Crefelder Ruder-Club 1883 e.V.

5 Nominierungen zur U23 Weltmeisterschaft in Plovdiv für Krefelds Ruderer

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© Sabine Tschäge

10. Juni 2015
Johanna te Neues qualifiziert sich für die Studenten Universiade in Gwangju/Südkorea

Gleich 5 Aktive des Crefelder Ruder-Clubs haben sich an diesem Wochenende für die U23 Weltmeisterschaft in Plovdiv/Bulgarien qualifiziert. Marisa Staelberg, Laurits Follert, Jacob Schulte-Bockholt, Marc Leske und Jonathan Rommelmann starten Ende Juli bei der U 23 WM für Deutschland. CRC Trainerin Sabine Tschäge ist als Trainerin nominiert.

Der Deutsche Ruderverband hat in diesem Jahr seine Nominierungsregatta für die U23 WM 3.Wochen nach vorne, auf die Internationale Regatta in Ratzeburg gelegt, damit die Vorbereitungszeit zur WM optimal genutzt werden kann. Die U23 Boote mussten sich dabei gegen starke nationale und zum Teil internationale Konkurrenz durchsetzen. Sehr windige Bedingungen mit starken Böen verlangte den Aktiven technisch und physisch einiges ab. Doch für die CRC U23 Gruppe und Johanna te Neues, erwies sich der Küchensee in Ratzeburg als wahre Goldgrube.

Besonders Erfolgreich war hierbei Marisa Staelberg. Eigentlich könnte sie sich ihre Bootsklasse aussuchen, doch sie wird in Plovdiv im anspruchsvollen Zweier ohne Steuerfrau mit Partnerin Sophie Oksche/Ingolstadt an den Start gehen. Dabei hat sie in Ratzeburg noch den Vierer ohne Steuerfrau und den Achter gewonnen. „Das ich mit Sophie so schnell so gut zurecht komme, freut mich sehr, besonders, da ich nach 5 Jahren zum ersten Mal wieder im Bug sitze“, so Staelberg am Sonntag. Der Zweier wurde erst letzte Woche kreiert, nachdem die alte Kombination Saelberg und Sokolkova in ihrer Leistung stagnierte. Mit Oksche lief es direkt gut und nach nur 6 Trainingseinheiten fegte der Zweier die Konkurrenz, nach gewonnenem Vorlauf, im Finale weg. Mit über 2 Bootslängen Vorsprung verwiesen sie den designierten Zweier aus Rostock, in seine Schranken.

„Das hat Spaß gemacht“, so ein glücklicher Jonathan Rommelmann, der mit Partner Philipp Grebner/Mainz alle Erwartungen im leichtgewichtigen Doppelzweier übertraf und im Finale auch den starken A-Doppelzweier aus Berlin schlagen konnte. Auf die Berliner traf das Duo bereits im Vorlauf, hier hat man aber erst einmal den Berlinern den Vortritt gelassen und sich erst gar nicht auf einen Zweikampf eingelassen. Im Finale drehte Schlagmann Rommelmann mächtig auf und setze sich direkt an die Spitze des Feldes. Die Berliner versuchten immer wieder zu Spurten, aber an diesem Tag war kein Vorbeikommen an Rommelmann und Grebner. Ihr Vorsprung betrug eine ¾ Bootslänge zu den Berlinern, bevor das Boot aus Polen mit bereits 9 Sekunden Rückstand und dann das nächst schnellere U23 Boot aus Deutschland mit 10 Sekunden Rückstand folgte. Dieser beeindruckende Sieg bestätigte die gute Form des Duos in der bisherigen Saison.  Die in der Vorbereitung und bei der U23 WM von CRC Trainerin Sabine Tschäge trainiert werden. 

Laurits Follert sitzt im „kleinen“ Deutschlandachter und wurde mit seiner Crew auch der Favoritenrolle gerecht. „Wir sind ja aus allen Teilen Deutschlands nach Leistung zusammen gesetzt worden, in den ersten Trainingseinheiten mussten wir sehr an unserem Zusammenspiel arbeiten, aber das letzte Trainingswochenende hat den entscheidenden Kick gebracht“, erzählt Follert, der der Benjamin im Achter ist. Gerade erst aus dem U19 Bereich aufgestiegen, sitzt er in seinem ersten Jahr schon in der Königsbootsklasse. Aussergewöhnliche physische Leistungen und gute Ergebnisse im Zweier mit Partner Jacob Schulte-Bockholt sicherten den Platz im Achter.

Schulte –Bockholt hat zusammen mit Marc Leske, als Aufsteiger aus dem U19 Bereich auch direkt den Sprung in die U23 Nationalmannschaft geschafft. Im Vierer mit Steuermann werden sie gemeinsam mit Rene Stüven/Herne, Finn Knüppel/Schwerin und Steuermann Felix Heinemann/Dortmund, die Deutschlandfarben in Plovdiv vertreten. Einen deutlichen Start –Ziel Sieg erruderte sich das Boot um Schlagmann Leske, der mit Schulte-Bockholt als Co-Schlagmann den Powerblock im Vierer bildet. Mit über einer Bootslänge Vorsprung deklassierten sie die Konkurrenz. 

Michaela Staelberg lieferte im Doppelzweier mit Tina Christmann/Hanau ein grandioses Rennen ab. Bis zur Ziellinie versuchten sie den nominell stärker besetzen Doppelzweier aus Hannover zu überspurten, aber alle Angriffe von Staelberg konnten pariert werden, so dass Hannover mit einer ¾ Bootslänge Vorsprung gewinnen konnte. Besonders Bitter für Staelberg, da sie nach einer nicht ganz optimal verlaufenden zweiten Rangliste in Essen, nun um die Ersatzposition kämpfen muss. Bei der in 3. Wochen stattfindenden Meisterschaft in Köln wird sie sich erneut im Einer stellen müssen und ein gutes Ergebnis erringen müssen, wenn sie noch auf den WM Zug aufspringen will.

Überglücklich war Johanna te Neues über ihre Nominierung zur Universiade nach Gwangju/Südkorea. Te Neues startete zusammen mit Lea-Kathlen Kühne und Anna Götz/Beide Mainz und Ulrike Törpsch/Pirna im Frauen Vierer ohne Steuerfrau. Weit über den Erwartungen lag dann auch das Ergebnis. In einem tollen Rennen griffen sie immer wieder den Deutschen A-Vierer an, am Ende mussten sie sich mit einer knappen Bootslänge geschlagen geben, waren aber deutlich vor den U23 Booten und hatten somit die Norm zur Qualifizierung, mehr als erfüllt. Am 2 Juli geht es für te Neues los, die dann bis zum 15.7. 2015 das komplette Universiade Programm erleben darf. 

Den Sprung in die Finals beim Vierer ohne Steuerfrau und Zweier ohne Steuerfrau haben Sophie Baloghy und Henriette te Neues geschafft. Für die beiden jungen Krefelderinnen, die in ihrem ersten U23 Jahr rudern,  schon als Erfolg zu werten ist.

Autor: Sabine Tschäge
Tags: Senioren | International
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