Crefelder Ruder-Club 1883 e.V.

Achtergold für Marc Leske – Follert und Schulte-Bockholt schrammen an Medaille vorbei

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© Sabine Tschäge

12. August 2014
Ruderrecke Marc Leske vom Crefelder Ruder-Club wiederholt Vorjahreserfolg und wird U19 Weltmeister mit dem Achter. Seine Clubkameraden Jacob Schulte-Bockholt und Laurits Follert schrammen im Junior Zweier ohne Steuermann knapp an einer Medaille vorbei und müssen mit dem undankbaren 4. Platz vorlieb nehmen, vor einer traumhaften Kulisse mit rund 5000 Zuschauern, bei der Heim WM in Hamburg auf der Dove-Elbe Regattastrecke.

Pünktlich zum Finaltag der Junioren-WM in Hamburg hatte der Wetterumschwung eingesetzt. Während es zu den Vorentscheidungen sonnig und teilweise heiß war, läuteten am Samstag zu den Halbfinals Regenschauer und Wind den Wechsel ein. Ein seitlicher Gegenwind führte zu unruhigem Wasser und stellte die Aktiven vor unangenehme Herausforderungen. Der Weltverband hatte in der Fairnesskommission reagiert und die Boote in den Finals nach den Vorentscheidungen gesetzt. Die Boote mit den besten Platzierungen ruderten auf den Bahnen 5 und 6 gegenüber der ausverkauften Tribüne.

Für Marc Leske, der den Vorlauf mit dem Deutschen U19 Achter am Donnertag gewonnen hatte und im 10. Boote Feld direkt für das Finale platziert war, wurde auf die windgünstige Bahn 6, direkt neben die auf Bahn 5 liegenden mit favorisierten Niederländer gesetzte. Vom Start an setzten sich die Achter aus Deutschland, Niederlande und Italien an die Spitze des Feldes. Nach 1000 Metern konnte nur noch der niederländische Achter folgen und heizte dem Deutschen Achter mächtig ein. Mehrere Spurts der Crew von Marc Leske brachten dann bei 1200 Meter den Achter mit einer halben Bootslänge in Führung. Danach war die Gegenwehr der Niederländer gebrochen und auf den letzten 500 Metern baute der Achter die Führung auf über eine Bootslänge aus. Überglücklich jubelte Marc Leske mit David Wollschläger/Nürtingen, Alexander Vollmer/Hamburg, Johann Wahmhoff/Osnabrück, Johannes Rentz/Dortmund, Janek Schirrmacher/Siegburg, Philipp Nonnast/Frankfurt, Nick Blankenburg/Nürtingen und Steuermann Mario Elias Acosta Dominguez/Münster. Damit gelang dem 19 Jährigen Abiturienten Marc Leske die Titelverteidigung. Neue Herausforderungen gibt es für den 1,99 Meter großen Hünen dann im Herbst, wenn sein Maschinenbaustudium in Dortmund anfängt und er dann teilweise am Bundesstützpunkt des Deutschlandachters trainieren wird.

Nicht ganz wie erhofft verlief das Finale bei Jacob Schulte-Bockholt und Schlagmann Laurits Follert im Zweier ohne Steuermann, zu dem 27. Zweier gemeldet hatten. Bereits am Mittwoch ging es mit dem Vorlauf los, den die beiden gewinnen und so den Hoffnungslauf sparen konnten. Freitag dann das Viertelfinale, was auch siegreich beendet wurde. Im Halbfinale dann am Samstag lief es für beide nicht ganz rund, aber ungefährdet sicherten sie sich den 3. Platz und zogen damit in das A-Finale der Weltbesten 6. Zweier ein. Durch den 3. Platz wurden sie auf die vom Wind ungünstige Bahn 2. gesetzt. Alle Versuche dem Führungsduo aus Rumänien und Tschechien zu folgen, wurden vom Wind auf Bahn 2. zunichte gemacht. Ein weiterer Versuch, an die auf Platz 3. Liegenden Österreicher nach 1000 Metern nochmal heran zu fahren, waren nur von kurzem Erfolg. Bei 1500 Metern mussten sie erneut abreißen lassen und kamen hinter Tschechien, Rumänien und Österreich auf den undankbaren 4. Platz ein. Nach kurzer Trauer über die verpasste Medaille „wir haben alles gegeben, die Bahn hat uns leider heute ausgebremst, aber Platz 4. Im Zweier kann sich sehen lassen, schade nur für Jacob, dass er leider keine Medaille von den U 19 hat“, resümiert Laurits Follert, der wie Marc Leske auch letztes Jahr Weltmeister im Achter werden konnte und seine Medaille zu Hause hängen hat. 

Ersatzfrau Sophie Bloghy kam leider nicht zum Einsatz. Insgesamt war es eine der Erfolgreichsten U19 WM für den Deutschen Ruderverband, alle 13 Bootsklassen fuhren in die Finals. Es konnten 7 Gold, 2 Silber, 2 Vierte, 1 Fünfter und 1 Sechster Platz errudert werden.

„Ich bin sehr stolz auf die Leistung meiner Trainingsgruppe, der erneute Gewinn der Goldmedaille von Marc mit dem Achter und in der technisch sehr anspruchsvollen Bootsklasse dem Zweier haben Laurits und Jacob überzeugt. Schade das Sophie am Anfang von einer Grippe ausgebremst wurde, aber für alle war es eine tolle Erfahrung“, strahlt CRC Trainerin Sabine Tschäge überglücklich. Sie gehörte zum DRV Trainerteam und hatte den Zweier ohne Steuermann mit Follert und Schulte-Bockholt im 4 ein halb wöchigen Trainingslager in Berlin vorbereitet.

Autor: Sabine Tschäge
Tags: Junioren | International
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