Crefelder Ruder-Club 1883 e.V.

Alle CRC Sportler im Finale der EM in Belgrad, nur das i-Tüpfelchen fehlt

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© Oliver Quickert, rudern.de

3. Juni 2014
Lisa Schmidla, Kristof Wilke und Miriam und Sara Davids kämpfen sich in Belgrad/Serbien auf dem Sava See in die Finals der Europameisterschaft. Faire Bedingungen an diesem Wochenende, aber zunehmend schiebender Wind und welliges Wasser machten den Mannschaften zu schaffen.

Nach dem Vorlauf im Frauen Doppelzweier, mit dem zweiten Platz hinter Litauen, sicherte sich Lisa Schmidla direkt die Finalteilnahme. Damit glaubten sich Schmidla und Partnerin Carina Bär/Heilbronn auf einem guten Kurs. Im Finale am Sonntag zogen die Litauerinnen und die späteren Siegerinnen aus Polen, sofort das Tempo an. Schmidla konnte bis zur 1500 Meter Marke, gleichauf mit den Niederländerinnen, dem Duo folgen. Aber die letzen 500 Meter hatten es in sich, erneute Steigerung im Führungsduo und besseres Zusammenspiel bei den Niederländerinnen, vereiteln die Chance auf eine Medaille für Schmidla und Bär. „Ich ärgere mich schon sehr über den 4. Platz, aber die letzten 500 Meter schaffen wir z. Z. keine Steigerung. Wir fallen technisch auseinander und so können wir dann nach vorne nicht mehr attackieren“, berichtet Schmidla telefonisch am frühen Montagmorgen, vom Flughafen in Frankfurt, bevor es mit dem Zug weiter Richtung Heimat geht.

Kristof Wilke zeigt sich über Platz 5. im Finale der Vierer ohne Steuermann erst einmal zufrieden:“ natürlich will man immer aufs Treppchen, aber wenn man bedenkt, dass der amtierende Weltmeister Niederlande, sich mit dem 4. Platz begnügen musste, weiß man auf welchem Niveau in diesem Finale gerudert wurde.“ Dabei mussten Wilke, Maximilian Munski/Hamburg, Toni Seifert/Leverkusen und Björn Birkner/Ulm sich über Vorlauf, Hoffnungslauf und Halbfinale bis ins Finale kämpfen. Zuletzt 3. Rennen innerhalb von 24 Stunden, das kostet viel Kraft. „Uns fehlen noch die gemeinsamen Kilometer und Rennen. Alle Finalboote fahren schon deutlich länger zusammen, wie die 3. platzierten Griechen, seit 2010. Der Olympiasieger Großbritannien legt sehr viel Wert auf den Vierer, das haben sie auch eindrucksvoll mit dem Sieg untermauert“, erklärt Wilke, will dies aber nicht als Entschuldigung verstanden wissen, sondern als Trainingsansatz für die nächsten Wochen. Dabei ist noch nicht klar, wie Bundestrainer Ralf Holtmeyer weiter vor gehen wird. Der Deutschlandachter konnte gewinnen, aber es soll nochmal eine zweite Überprüfung im Zweier ohne Steuermann für alle geben. Dort hofft Wilke, dass er mit Partner Seifert dann überzeugen kann. 

Alle Erwartungen haben die Zwillinge Sara und Miriam Davids im Zweier ohne Steuerfrau erfüllt, indem die junge Crew vom Crefelder Ruder-Club in das Finale gerudert ist. Im Vorlauf sind sie ein taktisches Rennen gefahren, mit Rumänien und Irland gab es gleich zwei Zweier die sie noch nicht schlagen können, daher hat man die Kräfte gespart und ist nur mit 80% der Kraft gefahren. Im Hoffnungslauf, dann aber ein furios kämpfender „Zwillings Express“, nur die Irinnen waren schneller, aber auch Platz 2. berechtigte zur Finalteilnahme, und die 3. platzierten Tschechinnen hatten kein Mittel die Davids zu verdrängen. Im Finale machten die Olympiasiegerinnen aus England sofort ordentlich Geschwindigkeit, nur noch Rumänien, Irland und die Niederländerinnen konnten folgen. Die Davids kämpften dabei gegen Kroatien: „ schade das wir mit Kroatien die Außenbahnen hatten, etwas näher dran hätten wir vielleicht noch im Zweikampf unseren Burg nach vorne schieben können und wären 5te geworden,“ berichtet Miriam Davids. Für die U23 Ruderinnen vom CRC war die EM aber eine weiterer wichtiger Schritt Richtung WM und ein enormer Erfahrungsgewinn.

Autor: Sabine Tschäge
Tags: Senioren | International
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