Crefelder Ruder-Club 1883 e.V.

Deutsche Kleinbootmeisterschaft für Deutschlands stärkste Ruderer

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© Sabine Tschäge

14. April 2016
Vom 15. – 17. April 2016 finden in Köln die Deutschen Kleinbootmeisterschaften und das Ranglistenrennen im Kleinboot für die U19 Nationalmannschaftsanwärter, auf dem Fühlinger See in Köln, statt. Während andere große Rudernationen wie Großbritannien oder Neuseeland bereits ihr Team für die olympischen Spiele benannt haben, sind Deutschlands Beste Ruderer noch mit der nationalen Qualifikation beschäftigt.

Mit dabei die Ausnahmeathleten des Crefelder Ruder-Clubs, allen voran Lisa Schmidla und Jonathan Rommelmann, die sich einen der begehrten Rollsitze für Rio erobern wollen. Für die U23 und U19 Ruderer ist dies zudem eine erste Standortbestimmung, für die 2. Rangliste im Mai in Hamburg, bei der die wichtigen Startplätze für die Nationalmannschaft ausgerudert werden.

„Die Zielsetzung für mich ist klar, ich will unter die Top 3, mindestens aber Platz 4. Meine Vorbelastungen waren gut, aber ich weiß auch, dass ich noch eine deutliche Steigerung am Wochenende hinlegen muss“, so Schmidla, wohl wissend, das sich mit ihr ihre Mannschaftskolleginnen aus dem Vierer und Zweier das gleich Ziel gesteckt haben. Der Frauen Skull Bereich gehört seit Jahren zur internationalen Weltspitze. Mit im Rennen beim Frauen Einer rudert auch Marisa Staelberg, die aber nur Aussenseiterchancen hat, zudem gänzlich ohne Vorbelastung die Rennen fahren muss, ein grippaler Infekt hatte sie 10 Tage außer Gefecht gesetzt. U23 Ruderin Michaela Staelberg, will anders als letztes Jahr, wo sie nicht gut in den Wettkampf gekommen war, was ihr hinterher bei der U23 WM nur den Ersatzplatz brachte, von Anfang an mitmischen und unter die besten U23 Skullerinnen vor fahren.

Für noch U23 Ruderer Jonathan Rommelmann, der aber bereits in der offenen Klasse mitmischt wird es ein ganz heißes Wochenende. Der Kampf um die 2 begehrten Olympiaplätze, für den leichtgewichtigen Männer Doppelzweier, ist nach wie vor offen. Gleich 40 Konkurrenten stellen sich der Herausforderung. Chef-Bundestrainer Marcus Schwarzrock hat für die 6 Olympiaanwärter als Zielsetzung mindestens Platz 8 im Einer, zur weiteren Qualifikation, ausgegeben. „Das wird ganz eng, wir liegen von den Vorleistungen sehr eng zusammen, die Tagesform und der Rennrhythmus werden entscheidend sein“, so Rommelmann, der zudem sein Wettkampfgewicht von 72,5 Kg bringen muss. Aber für den jungen Mann keine ungewohnte Situation und die Herausforderung im Wettkampf nimmt er gerne auf sich.

Für die U23 Riemen Männer vom CRC geht es am Wochenende gegen die Recken aus dem Deutschlandachter. „So langsam kommen wir besser in Schwung, meine Verletzung im Winter, bei der ich 3 Monate nicht rudern konnte, haben wir noch nicht ganz aufgeholt, aber die Belastungen am Wochenende zeigen einen deutlichen Aufwärtstrend“, so Laurits Follert, der mit Partner Jacob Schulte-Bockholt angreifen will, wenn es um die vorläufigen U23 Nationalmannschaftspläze geht. In guter Form präsentierte sich auch der 2 Meter Hüne Marc Leske, der mit Partner Christopher Reinhardt aus Dorsten ebenfalls gute Vorleistungen gezeigt hat. Noch wechselhaft, aber mit richtigen Ansätzen zeigt sich der Zweier von Lukas Geller und Jacob Gebel „wir schaffen es noch nicht, immer sofort in den Rennrhythmus zu kommen, aber ich denke das wir über die Vorbelastung genug gelernt haben, so dass wir am Wochenende eine weitere Steigerung unserer Leistung zeigen möchten“, so Geller zu den Chancen für den „Aufsteiger -Zweier“ in den Erwachsenen Bereich.

Henriette te Neues rudert im leichtgewichtigen Frauen Einer und Sophie Baloghy zusammen mit Vera Spanke im Frauen Zweier ohne Steuerfrau. Beide Boote gehören dem U23 Bereich an.

U19 Ruderer Konstantin Nowitzki muss am Wochenende unter die besten 8 Skuller vor fahren, will er seine Chancen für einen Startplatz in der vorläufigen U19 Nationalmannschaft wahren. Das Langstreckenergebnis mit Platz 6 in Leipzig, gibt berichtigte Hoffnungen, dass dies ein machbares Ziel ist.

Für die gerade erst in den U19 Bereich aufgestiegen, Joost Follert und Marcel Habig, sowie Charlotte Lier, die zusammen mit Lena Sarassa aus Lüdinghausen im Zweier ohne Steuermann an den Start gehen, wäre ein Platz unter den Besten 18 Booten, bereits als Erfolg zu verbuchen.

Noch am Start, aber nur mit Aussenseiterchancen bei den U19 Ruderern: Hendrik Klose in Renngemeinschaft mit Düsseldorf im Zweier ohne Steuermann, sowie Erich Menssen und Jan Renner im Einer.

Autor: Sabine Tschäge
Tags: Junioren | Senioren
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