Crefelder Ruder-Club 1883 e.V.

Deutsche Kleinbootmeisterschaft und Junioren Test 2015 in Brandenburg

16. April 2015
Die Top-Ruderer und Ruderinnen des Crefelder Ruder-Club starten an diesem Wochenende in Brandenburg in die Rudersaison, mit der Deutschen Kleinbootmeisterschaft und dem Frühtest der Junioren. Hierbei werden die schnellsten Boote im Einer und Zweier ohne Steuermann ausgefahren.

Nach den Ergebnissen werden Chef-Bundestrainer Markus Schwarzrock (Hamburg) und U19/U23 Bundestrainerin Brigitte Bielig (Dresden) erste Vorschläge für die Bildung der Mannschaftsboote machen, die dann im Sommer den DRV bei den WMs vertreten sollen. Mit dabei Aushängeschild Lisa Schmidla, die sich wieder auf ihren geliebten 2000 Metern „austoben“ darf.

Freitag den 17. April geht es ab 15:00 Uhr mit den Vorläufen zur Deutschen Kleinbootmeisterschaft los. Der Crefelder Ruder-Club kann erneut ein großes Aufgebot in Brandenburg an den Start bringen. Lisa Schmidla startet im Frauen Einer. Letztes Jahr gewann sie dort die Silbermedaille, und die möchte sie auch gerne verteidigen. Doch einfach wird es für Weltmeisterin Schmidla nicht: „meine Kolleginnen aus dem Doppelvierer werden das gleiche vor haben wie ich, dass wird nicht leicht, aber ich hoffe ich komme über die Rennen ordentlich in Schwung!“ Anfangs der Woche noch durch einen Magen-Darm Infekt geschwächt, ist sie hoffentlich zum Wochenende rechtzeitig fit. 

Miriam und Sara Davids wollen ihr gutes Abschneiden von der Langstrecke in Leipzig vor 14 Tagen, bei der sie den 3. Rang belegten, widerholen. „Der Zweier läuft gut, wenn wir am Start locker bleiben und das Boot laufen lassen, dann sind wir auch direkt dabei, die zweiten 1000 Meter liegen uns meistens sowieso ganz gut“, berichtet Sara Davids, die mit Ihrer Schwester gerne in die Medaillenränge fahren möchte. Ebenfalls gut in Form präsentierte sich Johanna te Neues mit Partnerin Ulrike Törpsch (Pirna) beim abschließenden Streckenfahren. Nun hoffen sie, dass sie dies auch am Wochenende umsetzen können, zumal te Neues auch noch mit einer abklingenden Erkältung kämpfen musste. Die jünger Schwester Henriette te Neues tritt zusammen mit Anna Brendel (Minden) in ihrem ersten Seniorinnen Jahr an. Das Duo versucht bei den U23 Zweiern mit zu fahen. Rechtzeitig in Form zu kommen scheint der Zweier von Marisa Staelberg, die zusammen mit Elisaveta Sokolkova (Lauingen) ins Rennen geht. Zuletzt mit einigen technischen Problemen behaftet, lief es bei der Abschlussbelastung gut. „Das hat uns Selbstvertrauen gegeben, nach Leipzig wollte erst einmal nichts klappen, aber jetzt befinden wir uns in aufsteigender Form“, beschreibt Saelberg den momentanen Zustand ihres Zweiers. Das Ziel erneut schnellstes U23 Boot zu werden hat sie dabei fest im Blick.

U23 Ruderer Jonathan Rommelmann startet im leichtgewichtigen Männer Einer, bei dem die Ruderer maximal 72,5 Kg wiegen dürfen. „Endlich geht es „Mann gegen Mann“, dass liegt mir einfach mehr als das Einzelzeitfahren bei der Langstrecke und das neue Boot hat auch nochmal eine Verbesserung gebracht“, berichtet Rommelmann, der sich in guter Verfassung bei den Abschlussbelastungen präsentierte und vom CRC ein neues Boot zur Verfügung gestellt bekommen hat.

Wie Schmidla tritt auch Michaela Staelberg im Frauen Einer an. Staelberg gehört aber auch noch der U23 Klasse an und versucht bei den „Großen“ mit zu mischen. Zuletzt jedoch nicht ganz so schnell wie erhofft im Einer unterwegs, hofft sie in Brandenburg durch engagierte und mutige Rennen zu alter Stärke zu finden. Vorrangiges Ziel ist es sich im Feld der U23 Ruderinnen zu etablieren.

Gleich 3 Männer Zweier ohne Steuermann schickt der CRC an diesem Wochenende an den Start. Olympiasieger Kristof Wilke will dabei mit Partner Anton Braun (Berlin) zurück in die Erfolgsspur. „Wir können schnell rudern, aber nicht immer stimmt unser Rhythmus überein, dann haben wir wirklich Probleme optimal das Boot vorwärts zu bringen“, erzählt ein motivierter Wilke, der am Wochenende mit Braun alles auf „Angriff“ stellt. U23 Ruderer Laurits Follert und Jacob Schulte-Bockholt wollen als „Aufsteiger“ Zweier, zuletzt mit persönlichen Bestwerten auf dem Ergometer bei den U23 Zweiern in die vordere Hälfte rudern. Das hat auch Marc Leske mit Partner Rene Stüven (Herne) vor. Bei der Langstrecke noch nicht ganz so schnell unterwegs, zeigten sie bei der Abschlussbelastung, dass in Brandenburg mit ihnen zu rechnen ist.

Nicht starten können im Frauen Zweier ohne Steuerfrau Sophie Baloghy mit Partnerin Vera Spanke (Neuss) und Jakob Gebel mit Partner Janek Schirrmacher (Siegburg). Schirrmacher und Baloghy schreiben am Freitag eine Abiturklausur.

Am Samstag, den 18. April heißt es im Junior Einer der U19 für Simon Straßburg, der zuletzt mit seinem 5. Platz in Leipzig, auf sich Aufmerksam machen konnte zum ersten Mal „Achtung – Los“. Straßburg gehört noch dem jüngeren Jahrgang an, daher ist die Rangliste für den jungen CRC Ruderer eine erste ernst zu nehmende Standortbestimmung. Mit im Feld sind auch Konstantin Nowitzki und Jonas Mark unterwegs. Alles andere als „rund“ läuft es für Lukas Geller in dieser erst jungen Saison. Bei der Langstrecke brach der Ausleger und vereitelte ein Ergebnis und im Ostertrainingslager holte sich sein Partner Aaron Quindow (Essen) eine Sehnenscheidenentzündung, die noch nicht ausgeheilt ist. Durch einen krankeits bedingten Ausfall in einem anderen Zweier, wurde jetzt für Brandenburg mit Christopher Reinhardt (Dorsten) eine neue Kombination gebildet. 

Autor: Sabine Tschäge
Tags: Junioren | Senioren
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