in Südamerika zu einer der Erfolgreichsten für den U19 Bereich des DRV.

Im Vorlauf konnte die Crew um Geller nach einem technischen Fehler von Schlagmann Lukas Föbinger aus Witten eine erfolgreiche Aufholjagd starten und sich den Vorlaufsieg sichern. Im Halbfinale ruderten Geller, Föbinger (Witten), Johannes Rentz (Dortmund) und Christopher Reinhardt (Dorsten) direkt gegen das starke Boot aus Griechenland, welches sie über die Strecke jedoch gut in Schach halten konnten. Das andere Halbfinale gewann Rumänien vor Großbritannien. Komplettiert wurde dann das A-Finale durch die USA und Spanien. 

Gemeinsam mit Rumänien hatten sie als Favoriten die günstige Mittelbahn bekommen. Doch der Start verlief nicht wie geplant für das junge Quartett, starker Seitenwind machte dem Vierer zu schaffen und ihre eigentlich starken ersten 1000 Meter waren alles andere als gut. „Wir sind mit dem Seitenwind und den Wellen einfach nicht gut klar gekommen, erst kurz vor der 1000 Meter Marke haben wir wieder zusammen gefunden und konnten an die führenden Boote aus Rumänien, Großbritannien und Griechenland wieder heran fahren“, erklärt Lukas am Telefon, „leider war das nicht unser bestes Rennen, aber ich bin glücklich, dass ich eine Medaille bei meiner ersten WM gewonnen habe!“ Im Schlussspurt bei 1750 Metern konnte sich Rumänien mit einer ¾ Bootslänge in Führung bringen, Großbritannien, Deutschland und Griechenland lieferten sich bis zur Ziellinie einen erbitterten Kampf um Silber und Bronze. Dabei ging Silber an Großbritannien mit 2 Zehnteln Vorsprung vor Deutschland, die wiederrum Griechenland mit 2 Zehnteln auf den undankbaren 4.Platz verwiesen. Die USA und Spanien kamen mit 5 und 8 Sekunden Rückstand auf Platz 5 und 6 rein.

Eigentlich waren die Finals für Sonntag geplant, aber eine Schlechtwetter Prognose mit noch mehr Wind veranlasste die FISA, alle Finals und Halbfinals einen Tag früher zu starten. Somit kann das DRV Team noch den Sonntag in Rio genießen und ein wenig an der Copa Cabana „abhängen“ und sich nach der harten Vorbereitung und den gewonnen Medaillen ein wenig vom lateinamerikanischen Flair inspirieren lassen.

Autor: Sabine Tschäge
Tags: Senioren | International
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