Crefelder Ruder-Club 1883 e.V.

CRC-Männerachter sichert sich Platz zwei in St. Petersburg

13. Juni 2011
Der Männerachter des Crefelder Ruder-Clubs hat bei der „Golden Blades“-Regatta in St. Petersburg den zweiten Platz erreicht. Im deutschen Nationaltrikot mussten sich die Ruderer vom Elfrather-See im Finale nur dem sehr starken heimischen Achter aus Russland geschlagen geben.

Die Nominierung den Deutschen Ruderverband auf dem ersten internationalen Sprint-Event des Weltruderverbandes FISA zu repräsentieren war schon ein toller Erfolg für den Männerachter des Crefelder RC. Dieser Nominierung ließen sie aber Taten folgen und kehrten aus Russland mit der Silbermedaille zurück.

In der Innenstadt von St. Petersburg zwischen barocken Prachtbauten auf einem engen Kanal fanden die Rennen im k.o.-System statt. Im Viertelfinale musste das deutsche Auswahlboot sich gegen ein junges Team aus St. Petersburg behaupten, gegen das sich die Ruderer um Schlagmann Matthias Simons auch deutlich durchsetzen konnten. Im Halbfinale legte sich dann eine Mannschaft aus Moskau neben den deutschen Achter und wurde wiederum auf der 250 Meterstrecke distanziert, so dass der Finaleinzug perfekt war. Dort erwartete sie eine russische Best-Of-Crew, die zuvor bereits den Achter der US Amerikaner besiegt hatte.

Dementsprechend gespannt waren die deutschen Ruderer ob sie sich auch im Finale behaupten konnten, zumal die Russen allen prototypischen Vorstellung von Ruderern entsprachen: der Kleinste war so groß wie der Größte im deutschen Boot und entsprechend breit und hünenhaft gebaut. Für ihre Körpermaße konnten sie sich zudem ruderisch sehr gut bewegen. Hier erreichten die Deutschen Sprintmeister aus Krefeld die Grenze des Möglichen für dieses Wochenende und mussten eine knappe Niederlage hinnehmen.

Die siegesverwöhnten Ruderer vom Elfrather-See waren daher zunächst etwas enttäuscht, aber im Lauf des Abends war man doch stolz in St. Petersburg mit dem Adler auf der Brust den Deutschen Ruderverband so erfolgreich vertreten zu haben und die Silbermedaille überreicht zu bekommen. Zudem durfte mit anderen prominenten Ruderern wie Luka Spik, Mahe Drysdale und den kanadischen und holländischen Frauenachtern angestoßen und gefeiert werden.

„Mit dem Ergebnis können wir trotz des Wermuttropfens im Finale für das erste Auftreten auf einer internationalen FISA-Veranstaltung insgesamt durchaus zufrieden sein.“, bilanzierte Trainer Stefan Lier nach dem Rennen. „Und man braucht schließlich immer einen Grund und noch einmal wieder zu kommen.“, fügte er zwinkernd hinzu.


CRC Männerachter in St. Petersburg:

Matthias Simons, Thorsten Hütz, Lars Henning, Andreas Baloghy, Dirk Marterer, Moritz Koch, Larus Melka, Marc Benger, Steuermann: Freddy Böhm (Essen)

Trainer: Stefan Lier

Autor: Jan Nikolai Trzeszkowski
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Tags: Senioren | International | RBL
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