Crefelder Ruder-Club 1883 e.V.

Auftakt in die Herbst-Saison für die CRC-Juniorinnen und Junioren ein voller Erfolg

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© Markus Wöstemeyer

13. September 2016
Mit tollen Erfolgen konnten die Juniorinnen und Junioren des Crefelder Ruder-Clubs am Wochenende 10. Und 11. September 2016 bei der internationalen Regatta in Gent Selbstvertrauen für die diesjährige Herbstsaison tanken. Mit Siegen durch Charlotte Lier und ihrer Lüdinghausener Partnerin Lena Sarassa im Zweier-ohne-Steuerfrau und Marcel Habig im Junior-Einer waren die Kleinboote besonders erfolgreich.


Zum Regattaauftakt nach den Sommerferien steht schon fast traditionell am ersten September-Wochenende die internationale Regatta in Gent auf dem Terminkalender der CRC-Trainingsmannschaften. Die Regatta bietet mit Rennen über 2000m am Samstag und über die Strecke von 1000m und 250m am Sonntag ein vielfältiges, anspruchsvolles und abwechslungsreiches Programm.


Bei herrlichem Sonnenschein und Temperaturen von 30°C wurde die erste „Herbst“-Regatta des Jahres zumindest am Samstag eine Hitzeschlacht. Über die olympische Renndistanz von 2000m konnten sich Charlotte Lier und ihre Partnerin Lena Sarassa (Lüdinghausen) im Frauen-Zweier-ohne-Steuerfrau gegen die Lokalmatadorinnen aus Gent und gegen die bereits international mit mehreren WM-Teilnahmen sehr erfahrenen Konkurrentinnen aus Essen mit einer starken zweiten Rennhälfte am Ende souverän durchsetzen. Für die beiden Juniorinnen war es die Generalprobe vor dem Baltic-Cup, der am ersten Oktober-Wochenende in Hamburg ausgetragen wird. Auf Grund der guten Saisonleistungen wurden Lier und Sarassa von der Bundestrainerin für den Ländervergleichskampf der Ostseeanrainerstaaten nominiert. In Gent gingen sie im offenen Rennen ohne Altersbeschränkung an den Start. Umso überraschter zeigten sich die beiden Nachwuchssportlerinnen nach ihrem Sieg gegen die namhafte Konkurrenz. Lier meinte: „Damit habe ich nicht gerechnet. Wir waren auf den ersten 1000m viel zu träge und haben erst dann richtig in unser Rennen gefunden. Dann konnten wir 500m vor dem Ziel die Heckspitze der Essenerinnen aus dem Augenwinkel wieder sehen und hatten noch einmal die zweite Luft.“ Am Sonntag drehten die Essenerinnen noch einmal den Spieß um und spielten auf der 250m-Sprintstrecke ihre Erfahrung aus. In einem Fotofinish mussten sich Lier und Sarassa denkbar knapp den Genterinnen und der deutschen Konkurrenz aus Essen geschlagen geben. Trainer Markus Wöstemeyer meinte zum Rennen: „Auch wenn es schöner ist zu gewinnen, können wir mit den gezeigten Leistungen sehr zufrieden sein. Wir dürfen nicht vergessen, dass die Konkurrenz am heutigen Tage keine Juniorinnen waren.“


Auf Grund einiger krankheitsbedingter Ausfälle mussten Lier und Sarassa am Samstag über die 2000m-Strecke noch einmal ran. Zusammen mit Katharina Rogosch und Rebecca Dick gingen sie im Juniorinnen-Doppelvierer an den Start. Das Ergebnis konnte sich auch hier sehen lassen. Die vier gewannen ihren Lauf und belegten In der Gesamtabrechnung Platz zwei hinter dem ebenfalls für Deutschland zum Baltic-Cup nominierten Doppelvierer. Rogosch konnte dieses Ergebnis am Sonntag noch einmal wiederholen und gewann auch über die Sprintstrecke von 250m Silber.


In der U17-Altersklasse machten Hannah Lehnen und Pia Renner mit einem zweiten Platz am Samstag im Doppelzweier über die 2000m auf sich aufmerksam. Sie gewannen mit einer souveränen Vorstellung ihren Lauf und mussten sich in der Gesamtwertung nur den beiden Juniorinnen aus dem belgischen Lüttich geschlagen geben. Trainer Pierre Hein zeigte sich nach dem Rennen entsprechend zufrieden: „Die zwei haben im Rennen genau das umgesetzt, was wir im Training erarbeitet haben. Vielleicht wäre bei einem direkten Aufeinandertreffen mit den Gesamtsiegern auch noch mehr drin gewesen.“


Einen rabenschwarzen Tag erwischte der Junior-Achter des CRC. Die Crew um Steuermann Philipp Grunenberg musste sich hinter den Gegnern aus Gent und Ostende mit dem dritten Platz zufrieden geben. Schlagmann Lars Hermsdorfer sagte nach dem Rennen: „Wir haben zu keiner Zeit in unseren Rhythmus gefunden. Wir waren heute keine Einheit. Da kann sich auch keiner ausnehmen. Bis zum nächsten Wochenende, wenn die Generalprobe für die Landesmeisterschaft ansteht, müssen wir zu unseren Qualitäten zurückfinden.“


Die 1000m-Strecke am Sonntag absolvierten alle Athleten im Einer. Als Generalprobe für die am nächsten Wochenende auf der heimischen Regattastrecke am Elfrather See ausgetragene Rangliste des Nordrhein-Westfälischen Ruderverbandes konnte der aktuelle Leistungsstand unter Wettkampfbedingungen getestet werden. Bestens gerüstet für diese Aufgabe schein Marcel Habig zu sein. Er konnte neben einem souveränen Sieg in seinem Lauf auch die Gesamtwertung der insgesamt 40 angetretenen Einer für sich entscheiden. Es gab sogar einen Doppelsieg für den CRC, denn mit Jan Renner ging auch der zweite Platz der Gesamtwertung an den Niederrhein. Erst auf Platz drei folgte der favorisierte Essener Joscha Osthoff. Den anwesenden Trainern und Schlachtenbummlern des Crefelder Ruder-Clubs bereiteten die Läufe im Junioren-Einer viel Freude. Sowohl über die 1000m-Strecke wie auch über die 250m-Strecke gingen nur jeweils ein Abteilungssieg nicht an den CRC. Neben Habig und Renner gewannen auch Jonas Geller, Kaan Bekan, Joost Follert und Hendrik Kose ihren Lauf.


Autor: Markus Wöstemeyer
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Tags: Junioren
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