Frauenachter: "Dieses Jahr holen wir uns den Titel"
Wer vom Ruder-Achter aus Krefeld hört, der denkt zunächst immer an den Männerachter des Crefelder Ruder-Clubs. Doch bereits seit Bestehen der flyeralarm Ruder-Bundesliga ist auch der Frauenachter des Crefelder RC überaus erfolgreich und braucht sich keineswegs hinter den männlichen Vereinskameraden zu verstecken.
Passend zum Start der RBL griffen die hübschen Mädels aus der Seidenstadt 2009 erstmals gemeinsam im Achter in die Riemen und wurden auf Anhieb Vize-Champion. Auch in der vergangenen Saison reichte es für sie in der Bundesliga leider nur zum Vize-Titel. Doch der Kampf um den Gesamtsieg ist enger geworden und so spannend wie im letzten Jahr war noch kein Titelkampf in der Bundesliga: Bis zum letzten Rennen der Saison war nicht klar, wer sich den Titel des Liga-Champions sichern würde. Doch der Hamburger Achter schaffte es, im letzten Rennen zu überzeugen und den Titel wieder an die Alster zu holen.
Im dritten Jahr der Ruder-Bundesliga soll dies nun anders werden. Der Achter vom Elfrather-See hat im Winter viel trainiert und insbesondere am Ausdauertraining gearbeitet. Zudem ist mit der Verpflichtung von Rebekka Klemp eine weitere Verstärkung mit im Team und CRC-Trainer Christoph Lüke kann aller Voraussicht nach an fast allen Renntagen auf eine optimale Besetzung zurück greifen. Der Mannschaftskader besteht aus Studentinnen und Schülerinnen, die größtenteils auch schon internationale Erfahrung sammeln konnten, wie zum Beispiel Schlagfrau Melanie Staelberg, die gespannt auf die Saison 2011 ist: "Wir freuen uns auch auf die Möglichkeit, dieses Jahr international im Rahmen der International Champions Challenge zu zeigen, was wir drauf haben". Und auch Steuerfrau Tjarde Melka ist mit der Vorbereitung ihrer Mannschaft zufrieden und blickt besonders optimistisch auf die RBL-Saison 2011: "Dieses Jahr holen wir uns den Titel", verspricht sie vor dem Saisonstart. Rückenwind gibt da auch der Sieg im Frauenachter auf der Deutschen Sprintmeisterschaft im Herbst 2010. Nach abgelaufener RBL-Saison gelang dem CRC-Boot ein deutlicher Sieg in Kettwig – bereits im zweiten Jahr in Folge ging dieser Titel nach Krefeld. Und diese Erfolgsserie soll dieses Jahr nun fortgesetzt werden. Dementsprechend will der Achter auch in der Bundesliga voll angreifen.
Das optimistische Gefühl bei den Sportlern liegt nicht zuletzt an der hervorragenden leistungssportlichen Struktur im Crefelder Ruder-Club. In den letzten Jahren ist der Club zu einem der bundesweit besten Vereine aufgestiegen und wurde mittlerweile zum Bundesnachwuchsstützpunkt ernannt. "So etwas färbt natürlich auch auf den Anspruch und die Motivation des Club-Achters ab", verrät Trainer Christoph Lüke.
"Wir haben eine große Anzahl an Kaderathleten und international erfolgreichen Ruderinnen in unserem Bundesliga-Pool und werden diesen Vorteil für uns zu nutzen wissen", ist sich Achter-Coach Lüke sicher. Als Ziel hat er dieses Jahr nun ganz klar den Sieg in der flyeralarm Ruder-Bundesliga gesetzt. Dafür haben die Athletinnen im Winter größtenteils individuell trainiert und sind seit Februar wieder im gemeinsamen Achtertraining.
"Ich war mir sicher, dass unsere Frauen das Zeug dazu haben, es den Männern gleichzutun", begründete Trainer Lüke die erstmalige Zusammenstellung des Teams im Jahr 2009. Der Erfolg der beiden vergangen Jahre gibt ihm da Recht. "Mittlerweile können wir so viele Menschen für den Rudersport und insbesondere den Crefelder RC interessieren. Gerade Sponsoren zeigen Interesse daran, sich bei zwei erfolgreichen Mannschaften langfristig in Krefeld zu engagieren", freut sich CRC-Vorsitzender Walter Jansen ergänzend.
Die Vorzeichen in Krefeld sehen also gut aus und so darf man in Deutschland gespannt sein, wie das Team vom Elfrather-See in die neue Saison starten wird.
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