Crefelder Ruder-Club 1883 e.V.

3. World-Cup in Poznan/Polen ist für Lisa Schmidla die letzte Möglichkeit zum internationalen Vergleich vor Olympia

16. Juni 2016
Beim 2. World-Cup vor 3 Wochen in Luzern/Schweiz ist es für das Paradeboot des Deutschen Ruderverbandes nicht optimal gelaufen. Im Finale musste man sich dem Team aus Polen geschlagen geben, was das Vorhaben um Gold bei Olympia zu fahren, stark ins Wanken gebracht hatte. Aber nicht ganz Schlagseite hat der Vierer erlitten, es gab immer noch die Möglichkeit zu einem personellen Wechsel und damit hoffentlich zur entscheidenden Verstärkung.

Das As heißt Julia Lier, das Bundestrainer Sven Ueck/Berlin aus dem Hut gezaubert hat. Die Hallenserin Lier ist keine Unbekannte, war sie doch 2014 an Bord, als der Vierer in Amsterdam Weltmeister in Weltbestzeit wurde. Nun ist das Paradeboot wieder in Originalbesetzung von 2014 unterwegs.

„Nach Luzern waren wir schon ein wenig ratlos, wir wussten zwar, dass es mit Julia vielleicht noch eine Verstärkungsmöglichkeit gibt, aber ob sie auch von den verantwortlichen des DRV durchgeführt würde, war für uns nicht zu erkennen“, so Schmidla, die sich 2014 mit Lier hinter ihr auf Position 3 immer schon ganz wohl gefühlt hatte. Denn wenn Lier anzieht:“dann merke ich das sofort und mir fällt es dann wirklich leicht meinen Schlag durch zu bringen, natürlich ist das bitter für Marie (Marie-Catherine Arnold/Hannover, die jetzt in den Doppelzweier geht), aber jetzt haben beide Boote die Chance nochmal in der vermeintlichen Olympiabesetzung Rennen zu fahren und die Erfahrung mit in das anstehende Trainingslager am Weißensee in Österreich zu nehmen“, schätzt Schmidla die Situation ein. Anders als ursprünglich geplant, mussten Schmidla, Julia Lier/Halle, Carina Bär/Heilbronn und Annekatrin Thiele/Leipzig bereits 4 Tage nach Luzern wieder in Berlin zum Trainingslager antreten, denn Zufällen will Bundestrainer Ueck den Vierer nicht überlassen. Auch wenn sich die Frauen kennen und in den Trainingslagern bereits einige Kilometer abgespult haben, so haben sie keine gemeinsame Vorbereitung auf die Wettkampfsaison durchgeführt und gerade das Start- und das Spurtverhalten wird nur durch üben besser und spielerischer. 

Für Olympia konnten sich weltweit nur 7 Boote qualifizieren, mehr werden vom Olympischen Komitee nicht zugelassen, was sich jetzt auch in dem Meldeverhalten in Poznan bemerkbar macht. Nur 5 Boote treten an. Es fehlen von den Qualifizierten China, Ukraine und die USA. Mit Polen, Niederlanden, Australien und Weißrussland sind aber genug Konkurrentinnen da, die auf dem Maltasee in Poznan vom 17. – 19.06.2016 dem DRV Quartett einheizen wollen, aber die Aufgabe ist für Schmidla klar umrissen, auch wenn die Polinnen vor heimischem Publikum keine Niederlage einfahren wollen… zurück in die Goldspur!

Autor: Sabine Tschäge
Tags: Senioren | International
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