Crefelder Ruder-Club 1883 e.V.

Lisa Schmidla freut sich auch über Silber

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© Sabine Tschäge

6. September 2015
Nicht ganz der erhoffte Ausgang für den Deutschen Frauen Doppelvierer mit der Krefelderin Lisa Schmidla an Bord, der bei der diesjährigen WM in Aiguebelette in Frankreich als Titelverteidiger ins Rennen ging und auch über die Saison eine makellose Bilanz aufzeigen konnte. USA erkämpfen sich als Außenseiter die Goldmedaille.

„Ich freue mich schon über Silber, aber das war eines unserer schlechtesten Rennen und daher ist viel Frust dahinter. Wir alle, aber auch der Druck von außen, alle wollten die Goldmedaille, wir haben nach 1500 Metern versucht uns wieder heran zu kämpfen“, so eine völlig konsternierte Lisa Schmidla, die nach dem Rennen nach Erklärung für das gerade eben passierte sucht. Dabei ging für die Crew mit Schmidla, Marie-Catherine Arnold/Hannover, Carina Bär/Heilbronn und Annekatrin Thiele/Leipzig erst einmal alles nach Plan los, nach 500 Metern übernahm das Deutsche Boot die Führung. Schräg einfallender Seitenwind von Backbord machte es allen Booten schwer, ihr technisches Konzept durch zu bringen. Unbemerkt machten sich danach die USA auf der Außenbahn, die als letzte über den Hoffnungslauf in das Finale gerutscht waren, auf den Weg und übernahmen bei 1000 Metern knapp die Führung. Schmidla registrierte, dass die USA gleichauf mit ihnen lagen, aber der Druckspurt im Deutschen Boot blieb ohne Wirkung, vielmehr schafften es die US Girls ihren Vorsprung bis zu 1500 Meter Marke auf eine ¾ Bootslänge aus zu bauen. Alle Versuche von Schmidla die Schlagfrequenz an diesem Tag nach oben zu treiben und somit die Bootsgeschwindigkeit zu erhöhen, klappte an diesem Samstag nicht wie gewohnt. Im Endspurt konnte der Deutsche Vierer noch bis auf eine halb Länge an die USA heran fahren, aber eben nicht mehr vorbei. Bronze sicherte sich Holland vor Polen, den Australierinnen und dem Boot aus Neuseeland. 

Zwei Momente kommen diesem Rennen zu tragen, die USA fahren das beste Rennen der Saison und gewinnen damit zum ersten Mal die Goldmedaille in dieser Bootsklasse und der Deutsche Vierer fährt das schlechteste Rennen in dieser Saison! Damit war der Weg frei für die USA, aber die nächste Revanche lauert schon, nächstes Jahr bei den Olympischen Spielen und wenn Schmidla und Co. die richtigen Schlüsse aus dem Rennen ziehen, dann gehen sie gestärkt in die nächste Saison. Jetzt kann sich Schmidla aber erst einmal am Dienstag um 19:30 Uhr im Bootshaus, zusammen mit ihren CRC Teamkollegen feiern lassen, die über das gewonnen Silber sehr stolz sind.

Mit der Silbermedaille hat der Doppelvierer ungefährdet das Olympiaticket gezogen und das Boot für Rio 2016 qualifiziert.

Autor: Sabine Tschäge
Tags: Senioren | International
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