Crefelder Ruder-Club 1883 e.V.

CRC Männerachter krönt sich zum Ligachampion und gewinnt in einem spektakulärem Finale die Champions League - Frauen werden Vizechampion

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© Sabine Tschäge

20. September 2016
Am Wochenende ging es beim Finale der Ruder-Bundesliga sowie der Ruder-Champions League auf der Berliner Spree heiß her. Vor der malerischen Kulisse der East-Side-Gallery und der Oberbaumbrücke wurden die Finals der besten deutschen und der besten europäischen Sprintachter ausgetragen.

Vizechampion Frauenteam des Crefelder RC

Das Frauenteam hat alles probiert um noch an die Tabellenspitze zu kommen, doch am Ende des Tages wurde es ein 5 Platz in Berlin und somit die Vizemeisterschaften. Das anvisierte  Ziel des Tagessieges, wurde im Viertelfinale gegen Hanau besiegelt, man müsste sich knapp geschlagen geben. Trotz der vertanen Chance auf den Tages-Titel steckten die Damen nicht auf, denn Platz fünf musste nun erreicht werden, um den zweiten Platz im Gesamtklassement zu sichern. Einer Umbesetzung folgte dann nach einem gewonnenen Halbfinale der Sieg über die Hansa-Sprinterinnen Hamburg im Finale um Platz fünf.

"Es ist natürlich schade, auf der Zielgeraden den Titel zu verlieren, aber wir konnten die personellen Probleme und die wenigen Trainingseinheiten nicht mit Kampfgeist kompensieren" sagt Katrin Fliegenschmidt.

Die Damen verabschiedeten sich somit mit der vierten Vizemeisterschaft seit 2009 aus der Saison 2016.

Liga Champion RBL zum 8x in Folge! Champions League Sieger und Gewinner des BestAudit Pokals

Bei den Männern war der Gesamtsieg bereits vor dem ersten Rennen des Tages gesichert- der CRC stand schon vor dem letzten Renntag nach einer bis dahin makellosen als Champion fest.

Allerdings ging es auch bei den Männer mit dem zweiten Platz im Zeitfahren eher durchwachsen los.

Nach zwei klaren Siegen im Viertel- und Halbfinale gegen Aufsteiger Wurzen und den späteren Vize-Ligachampion Mülheim ruderte man im Halbfinale wieder gegen den Zeitfahrgegner und Lokalmatador DWB Holding Achter Berlin.

Auch hier setzten die Crefelder sich klar durch, allerdings kam das Boot nicht so ins "fliegen", wie man es sich für das anstehende Finale gegen den Zeitfahrsieger Emscher Hammer gewünscht hätte. 

So folgte dann auch die erste Saisonniederlage gegen den Ruhrgebietsachter im letzten Finale der Saison. 

Die Männer vom Elfrather See nahmen es jedoch gelassen und schauten mit dem achten Liga-Sieg in Folge voll konzentriert auf das am Sonntag anstehende Finale der Champions League. 

Los ging es mit einem Zeitfahren, dieses Rennen wurde genauso wie das Viertelfinale klar gewonnen. 

Doch nun bekamen die Männer die physische Doppelbelastung von insgesamt acht am Wochenende zu absolvierenden Rennen zu spüren: Der Halbfinalsieg gegen den Auswahlachter vom Olympiastützpunkt Berlin, der mit Olympiasieger Hans Gruhne verstärkt wurde, war ein echter Kraftakt. 

Im Finale hieß der Gegner nun CA Lyon, Zeitfahrsieger aus Frankreich, die alle Vorrennen mit Bravour dominierten und den Vorjahressieger Dukla Prag deutlich besiegten.

Ein schneller Crefelder Start und eine kraftvolle Nachstartphase signalisierte den Franzosen, dass mit dem Deutschen Rekordmeister auch nach vier Rennen mehr durch den Samstag in der RBL zu rechnen ist. 

Lyon hatte ab der Streckenhälfte eine Antwort parat. Die Franzosen sind die in Frankreich geruderte Sprintdistanz von 500m gewohnt und so kamen die Lyoner das letzte Renndrittel immer mehr auf und zogen auf der Ziellinie gleich mit den CRC Männern. Ein absoluter Paukenschlag im Herzschlagfinale für die Zuschauer.

Fünf Minuten bangen Wartens auf das Ergebnis: Zielfoto Entscheid "Totes Rennen" und absolute Zeitgleichheit für beide Teams- ein Ergebnis das in die Geschichte des Sprintruderns eingehen wird und bei allen Beteiligten Erstaunen und Freude auslöste. 

So wurde der Titel des internationalen Sprintchampions salomonisch aufgeteilt, und der aktuelle Achter-Olympiasieger Andrew Triggs- Hodge Member of the Order of the British Empire) aus GB gratulierte den Männern vom Elfrather See mit den Worten :"Great Race, Gentlemen!" Triggs-Hodge hatte somit die Ehre gleich 18 Goldmedaillen zu verteilen.

Die wohl größte Ehre von einem 3 Fachen Olympiasieger eine Medaille überreicht zu bekommen. Ein toller Abschluss einer wieder mal erfolgreichen Achter-Sprintsaison für den Crefelder Ruderclub.

Autor: Sabine Tschäge
Tags: Senioren | International | RBL
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