Crefelder Ruder-Club 1883 e.V.

Beide CRC-Athleten im Halbfinale der Junioren WM

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8. August 2013
Marc Leske und Michaela Staelberg haben am Donnerstag jeweils den Halbfinaleinzug perfekt gemacht. Leske siegt im deutschen Achter bereits im Vorlauf. Staelberg sicherte sich mit Ersatzfrau den Sieg im Hoffnungslauf des Doppelzweiers.

Zuerst stand am Morgen für Marc Leske der Vorlauf im Achter an. Jeweils die ersten drei Boote konnten sich hier für das am Samstag stattfindende Halbfinale qualifizieren. Vom Start an sorgte der deutsche Achter für Tempo und bereits nach 500 Metern hatten sie eine viertel Bootslänge Vorsprung vor England und den USA errudert. Ein Zwischenspurt beförderte sie zur Streckenhälfte auf eine halbe Länge Vorsprung vor England. Die USA konnten zu diesem Zeitpunkt dem Duo nicht mehr folgen. Im Schlussspurt zogen die Engländer nochmal an, aber das DRV-Team wusste, dass es nicht mehr zu schlagen war und musste im Endspurt nicht mehr alles an Kraftreserven mobilisieren. Im Ziel hieß es dann für den 197 cm großen Marc Leske eine viertel Bootslänge Vorsprung vor England und eine ganze Bootslänge vor dem Boot aus den USA. Auf den Plätzen folgten Kroatien und Weißrussland. Nach dem Rennen resümierte Leske: „Bei uns war alles gut und ich denke da sind noch Reserven für die nächsten Rennen vorhanden.“ Bis zum Halbfinale am Samstag hat die deutsche Mannschaft nun Zeit noch einmal zu trainieren und im Hotel neue Kräfte zu sammeln.

Am Donnerstag Morgen herrschte zunächst große Aufregung im Mannschaftshotel der deutschen Mannschaft: Carlotta Nwajide, Bugfrau des Doppelzweiers mit der Krefelderin Michaela Staelberg an Bord, ging es nach dem vierten Platz im Vorlauf gesundheitlich immer noch nicht besser, so dass das Ärzteteam und Bundestrainerin Brigitte Bielig eine Entscheidung treffen musste, wie der Doppelzweier für den Hoffnungslauf an den Start ging. Die ursprüngliche Doppelzweierpartnerin von Michaela Staelberg musste auf den Start verzichten. Bereits im Vorlauf am Tag zuvor hatte sie während des Rennen mit Magen- und Kreislaufproblemen zu kämpfen, so dass das deutsche Boot zwar zunächst in Führung ging, im zweiten Streckenabschnitt die anderen Boote allerdings passieren lassen musste.

Als neue Zweierpartnerin bekam Staelberg nun Ersatzfrau Gesa Lindenau aus Bergedorf zur Seite gestellt. Keine einfache Situation für die junge Athletin vom Crefelder Ruder-Club. Doch bereits beim Aufwärmen merkten die beiden Sportlerinnen, dass das Boot gut harmonierte und waren somit zuversichtlich, dass sie im Hoffnungslauf starten könnten. Nachdem Staelberg den ersten Schreck überwunden hatte, kam das Kommando: „Jetzt erst recht, ich will weiter kommen. Wir haben so gut trainiert, dass kann mich jetzt nicht ausbremsen“ und machte damit sich und der Lindenau Mut.

Die ersten 500 Meter des Hoffnungslauf liefen erwartungsgemäß für das nicht eingespielte Duo noch holprig, so dass Italien knapp in Front lag. Aber dann kamen Staelberg und Lindenau immer besser in Fahrt und zur Streckenhälfte schoben sie sich an die führende Position. Im Ziel betrug der Vorsprung eine Bootslänge vor Italien, die mit dem deutschen Boot in das Halbfinale einzogen. Überglücklich über das Weiterkommen fiel dann auch das anschließende Ausrudern leicht. Nun bleibt zu hoffen, dass Nwajide zum Halbfinale am Samstag wieder fit wird und das DRV-Boot in Bestbesetzung an den Start gehen kann. Ersatzfrau Gesa Lindenau hat ihre Aufgabe zwar gut gemacht, aber das Originalduo Staelberg/Nwajide hatte im Vorlauf auf den ersten Metern bereits angedeutet, welches Potential im deutschen Boot bei voller Gesundheit steckt.

Beide CRC-Sportler kämpfen nun am Samstag um den Einzug ins Finale, wo sie sich am Sonntag den Traum der ersten WM-Medaille erfüllen wollen.

Autor: Sabine Tschäge & Jan Nikolai Trzeszkowski
Tags: Junioren | International
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