Crefelder Ruder-Club 1883 e.V.

CRC-Achter gehen wieder auf Titeljagd

2. Juni 2011
Am kommenden Wochenenden starten die Bundesligaachter des Crefelder Ruder-Clubs in Frankfurt am Main in die neue Saison. Als amtierender Ligachampion geht der Männerachter als Favorit in die fünf Renntage umfassende Serie. Der CRC-Frauenachter will nach jeweils Platz zwei in den beiden vergangenen Jahren in diesem Jahr nun endlich auch den Titel im Frauenbereich an den Elfrather-See holen.

Mission Titelverteidigung, die Zweite

Der Crefelder Männerachter steht für langfristigen Erfolg. Seit dem Bestehen der flyeralarm Ruder-Bundesliga (RBL) ist dieser Achter das Maß aller Dinge auf der Sprintdistanz. In beiden vergangenen Saisons ging der Titel des Deutschen Ligachampions an die Mannschaft vom Elfrather-See. Diese Erfolgsserie in der RBL soll natürlich auch im dritten Jahr nicht reißen, sondern weiter fortgeführt werden.

Bereits in der Premierensaison 2009 war der Achter des Crefelder Ruder-Clubs überaus erfolgreich. Nach dem ersten Renntag lag er direkt auf Tabellenplatz eins und gab die Führung die ganze Saison nicht mehr her. Dank dieser konstanten Leistung sprang damit der erste Ligatitel für das Flaggschiff aus Krefeld heraus.

Doch die Erfolgsgeschichte des Männerachters begann nicht erst vor zwei Jahren. Schon  früher war der Clubachter erfolgreich unterwegs. Den ersten Titel als Deutscher Sprintmeister gab es im Jahr 2007. Und auch in 2008 konnte der Achter des CRC diesen Erfolg wiederholen.

Im Jahr des ersten RBL-Titels folgten weitere Erfolge. 2009 konnte auch erstmals der Titel des Landesmeisters aus NRW gewonnen werden. Zudem zeigte die Mannschaft mit einem sehr guten fünfzehnten Platz von 420 Achtern beim berühmten HEAD of the River Race in London, dass der vielseitigste und erfolgreichste Achter in Deutschland aus der Samt- und Seidenstadt Krefeld kommt.

Auch im vergangen Jahr wurde das CRC-Flaggschiff bestes Deutsches Boot in London und startete damit erfolgreich in die Saison 2010. Zudem verbesserte es die dreimalige Bronzeplatzierung auf der Deutschen Großbootmeisterschaft über 2000 Meter zu einer Silbermedaille. Die Stärken des Krefelder Achters liegen somit nicht nur in der knackigen Sprintdistanz, sondern die Erfolge basieren zu einem großen Teil auch auf den besonders guten Ausdauerfähigkeiten der Krefelder "Clubbies". "Die Breite unserer Erfolge der letzten Jahre zeigt, wie universell wir als Club-Achter einsetzbar sind und uns nicht als reines Sprintboot verstehen", so Bugmann Larus Melka.

Dennoch ist die Sprintdistanz von 350 Metern, wie sie in der Ruder-Bundesliga gerudert wird, die Paradedisziplin des Krefelder Boots. Die RBL-Saison 2010 begann zunächst durchwachsen für den Crefelder RC und so setzten die Athleten beim Renntag in Hamburg alles auf eine Karte, um die damaligen Tabellenführer vom Hamburger und Germania RC von der Spitze zu verdrängen. Die besondere Taktik, die Hamburger Mannschaft vor  Heimpublikum im Achtelfinale herauszufordern und sie zu schlagen, sorgte für viel Diskussion und Aufmerksamkeit in der vergangenen Saison. Mit dem Erfolg im Nacken übernahm der CRC-Achter die Tabellenführung und verteidigte sie bis zum Saisonfinale. Nach der erfolgreichen Titelverteidigung in der RBL sicherte sich der Männerachter vom Elfrather-See zudem zum vierten Mal in Folge den Titel des Deutschen Sprintmeisters in Kettwig.

Und auch in der jetzt in Frankfurt startenden Saison will der Männerachter wieder voll angreifen. "Die Titelverteidigung in der Bundesliga ist natürlich wieder unser Ziel", gibt Trainer Christoph Lüke die Marschroute für das Jahr 2011 vor. Dazu hat sich der Achter vom Elfrather-See prominente Verstärkung ins Boot geholt: Der amtierende Europameister und zweifache Olympiateilnehmer Jochen Urban steigt in den Club-Achter ein. "Ich freue mich schon riesig, mit den anderen Clubbies auf Punktejagd in der RBL zu gehen", sagt der erfolgreiche Ruderer vor dem Saisonstart in Frankfurt am Main. In den vergangenen Wochen hat der Männerachter das Training auf der Sprintdistanz intensiviert. Besonders motiviert hat den CRC-Achter dabei die Tatsache, dass das gesamte Team beim internationalen Event in St. Petersburg die Farben des Deutschen Ruderverbands vertreten darf. "Auch dieses Jahr haben wir uns wieder viel vorgenommen", sagt Schlagmann Matthias Simons, "Wir wollen die Bundesliga zum dritten Mal in Folge gewinnen und auch auf dem internationalen Event überzeugen!"

"Dieses Jahr holen wir uns den Titel"

Doch nicht nur der Männerachter des Crefelder Ruder-Clubs ist in der Bundesliga überaus erfolgreich. Auch das Frauenteam rudert mit sehr guten Ergebnissen in der RBL und wurde bereits zweimal Vize-Champion. In diesem Jahr wollen die Frauen nun aus dem Schatten der Männer hervor treten und sich ebenfalls den Titel des Ligachampions sichern.

Passend zum Start der RBL griffen die hübschen Mädels aus der Seidenstadt 2009 erstmals gemeinsam im Achter in die Riemen und wurden auf Anhieb Zweite. Auch in der vergangenen Saison reichte es für sie in der Bundesliga leider nur zum Vize-Titel. Doch der Kampf um den Gesamtsieg ist enger geworden und so spannend wie im letzten Jahr war noch kein Titelkampf in der Bundesliga: Bis zum letzten Rennen der Saison war nicht klar, wer sich den Titel des Liga-Champions sichern würde. Doch der Hamburger Achter schaffte es, im letzten Rennen den Titel wiederholt an die Alster zu holen.

Im dritten Jahr der Ruder-Bundesliga soll dies nun anders werden. Der Achter vom Elfrather-See hat im Winter viel trainiert und insbesondere am Ausdauertraining gearbeitet. Zudem ist mit der Verpflichtung von Rebekka Klemp eine weitere Verstärkung mit im Team, die in Frankfurt allerdings noch nicht an den Start gehen wird. Trotzdem kann Trainer Lüke auf eine sehr gute Besetzung zurückgreifen. Der Mannschaftskader besteht fast ausschließlich aus Studentinnen, die größtenteils auch schon internationale Erfahrung sammeln konnten, wie zum Beispiel Schlagfrau Melanie Staelberg, die gespannt auf die Saison 2011 ist: "Wir sind bereit für den Start in Frankfurt und gehen bestens vorbereitet in das erste der fünf Rennwochenenden." Und auch Steuerfrau Tjarde Melka ist mit der Vorbereitung ihrer Mannschaft zufrieden und blickt besonders optimistisch auf die RBL-Saison 2011: "Dieses Jahr holen wir uns den Titel", verspricht sie vor dem Saisonstart optimistisch. Rückenwind gibt da auch der Sieg im Frauenachter auf der Deutschen Sprintmeisterschaft im Herbst 2010. Nach abgelaufener RBL-Saison gelang dem CRC-Boot ein deutlicher Sieg in Essen.

Das optimistische Gefühl bei allen Sportlern liegt nicht zuletzt an der hervorragenden leistungssportlichen Struktur im Crefelder Ruder-Club. In den letzten Jahren ist der Club zu einem der bundesweit besten Vereine aufgestiegen und wurde mittlerweile zum Bundesnachwuchsstützpunkt ernannt. "So etwas färbt natürlich auch auf den Anspruch und die Motivation der beiden Club-Achter ab", verrät Trainer Christoph Lüke.

"Wir haben eine große Anzahl an Kaderathleten und international erfolgreichen Ruderinnen und Ruderern in unserem Bundesliga-Pool und werden diesen Vorteil für uns zu nutzen wissen", ist sich Achter-Coach Lüke sicher. Als Ziel hat er dieses Jahr nun ganz klar den Sieg beider Achter in der flyeralarm Ruder-Bundesliga gesetzt.

Die Vorzeichen in Krefeld sehen also gut aus und so darf man in Deutschland gespannt sein, wie das Team vom Elfrather-See am Samstag vor der Kulisse der Bankenstadt Frankfurt in die neue Saison starten wird.


CRC Männerachter in Frankfurt:

Matthias Simons, Thorsten Hütz, Jochen Urban, Lars Henning, Dirk Marterer, Andreas Baloghy, Moritz Koch, Larus Melka, Marc Benger, Leonhard Zerni

Steuerfrau: Carolin Staelberg

CRC Frauenachter in Frankfurt:

Melanie Staelberg, Manuela Staelberg, Franziska Horbach, Theresa Hülsmann, Theresa Lomertin, Johanna te Neues, Johanna Davids, Mona Benger, Vera Dresely

Steuerfrau: Tjarde Melka

 RBL-Termine 2011:

4. Juni - Frankfurt am Main

9. Juli - Münster

6. August - Hannover

27. August - Hamburg

3. September - Krefeld


Autor: Jan Nikolai Trzeszkowski
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Tags: Senioren | RBL
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