Crefelder Ruder-Club 1883 e.V.

CRC-Jugend auf Wanderfahrt

Img-20180819-wa0018
© Sven Renner

21. August 2018
Am vergangenen Wochenende machte sich eine Gruppe des CRC-Nachwuchses auf, um über zwei Tage die nahegelegene Ruhr zu erkunden.

Die Gruppe aus insgesamt zehn Sportlerinnen und Sportlern brach am Samstag in aller Frühe auf, um pünktlich um 9 Uhr in Hattingen in die rund 27 Kilometer lange Etappe des ersten Tages zu starten; wenn auch ohne Tagesverpflegung, die zu diesem Zeitpunkt leider noch gut gekühlt in Krefeld lagerte. Gleich nach dem Ablegen erreichten die beiden Doppelvierer mit Steuermann das erste Wehr. Für das Boot mit der rein männlichen Besatzung stellte sich zu keinem Zeitpunkt die Frage, ob nun getreidelt werden sollte, oder die lange Bootsrutsche benutzt wird. Und so stürzte sich besagte Mannschaft in die einem Wildwasser-Ritt im Grand Canyon gleichenden Fluten. Am bald darauffolgenden Wehr musste dann die abermals treidelnde Mannschaft feststellen, dass bei einem solchen Vorgang stets Kontakt zum Boot gehalten werden sollte… Doch am letzten Wehr für diesen Tag traute sich später auch diese Mannschaft mit seelischem Beistand des erfahrensten Ruderers in die Bootrutsche.

Nach einem kleinen Zwischenstopp und einer Stärkung im Steeler Ruder-Verein ging es begleitet von einem Party-Boot samt Grill, von dem auch wir unterwegs profitierten, weiter in Richtung Baldeneysee. Als wir diesen erreichten begann der Endspurt zusammen mit einigen ortsansässigen Ruderern zum Essen-Werdener Ruder-Club, wo wir unser Nachtlager aufschlugen. Leider mussten wir hier aufgrund der Ungeduld einiger äußerst hungriger Teilnehmer auf die berühmte, wohl beste Pizza der ganzen Stadt verzichten. Aber auch von der vielleicht zweitbesten Pizza wurden schließlich alle satt. Nach ein paar Runden geselliger Ballspiele fielen dann, wenn auch spät, alle hundemüde ins Bett.

Am Sonntagmorgen ging dann um 9 Uhr der Wecker, mit dem Ziel möglichst früh die letzte, rund 15 Kilometer lange Strecke von Essen nach Mülheim in Angriff zu nehmen. Nach einem reichhaltigen Frühstück konnten wir dann auch, natürlich später als geplant, aufbrechen. Auch hier stand uns, der abwechslungsreichen Routenplanung sei Dank, gleich das nächste Wehr bevor. Doch standen ab hier keine Bootsrutschen mehr zur Verfügung, sodass umgetragen werden musste. Auch hier verzögerte sich die Weiterfahrt, da einige Teilnehmer die Gelegenheit nutzen, um die gerade im Betrieb befindliche Schleuse zu bestaunen. Nachdem mit vereinten Kräften alle Boote zum Unterwasser getragen waren, setzen wir unsere Tour fort. Aufgrund der Gastfreundlichkeit der Kameraden der Kettwiger RG sahen wir uns auch hier zu einer längeren Pause gezwungen. Nach dem erfolgreichen Passieren des Stauwehrs des Kettwiger Stausees erreichten wir am Nachmittag dann auch unser Ziel, Mülheim an der Ruhr, und machten uns auf den Rückweg nach Krefeld, wo wir nach ausgiebiger Bootspflege das Wochenende bei einem gemütlichen Grillen ausklingen ließen.