Crefelder Ruder-Club 1883 e.V.

Die Saison 2015 wird für die Kadersportler des CRC in Leipzig eröffnet

26. März 2015
Zum ersten auf einander treffen, der Besten Ruderer des Deutschen Ruderverbandes, kommt es am kommenden Wochenende in Leipzig. Mit dabei das Großaufgebot der Kadersportler des Crefelder Ruder-Clubs.

DRV Chef-Bundestrainer Markus Schwarzrock/Ratzeburg und U23/19 Bundestrainerin Brigitte Bielig/Dresden wollen an diesem Wochenende sehen, wie sich die diesjährigen WM Bewerber über den Winter individuell vorbereitet und entwickelt haben. Dabei geht es am Samstag für alle über die olympische Distanz (2 Km) auf dem Ruderergometer. Am Sonntag dann auf die Langstrecke im Kleinboot über 6 Km, auf dem Elster-Saale- Kanal in Leipzig. Für die Aktiven eine echte Herausforderung, müssen sie doch 2 Mal innerhalb von 48 Stunden bis an ihre Leistungsgrenze gehen.

CRC Ausnahmeathletin Lisa Schmidla, will dabei ihre persönliche Bestzeit auf dem Ruderergometer erneut unterbieten. „Die Vorbelastung am Dienstag ist ganz gut gelaufen, ich bin zuversichtlich, dass ich Samstag meine Leistung bringen kann“, resümiert Schmidla. Bei der Langstrecke am Sonntag will sie das verpatzte Ergebnis aus dem Herbst revidieren, als sich Blätter in ihrem Schwert verfangen hatten und den Bootslauf erheblich abgebremsten. Die Vorbereitung im Winter ist für Schmidla gut gelaufen, wenige Krankheitsausfälle lassen auf eine gut trainierte und motivierte Schmidla hoffen.

Kristof Wilke will nach der verkorksten Saison im letzten Jahr, wo ihn mehrere Kankheitsausfälle gebremst hatten, wieder in die Erfolgsspur zurück. Der Olympiasieger und Schlagmann des Deutschlandachters von 2012 sieht dafür eine gute Ausgangsbasis. „Das Training hat gut geklappt und auch mit meinem neuen Partner Anton läuft der Zweier ordentlich“, erzählt Wilke, der seit dem Winter mit Partner Anton Braun aus Berlin im Zweier ohne Steuermann sitzt. Bei der Ergometerüberprüfung will er nochmal an die persönliche Bestzeit anknüpfen.

Sara und Miriam Davids gehen in Leipzig wie gewohnt im Frauen Zweier ohne Steuerfrau an den Start. Dabei war dies zu Anfang des Jahres nicht klar, da Sara Davids im Prüfungsstreß für ihr Staatexamen als Physiotherapeutin steckt und ein Trainingslager in der Vorbereitung auslassen musste. „Ich bin überrascht, dass ich es trotz des vielen Lernens und praktischen Übungen, doch geschafft habe meine Trainingspensum ordentlich durch zu ziehen und freue mich, dass ich mit meiner Schwester im Zweier an den Start gehen kann“, berichtet Sara Davids. In den letzten Jahren gehörten die Zwillinge immer zu den deutschen Top 4 Zweiern:“ einen Platz weiter nach vorne würden wir schon gerne fahren“, weiß Miriam Davids zu berichten. Aber vorher müssen beide am Samstag ihre individuelle Leistung auf dem Ruderergometer abliefern.

Johanna te Neues geht mit Ulrike Törpsch aus Pirna im Frauen Zweier ohne Steuerfrau an den Start. Der neu formierte Zweier sucht noch seine Leistungskonstanz, te Neues hofft aber, dass sie am Sonntag ihren Rhythmus finden. Auch im Rennen der Frauen Zweier startet Marisa Staelberg, die seit 3 Jahren zur Leistungsspitze im U23 Bereich gehört. Zusammen mit Elisaveta Sokolkova aus Lauingen will sie erneut an die Spitze der U23 fahren und auch den ein oder anderen A- Zweier hinter sich lassen. Mit am Start auch die jüngere Schwester von Johanna te Neues, Henriette, die zusammen mit Anna Brendel aus Minden an den Start geht. Für Henriette te Neues ist es das erste Jahr bei den U23 und sie hofft, sich in das Mittelfeld der U23 einreihen zu können. Leider zu viele krankheitsbedingte Ausfälle verhindern den Start von Sophie Baloghy, die sonst auch im Zweier ohne der U23 am Start wäre. Baloghy befindet sich aber im Aufbautraining. 

Für Jonathan Rommelmann ist es Richtung 2015 die erste Standortbestimmung. Bei der Herbstlangstrecke konnte er wegen Krankheit nicht an den Start gehen. Rommelmann gehört seit 2013 zur festen Größe im DRV bei den leichtgewichtigen U23 Männern im Einer, die mit einem Schnittgewicht von 70 Kg an den Start gehen. Rommelmann hat sein Ziel fest vor Augen:„ meine Bestzeit auf dem Ergometer würde ich gerne unterbieten und dann bei der Langstrecke meinen Rhythmus finden“, denn dann läuft der Einer bei ihm wie am Schnürchen, weiß der ehrgeizige Medizinstudent.

Ebenfalls als Einzelkämpferin geht U23 Ruderin Michaela Staelberg im Frauen Einer an den Start. Die Vorbereitung lief für Staelberg nicht ganz optimal, mehrere Ausfälle wegen Krankheit, haben immer wieder Unterbrechungen in die Trainingsvorbereitung im Winter gebracht. Aber die Studentin der Wirtschaftspsychologie ist ein Wettkampftyp und mit einer kämpferischen Leistung will sie an ihre persönliche Leistungsgrenze gehen.

Gleich mit drei Aufsteiger-Zweiern, die aus dem U19 Bereich in den Senioren Bereich gewechselt haben, startet der CRC im Männer Zweier ohne Steuermann. Bei der Herbstlangstrecke konnten sich Laurits Follert und Jacob Schulte-Bockholt in Bestform präsentieren, daran möchten sie auch gerne in Leipzig anknüpfen. Jakob Gebel, der zusammen mit Janek Schirrmacher aus Siegburg an den Start geht, will ebenfalls an das gute Abschneiden aus dem Herbst anschließen. Maschinenbau Student Marc Leske, der mit Rene Stüven aus Herne an den Start geht, will diesmal mit einer ruderisch guten Leistung bei den U23 aufmerksam machen. 

Am Sonntag starten auch die Bewerber für den U19 Skull Bereich in Leipzig. Anders als bei den Senioren starten sie nur über die Langstecke. Mit dabei Simon Straßburg, Konstantin Nowitzki und Jonas Mark, die sich im Bundesweiten Vergleich messen wollen. Für sie ist der erreichte Platz auch gleichzeitig der Startplatz für die Ranglistenüberprüfung Ende April in Brandenburg.

Ein großes Aufgebot, was der CRC an diesem Wochenende in Leipzig an den Start schickt. „Wir haben mit allen gut gearbeitet und über den Winter Fortschritte erarbeitet, aber einige der jüngeren stecken mitten in der Abiturvorbereitung und unsere Studenten haben zum Teil noch bis zur letzten Minute für ihre Klausuren gebüffelt, wir müssen sehen, wie sie das alles unter einen Hut bekommen haben“, schätz CRC Trainerin Sabine Tschäge die Möglichkeiten der Aktiven ein.

Autor: Sabine Tschäge
Tags: Senioren
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