Crefelder Ruder-Club 1883 e.V.

Jonathan Rommelmanns Sommermärchen wird versilbert

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© Sabine Tschäge

4. September 2015
Silbern glänzt die Medaille des Jonathan Rommelmann um die Wette mit dem Lac d’Aiguebelette, wo für den erst 20 Jährigen ein Traum wahr wird.

Erster Start bei einer WM und dann direkt mit Silber belohnt, aus dem Sommermärchen ist Realität geworden. Hauch dünn verpassen sie Gold gegen, wie zu erwarten, stark fahrende Franzosen. Während Rommelmann gelöst die restliche WM genießen kann, steht für Schmidla Morgen um 14:30 Uhr die Titelverteidigung an.

Rommelmann hat den Turbo direkt vom Start an für seine Mannschaft gezündet, gleich auf gehen Deutschland und Frankreich über die 500 Meter Marke. Bei 1000 Meter schiebt sich der Doppelvierer mit Rommelmann hauch dünn in Führung vor die Franzosen, zu diesem Zeitpunkt kann nur noch das Boot aus Dänemark folgen, etwas unerwartet kämpft das italienische Boot auf dem letzten Platz. Bei 1500 Metern ein unverändertes Bild, Deutschland knapp vor Frankreich, Dänemark kann das Tempo der beiden Führenden nicht mehr mit gehen. Leichte Vorteile für das Boot von Rommelmann 250 Meter vor dem Ziel, doch die Franzosen geben sich nicht geschlagen und ziehen auf den letzten 150 Metern einen unwiderstehlichen Endspurt an. Schlagmann Rommelmann erhöht auch nochmal die Schlagfrequenz, kann aber den Bug nicht mehr vor die Franzosen schieben. Ein Herzschlagfinale, an Dramatik und Spannung nicht zu überbieten, wird für die Zuschauer alles geboten was ein Finale aus macht. Frankreich gewinnt mit 3 Zehnteln vor Deutschland in der Besetzung mit Rommelmann, Philipp Grebner (Mainz), Daniel Lawitzke (Berlin) und Roman Acht (Limburg), gefolgt von Dänemark auf Bronze, die bereits eine ¾ Länge Rückstand aufweisen. Großbritannien wird 4ter, USA 5ter und die enttäuschenden Italiener werden 6te.

„Erst habe ich mich schon geärgert, wir waren so nah dran an Gold, aber mehr wäre auch nicht mehr gegangen“, so ein völlig ausgepumpter Rommelmann „aber nach einer Sekunde habe ich mich doch sehr über das gewonnen Silber gefreut!“ 

Die restliche WM bis Sonntag, wird der 20 Jährige Medizinstudent das deutsche Team mit anfeuern und gemeinsam mit seiner Familie und Freundin, die tolle Atmosphäre der diesjährigen WM genießen.

Für Lisa Schmidla startet Morgen um 14:30 Uhr das Projekt Titelverteidigung! Auch wenn sie versucht ihre Nervosität herunter zu spielen und die Favoritenrollen zwar annimmt, merkt man der 24 Jährigen doch ihre Aufregung an. „Die Stunden vor dem Rennen sind die schlimmsten, bis der Start dann endlich los geht, dann fällt nach 20 Schlägen alles ab und es macht Spaß Volldampf zu geben und bis an die Leistungsgrenze zu gehen“, so Schmidla, die selber verwundert ist, dass „obwohl ich schon viele internationale Starts hatte, immer wieder gleich Nervös bin“. Doch die Crew um Schmidla weiß auch, dass sie eine gute Grundgeschwindigkeit über die Strecke fahren können und das Australien, die den anderen Vorlauf gewonnen hatten, in den Teilabschnitten immer etwas langsamer waren. Polen und Niederlande sind alte Vertraute, die bisher bei allen World Cups versucht haben den Deutschen Frauen Doppelvierer zu bedrängen, dabei aber erfolglos blieben. Neuseeland und USA komplettieren das Finale.

Autor: Sabine Tschäge
Tags: Senioren | International
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