Crefelder Ruder-Club 1883 e.V.

CRC Athleten auf dem Rotsee in Luzern beim letzten World Cup

1v.r.%20k.wilke
© Sabine Tschäge

11. Juli 2014
Bevor es ab dem 25. August in Amsterdam bei der WM um Edelmetall geht, gibt es für die Spitzenathleten des Crefelder Ruder-Club ein letztes Kräftemessen beim World Cup in Luzern/Schweiz.

Der Rotsee, der in Ruderkreisen auch gerne „Göttersee“ genannt wird, ist eine der bekanntesten Ruderstrecken, die auch in diesem Jahr wieder Anlaufpunkt fast aller Nationen sind. Mit 44 Nationen und knapp 800 Athleten für den DRV eine echte Standortbestimmung. Die starken Mannschaften aus Übersee sind ebenfalls am Start, wenn es am Freitag in den Vorläufen los geht.

Lisa Schmidla vom Crefelder Ruder-Club möchte dabei gerne wieder mit ihrer Crew auf dem Treppchen landen und ihren Titel als gesamt Führende verteidigen. Mit dabei diesmal der Australische Doppelvierer, der beim Heimworld Cup im März in Sydney gewinnen konnte und jetzt das erste Mal in Europa startet. Schmidla wird dabei wieder ihre Mannschaft mit Julia Lier/Halle, Annekatrin Thiele/Leipzig und Carina Bär/Heilbronn von der Schlagposition aus, zu Höchstleistungen treiben. Letzte Woche hatte Bundestrainer Sven Ueck nochmal alle zu einer umfangreichen Trainingsmaßnahme nach Berlin gebeten. „Ich bin auf Australien gespannt, im März waren die sehr schnell. Unsere Videoaufnahmen letzte Woche zeigen noch deutliche Schwächen in der Abstimmung der Technik. Nach Luzern geht es ja direkt für uns weiter ins Trainingslager zum Weissensee, da wissen wir jetzt schon was wir üben müssen“, erzählt Schmidla telefonisch aus Berlin. Zuversichtlich wollen sie aber der Konkurrenz entgegen treten und erneut im Finale den Takt angeben.

Endlich aufs Treppchen, so könnte die Devise von Kristof Wilke lauten, der bereits beim letzten World Cup in Auiguebelette/Frankreich nah dran war. Erneut starke Konkurrenz im Vierer ohne Steuermann, auf die Wilke mit seiner Mannschaft Toni Seifert/Leverkusen, Maximilian Munski/Lübeck und Björn Birkner/Rheinfelden trifft. Seriensieger England ist dabei, wie auch die starken Boote aus Kanada, USA, Holland, Griechenland und Italien, die das 13 Boote umfassende Feld sicherlich bestimmen werden. Schlagmann und Olympiasieger Wilke will seine ganze Erfahrung einfließen lassen und sieht die zunehmenden Kilometer, die sie gemeinsam trainieren konnten als positives Zeichen.

Konkurrentinnen werden an diesem Wochenende die Clubkameradinnen Miriam Davids und Johanna te Neues, die sich im Vierer ohne Steuerfrau wiederfinden. Davids startet dabei im DRV Vierer, der für die WM probiert werden soll. Te Neues wird im zweiten DRV Vierer an den Start gehen, der die Studenten-WM als Ziel hat. Die Schlagposition ist für Davids frei gegeben, die sich damit in eine Reihe mit Wilke und Schmidla reiht. Während Davids von einem Treppchenplatz träumen kann, wird es für te Neues nur Aussenseiterchancen geben.

Autor: Sabine Tschäge
Tags: Senioren | International
1172 mal gelesen