Crefelder Ruder-Club 1883 e.V.

CRC Athleten fahren in Gent und München bei Internationalen Regatta aufs Treppchen

V.l.%20rommelmann-grebner
© Sabine Tschäge

9. Mai 2016
Windige Bedingungen waren an diesem Wochenende für die Ruderer auf allen Regattastrecken angesagt, nicht ganz einfach und leider auch mit Bahnvorteilen einhergehend. Doch die Ruderer des Crefelder Ruder-Club ließen sich davon nicht aufhalten.

U23 Gent/Belgien

Bei der Internationalen Regatta in Gent ruderte sich Jonathan Rommelmann zusammen mit Partner Philipp Grebner aus Mainz ungefährdet in das Finale und dort belegten sie jeweils Platz eins im leichtgewichtigen Doppelzweier. „Sonntag war irgendwie der Wurm drin, erst der „Krebs“ bei 300 Metern und dann haben wir die letzten 500 Meter nicht gut in den Griff bekommen. Das war ein Arbeitssieg“, weiß Rommelmann, der mit Grebner das Projekt Titelverteidigung im leichtgewichtigen Doppelzweier angeht. Ein erster wichtiger Schritt in Richtung Titelverteidigung für die U23 WM.

Im Vorlauf noch zu verhalten, drehten Laurits Follert, Jacob Schulte Bockholt und Schlagmann Marc Leske, die durch Richard Bensmann aus Münster ergänzt wurden, im Finale mächtig auf. Der favorisierte Vierer aus Hamburg/Rostock, konnte dem CRC Vierer keine Paroli bieten, alle Versuche näher heran zu kommen scheiterte. „Das war eine gute Steigerung vom Vorlauf zum Finale“, beschreibt Laurits Follert das Rennen, auch, weil wir mit Ersatzmann rudern mussten, eigentlich hätte für Richard Bensmann Christopher Reinhardt im Boot gesessen“, der Dorstener musste am Freitag kurzfristig ersetzt werden, ein Magen-Darm Infekt verhinderte den Start. Zusammen mit dem unterlegenen Vierer wurde am Sonntag dann noch ein Sieg im Achter errudert. Jakob Gebel und Lukas Geller kamen im Achter in Renngemeinschaft auf dem dritten Platz ins Ziel. 

Einen Husarenritt legte Henriette te Neues im leichtgewichtigen Frauen Doppelvierer hin. Samstag verhinderte ein „Krebs“ von der Bugfrau noch den Sieg. Am Sonntag gelang dann alles, kontinuierlich schob sich die Crew von te Neues in Führung, vorbei an den Schweizerinnen und dem vorläufigen DRV Vierer. Riesengroß war die Freude im Ziel, vor allem, da man zwar auf der Wind günstigeren Bahn gelegen hatte, aber den DRV Vierer auch dann erst einmal niederringen musste. 

Im Schlussspurt gaben Sophie Baloghy und Vera Spanke noch die Führung an die Schweizerinnen ab, aber Baloghy:“ so langsam klappt es besser bei uns, ärgerlich, dass wir im Endspurt nicht weiter gegen halten konnten“, aber das soll bereits bei der nächsten Regatta besser werden.

Pech für Michaela Staelberg, die zusammen mit Franziska Kampmann aus Waltrop in das Finale im Doppelzweier rudern konnte, aber dann abmelden musste, weil Kampmann gesundheitliche Probleme hatte. Am Sonntag dann mit Ersatzfrau für Kampmann im Doppelvierer am Start, ruderten sie in das Finale, hier waren nur die amtierenden U23 Weltmeisterinnen aus Polen schneller:“ man hat gemerkt, dass die Polinnen eingefahren sind, wir bilden ja noch gerade erst unsere Mannschaften“, so Staelberg nach dem Rennen.

U19 München

Starke Konkurrenz erwartet die U19 Junioren bei der Internationalen Regatta in München. 15 Nationen mit über 2000 Startern, versprachen spannende Rennen und eine erste gute Standortbestimmung im internationalen Vergleich. Als einziger Deutscher Doppelzweier zogen Konstantin Nowitzki und Henri Schwinde aus Münster in das Finale. „Im Finale haben wir die ersten 500 Meter zu verhalten gerudert, leider konnten wir im Endspurt nicht mehr ganz an die Italiener heran fahren“, so Nowitzki nach dem Rennen. Gleich nochmal aufs Treppchen, auch Platz 2 für Nowitzki im Doppelvierer, nur der Vierer aus Tschechien war an diesem Tag schneller. 

Charlotte Lier schaffte sensationell den Sprung in das A-Finale im Vierer ohne Steuerfrau, hier kamen sie aber nicht über den 6 Platz hinaus. Für die junge Crew, die gerade erst in den U19 Bereich aufgestiegen ist, aber ein toller Erfolg.

Bremen

Zahlreiche gute Ergebnisse für die U17/19 Ruderer des CRC. Sehr starker Wind und anders als in Gent und München Schiebewind mit vielen Wellen, machte es den jungen Ruderern sehr schwer. Gleich 2 x am Siegersteg konnte Lars Hermsdorfer, Michael Rieske, Jonas Geller und Tom Schüler aus Düsseldorf am Siegersteg im leichtgewichtigen Vierer ohne Steuermann anlegen. Georg Pfennig ruderte in Renngemeinschaft mit Duisburg im leichtgewichtigen Doppelzweier der U17 auf Platz eins. Im Doppelzweier waren auch Eric Menssen und Jan Renner der U19 siegreich.

„Das waren an diesem Wochenende für uns Ruderer sehr anspruchsvolle Bedingungen. Besonders in München und Gent, wo schon die Vorläufe ab 7:00 Uhr gestartet wurden, war es für die Athleten über beide Tage sehr Kraftraubend. Die Regatten haben für unsere Kaderathleten einen ersten Fingerzeig in Richtung internationaler Konkurrenz abgegeben. Wir sind anders als andere Nationen noch im Mannschaftsbildungsprozess“, ist sich das Trainerteam mit Sabine Tschäge und Markus Wöstemeyer einig. Für die U23 Athleten geht es bereits in 14 Tagen mit dem Ranglistenrennen im Kleinboot in Hamburg weiter.

Autor: Sabine Tschäge
Tags: Junioren | Senioren | International
908 mal gelesen