Crefelder Ruder-Club 1883 e.V.

Bericht über den Bootsunfall am 20.04.2008

22. April 2008
Nachdem die WZ in ihrer Ausgabe vom 21.04.2008 die Meldung
Boots-Rowdy: fünf gehen baden
veröffentlichte stellt die Rudermannschaft den Vorfall wie folgt dar:


Bei idealen Bedingungen: Hochwasser, Schiebewind und ab Neuss strahlender Sonnenschein starteten 2 Boote gegen 10:30 Uhr in Dormagen.
Weser: Insa Menninger, Klaus Bommers, Lutz Hausmanns
Rhein: Lilo und Tonne von Elten, Gerhard Wochele, Gustav Menninger und Peter Vogt
Gut gelaunt und ohne große Anstrengung ...

Nachdem die WZ in ihrer Ausgabe vom 21.04.2008 die Meldung
Boots-Rowdy: fünf gehen baden
veröffentlichte stellt die Rudermannschaft den Vorfall wie folgt dar:


Bei idealen Bedingungen: Hochwasser, Schiebewind und ab Neuss strahlender Sonnenschein starteten 2 Boote gegen 10:30 Uhr in Dormagen.
Weser: Insa Menninger, Klaus Bommers, Lutz Hausmanns
Rhein: Lilo und Tonne von Elten, Gerhard Wochele, Gustav Menninger und Peter Vogt
Gut gelaunt und ohne große Anstrengung näherten wir uns dem Bootshaus, als an der letzten Kribbe vor dem Yachthafen, als ein Schiff dicht unter Land mit einem Abstand zur Kribbe von maximal 10 Metern stromauf fuhr. Der Bootsführer muss den Vierer Rhein gesehen haben und hatte ausreichend Platz in Strommitte auszuweichen. Darüber hinaus fuhr er auf der falschen Rheinseite.

Es war das Ziel des Steuermannes, Gustav Menninger, vor den Wellen die Kribbe zu passieren, um dann das Boot hinter der Kribbe parallel zu den Wellen auszurichten, um die Wellen dann abzureiten. Dies gelang nur bei der Bugwelle des Schiffes, während die überdimensional hohen Heckwellen das Boot voll schlugen und gedreht haben. Es bestand für den Steuermann keine Möglichkeit auszuweichen und die Passagiere auf dem Schiff müssen den Vorfall beobachtet haben. Das Schiff setzte seine Fahrt unvermindert fort.
Drei Ruderer (Lilo, Gustav, Tonne) wurden von einem Düsseldorfer Boot aufgenommen, Gerd Wochele wurde von einem weiteren Boot aufgenommen. Peter Vogt blieb am Ruderboot und wurde von Sven Krekels vom Bootshaus Krekels an Bord seines Motorbootes genommen. Ein beabsichtigtes Schleppen des Ruderbootes war nicht mehr möglich, da wir uns treibend bereits auf der Höhe des Bootshauses Krekels befanden. Gerd Wochele trug eine Schwimmweste, die sich nach kurzer Zeit automatisch aufgeblasen hatte. Nachdem die Mannschaft in Sicherheit war, trieb das Ruderboot bereits auf der Höhe der Kaimauer. Sven Krekels und der mutige Thorsten im Neopren Anzug sicherten und drehten das Boot und schleppten es zurück zum CRC Bootshaus. Der einzige Schaden war eine gebrochene Plette und einige wenige Bekleidungsstücke der Ruderer.
Ein Augenzeuge bestätigte der Wasserschutzpolizei die von uns gemachten Angaben.
Der Bootsführer des Schiffes Fluvius, Verursacher des Unfalls, wurde von der Wasserschutzpolizei in Düsseldorf gestoppt. Gegen diesen Bootsführer wird nun ermittelt. Die Mannschaft hat sich in jeder Phase vorschriftsmäßig verhalten und war später stolz, diese schwierige Situation gemeistert zu haben. Der Vorfall wird sicherlich die Diskussion über Schwimmwesten "Ja oder Nein" neu beleben. Im Winter bei geringer Wassertemperatur nach diesem Erlebnis sicherlich eine kluge Entscheidung. Unser ganz besonderer Dank gilt den Sportbootführern (hier ganz besonders Sven Krekels und Thorsten), die wir nun in einem anderen Licht sehen als in der Vergangenheit.

Autor: Peter Vogt
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