Crefelder Ruder-Club 1883 e.V.

CRC-Männerachter vom DRV für St. Petersburg nominiert

19. April 2011
Eine echter Knüllernachricht erreichte die Athleten des Krefelder Männerachters in der vergangenen Woche: Nach den vielen Erfolgen in der Vergangenheit und der bisher guten Saisonvorbereitung hat der Deutsche Ruderverband (DRV) die amtierenden Sprintmeister und Bundesliga-Champions aus Krefeld für die Sprintregatta des Welt-Ruderverbandes FISA nominiert. Der Crefelder RC wird damit bei der Regatta in St. Petersburg (Russland) am Pfingstsonntag in den Farben des DRV an den Start gehen.

Ziel des FISA-Sprint-Events in Russland, zu dem der Weltverband nur die schnellsten Boote der Welt eingeladen hat, ist es den Rudersport direkt in der Innenstadt den Zuschauern näher zu bringen. Ein System wie in der Ruder-Bundesliga, mit einer kurzen Streckenlänge und spannenden Rennen vor beeindruckender Kulisse, ist weltweit im Rudersport einzigartig. Doch der Weltverband ist von der Entwicklung in der Ruder-Bundesliga beeindruckt und will daher testen, ob auch international die Möglichkeiten bestehen den Rudersport zuschauerwirksamer zu präsentieren. Und eben für diese Veranstaltung in Russland hat der Deutsche Ruderverband nun den Männerachter des Crefelder Ruder-Clubs nominiert.

Der Männerachter ist das Flaggschiff des Crefelder RC und hat in den vergangenen beiden Jahren jeweils den Sieg in der Ruder-Bundesliga gewonnen und durch den Titelgewinn auf der Sprintmeisterschaft in den letzten vier Jahren gezeigt, dass die Sportler an den wichtigen Renntagen immer topfit und optimal vorbereitet sind. Das stellt auch DRV-Cheftrainer Hartmut Buschbacher fest: "Die Crefelder haben ihre physische und psychische Stärke auf der Sprintdistanz in den letzten Jahren unter Beweis gestellt", so Buschbacher. "Die extrem kurze Strecke erfordert Sprint-Experten. Sie sind daher für diese Aufgabe genau das richtige Team." lautet seine Begründung für die Nominierung.

Die Nachricht der Nominierung wurde am Elfrather-See mit Freude und viel Jubel aufgenommen, schließlich ist es eine besondere Auszeichnung für einen kompletten Vereinsachter für Deutschland zu starten. Lediglich Steuerfrau Carolin Staelberg, kann in Russland nicht das Kommando über die acht Ruderer übernehmen, da international Frauen keine Männerboote steuern dürfen. Aus diesem Grund nimmt in St. Petersburg Freddy Böhm aus Essen auf dem Steuersitz platz und wird von dort aus die CRC-Sportler antreiben.

Die Rennen im k.o.-System am 12. Juni werden live im russischen Fernsehen übertragen und zudem tausende Zuschauer im Stadtzentrum von St. Petersburg erwartet. Angst haben die Sportler aus Krefeld vor der großen internationalen Konkurrenz keine, lediglich angemessenen Respekt. "Wir haben vor zwei Jahren in Ratzeburg schon ein Mal bewiesen, dass wir die beste Sprintmannschaft in Deutschland sind, als wir den Deutschlandachter auf der Sprintdistanz besiegen konnten.", sagte Lars Henning aus dem Mittelschiff am vergangenen Wochenende nach der Nominierung selbstbewusst.

Am letzten Samstag trainierte die Mannschaft auf dem Elfrather-See bereits das erste Mal zusammen mit dem neuen Steuermann Freddy Böhm um sich schon ein Mal an einander zu gewöhnen und für Russland einzustimmen. "Die gemeinsame Vorfreude war direkt zu spüren, was alle noch zusätzlich motiviert hat und in den nächsten Wochen dazu bringen wird noch härter zu trainieren.", schildert CRC-Pressesprecher Jan Nikolai Trzeszkowski die Stimmung beim gemeinsamen Training am Samstag.

Doch bevor der Krefelder Männerachter in St. Petersburg an den Start geht, stehen in Deutschland noch schwierige und spannende Rennen bevor. Auf der olypmischen Distanz will der Crefelder Ruder-Club bei der Deutschen Großbootmeisteschaft zeigen, dass nicht nur das Sprinten die Paradedisziplin des Achters vom Elfrather-See ist. Zudem startet die neue Ruder-Bundesliga in Frankfurt eine Woche vor dem großen Rennen in St. Petersburg in die neue Saison, bei der der Grundstein für die erneute Titelverteidigung gelegt werden soll.


CRC Männerachter in St. Petersburg:
Matthias Simons, Thorsten Hütz, Lars Henning, Andreas Baloghy, Dirk Marterer, Moritz Koch, Larus Melka, Marc Benger
Steuermann: Freddy Böhm (EtuF Essen)
Trainer: Stefan Lier

Autor: Jan Nikolai Trzeszkowski
Email:
Tags: Senioren | International | RBL
2088 mal gelesen