Crefelder Ruder-Club 1883 e.V.

Das geht Ja(hr) gut los für den CRC…

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© Markus Wöstemeyer

5. Februar 2019
Bei der Deutschen Ruder-Ergometermeisterschaft, die am vergangenen Wochenende in Essen-Kettwig ausgetragen wurde, gewann Jan Henrik Szymczak den ersten großen Titel des Jahres für den Crefelder Ruder-Club. Er wurde Deutscher Meister auf dem Ruderergometer in der U19-Altersklasse. Der CRC-Männerachter schrammte am Titel vorbei. Mit zwei Sekunden Rückstand mussten sich die Recken des Crefelder Ruder-Clubs gegenüber dem Achter aus Leverkusen geschlagen geben.

Im Vorlauf am Vormittag hatte sich Szymczak noch zurückgehalten und einige Körner für das Finale gespart. Eine souveräne Fahrt bescherrte Szimszak und seinem Vereinskameraden Julian Garth eine Qualifikationszeit unter den ersten 10 und damit das Ticket für das Finale. Szymczak setzte sich im nachmittäglichen Finale mit einem harten Startspurt sofort deutlich an die Spitze des Feldes und baute seinen Vorsprung auf der ersten Hälfte immer weiter aus. Am Ende ungefährdet setzte sich Szymczak verdient als neuer Deutscher Meister durch. Er hatte sogar 500m vor dem Ziel noch Luft um seinen direkt neben ihm rudernden Vereinskameraden Julian Garth anzufeuern, der sich gerade in einem harten Kampf um den zweiten Platz befand. Die Trainer Max Johanning und Markus Wöstemeyer, die hinter den Ergometern ihrer Schützlinge saßen, schauten sich verwundert an. Scheinbar hatte die Aufmunterung von der Seite ihre Wirkung nicht verfehlt. Auch Garth setze sich im Schlussspurt durch und gewann Silber über die 2000m-Ergo-Distanz. Mit dem Sieg konnte Szymczak sich für die Ergometer-Weltmeisterschaft in Los Angeles Ende Februar qualifizieren.

Im Rennen des Männer-Achters wollte der CRC den Titel wieder zurück nach Krefeld holen. Nach der knappen Niederlage im vergangenen Jahr wurde der Titelverteidiger aus Leverkusen herausgefordert. Schnell zeigte sich jedoch, dass gegen den Werksachter vom RTHC Bayer Leverkusen kein Kraut gewachsen war. So kam der CRC-Achter mit Matthias Keulen, Larus Melka, Moritz te Neues, Leonhard Zerni, Lars Henning, Jan Henrik Szymczak, Hendrik Klose und Jan Renner zunächst auf Platz zwei ins Ziel. Nach der Erschöpfung folgten bange Minuten des Wartens. Der zweite Achter-Lauf musste erst im Ziel sein, um Gewissheit über die eigene Platzierung zu haben. Schließlich reichte es wie im Vorjahr wieder zur Silbermedaille.

Für den Junioren-Vierer reichte es am Ende nur für den undankbaren vierten Platz. Lange hatte das Team mit Matthias Parlow, Lara Horster, Pia Renner und Jan Henrik Szymczak auf dem Bronze-Rang gelegen, musste auf der zweiten Streckenhäfte aber die Lokalmatadoren aus Essen ziehen lassen. Am Ende fehlte eine Sekunde zur Medaille. Szymczak sagte nach den vier Rennen, die er an diesem Tag bestritten hatte: „So einen Tag brauchst du nicht ständig. Im Einzelrennen musste ich ja am Ende nicht mehr alles rausholen, aber es ist trotzdem hart. Das steckt einem bei den 350m im Achter und den 500m im Vierer dann schon noch gewaltig in den Beinen. Aber ich bin super happy. Gold gewonnen und dann noch Silber im Achter…“ Trainer Markus Wöstemeyer ergänzte noch: „Szymczak war für den Vierer eigentlich gar nicht vorgesehen, musste aber für Julian Garth einspringen, der sich bei seiner Silber-Fahrt völlig ausgepowert hatte. Toll, dass er das gemacht hat. Die Zeitabstände waren in den Finals wirklich nicht lang. Eine super Leistung.“

    Ebenfalls ins Finale schaffte es Louisa Heinermann bei den Leichtgewichts-Juniorinnen der Altersklasse  U19. Völlig erschöpft nach der tollen Vorlaufleistung konnte Heinermann sich noch nicht so richtig über den Einzug ins Finale freuen. Heinermann sagte selbst: „Ich freue mich über das gute Rennen, ich habe wirklich alles gegeben. Im Moment kann ich mir aber nicht vorstellen, wie ich das heute Nachmittag noch einmal schaffen soll.“ Mit Platz 10 zeigte sie sich schließlich aber dann doch zufrieden, auch wenn die Zeit wenige Sekunden langsamer war als im Vorlauf. Ohne Vorlauf konnte Pia Renner direkt ins Finale der Leichtgewichts-Frauen der offenen Altersklasse einziehen. Mit Platz acht war das Ziel in der höheren Altersklasse für die Juniorin zwar erreicht, mit dem Rennen war Renner jedoch nicht zufrieden. „Ich konnte nicht das zeigen was ich eigentlich drauf habe. Nach 1000m haben mir die sehr warmen und stickigen Bedingungen in der Halle echt zu schaffen gemacht.“ Knapp am Finale vorbei ruderte Lara Horster. Mit Platz 11 im Vorlauf reichte es um eine Sekunde nicht für die Top-Ten.

Das Ergebnis bei den aller Jüngsten zeigt, dass der CRC eine hervorragende Nachwuchsarbeit macht. Mit insgesamt 14 gemeldeten Startern in der U15-Altersklasse stellte der CRC einen Großteil der gestarteten Sportler bein Indoor-Cup. Unter die Top-Ten schafften es Eva Schüller mit Platz vier, Emilia Heßke auf Platz fünf und Lambert Hattstein mit Platz sieben. Nachwuchstrainer Paul te Neues zeigte sich nach den Rennen zufrieden: "Wichtig ist, dass die Veranstaltung für alle ein Erlebnis war. Die Ergebnisse sind in dem Alter noch zweitrangig. Aber wir freuen uns natürlich, dass drei unserer Sportler so weit vorne waren, auch wenn sie den Sprung aufs Podest knapp verpasst haben."

Autor: Markus Wöstemeyer
Tags: Kinder | Junioren | Senioren | International | RBL | Allgemeines
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