Crefelder Ruder-Club 1883 e.V.

Erfolgreiche Titeljagt für CRC Athleten und 6 WM Nominierungen

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© Sabine Tschäge

30. Juni 2016
CRC erfolgreichster Verein bei den U23 - Gewinn des Peter-Velten Pokals

Wetterkapriolen in Hamburg und im Dove –Elbe Wasserpark auf der Regattastrecke, mehrmals mussten die Finalläufe der U23 unterbrochen werden, insgesamt waren es aber trotz allem meistens faire Bedingungen und damit einer Meisterschaft würdig. Gleich 5 Athleten des Crefelder Ruder-Club schafften den Sprung in die Nationalmannschaft und auch Trainerin Sabine Tschäge wird Ende August die Farben Deutschlands bei der U23 und U19 WM in Rotterdam vertreten. Eine Besonderheit war der Gewinn des Peter Velten Pokals für die U23, der jährlich an den erfolgreichsten Verein in dieser Altersklasse vergeben wird.

Überglücklich strahlte Michaela Staelberg am Siegersteg: „ich bin Glücklich, das war ein gutes Rennen und die Schlagposition hat mir richtig Spaß gemacht“, damit schlüpft die 21jährige in die Fußstapfen ihres Vorbildes Lisa Schmidla, die auch im Doppelvierer auf Schlag sitzt. Zusammen mit Tina Christmann aus Berlin ruderte sie im Doppelzweier der U23 noch auf den Bronzerang. Im Doppelvierer wird Staelberg auch bei der U23 WM sitzen.

Alles andere als ein Sieg wäre verwunderlich gewesen, der „kleine“ Deutschlandachter demonstrierte seine Stärke und setzte sich mit 1,5 Bootslängen Vorsprung durch, maßgeblichen Anteil am Titelgewinn hatte dabei das CRC-Trio Laurits Follert, Marc Leske und Jacob Schulte-Bockholt. Zusammen mit Christopher Reinhardt aus Dorsten holten sie auch noch Silber im U23 Vierer ohne Steuermann. Eine beeindruckende Bilanz und damit bleibt das CRC Trio bei der U23 WM in der Prestige Bootsklasse - dem Achter!

„Das ist sehr bitter, nach wirklich tollen 1600 Metern so unglücklich zu verlieren, ich bin im Moment schon sehr enttäuscht“, so Jonathan Rommelmann, der mit Partner Philipp Grebner aus Mainz eigentlich den Titel im leichtgewichtigen U23 Doppelzweier verteidigen wollte. Gesundheitliche Probleme bei Grebner im Vorfeld, haben aber dazu geführt, dass er auf den letzten 400 Metern eingebrochen ist. „Wir wollten, aber Philipp ging es nicht gut im Endspurt, das wir dann mit 5 Zehnteln verlieren, obwohl wir bei 1000 Metern schon Wasser zwischen uns und Würzburg/Erlangen gebracht hatten… das wäre fit nicht passiert“, ist sich Rommelmann sicher, der mit der Silbermedaille vorlieb nehmen musste. Auf Grund seiner guten und überragenden Ergebnisse in diesem Jahr im Einer, wurde er aber im Einer für die U23 WM nominiert. Wie schon im letzten Jahr wird ihn CRC Trainerin Sabine Tschäge für die WM vorbereiten. Im Doppelvierer wurde noch Bronze errudert. Für den 21 Jährigen waren die Titelkämpfe in Hamburg eher ein Schlag ins Wasser, jetzt hofft er, dass er im Einer bei der WM zeigen kann, was er drauf hat!

„Wir wollten bei der WM unbedingt zusammen Doppelzweier fahren, Henri hat nochmal im Endspurt, obwohl wir schon deutlich in Führung waren, ordentlich aufgedreht“, so Konstantin Nowitzki, der mit Partner Henri Schwinde aus Münster im U19 Doppelzweier nichts anbrennen lies und mit sagenhaften 8 Sekunden Vorsprung (Entspricht 3 Bootslängen Führung) gewinnen konnte. Die Leistung überzeugte auch Bundestrainerin Brigitte Bielig/Dresden, die das Duo zur JWM Ende August und zur JEM in 14 Tagen in Trakai/Litauen nominierte. Im Doppelvierer erruderte er sich noch die Silbermedaille.

„Ich wusste das sie es können, um so mehr freue ich mich über die Silbermedaille von Lukas und Jacob“, so Trainerin Sabine Tschäge, die dem Duo schon in der Saison viel zugetraut hatte, jetzt zum Saisonabschluss haben Jakob Gebel und Lukas Geller nochmal gezeigt, das ihnen mit der Silbermedaille im U23 Männer Zweier ohne Steuermann die Zukunft gehört. Lukas Geller konnte zudem in Renngemeinschaft noch einen Bronzerang im Achter errudern.

Silber geb es für Charlotte Lier im U19 Achter, mutig waren sie das Rennen angegangen und hatten vor der favorisierten Renngemeinschaft der Nord/Ost Gruppe gelegen, bei Streckenhälfte mussten sie aber abreißen lassen, nur eine halbe Bootslänge Rückstand im Ziel. Für die junge Lier, in ihrem ersten U19 Jahr ein silberner Einstand, der nächstes Jahr auf mehr hoffen lässt. Im Vierer ohne Steuerfrau ruderte sie im Finale auf den 5 Platz.

Das spannendste und auch knappste Rennen der Meisterschaft lieferten Lars Hermsdorfer und Michael Rieske im leichtgewichtigen U19 Zweier ohne Steuermann ab. Vom Start an entbrannte ein Bord an Bord Kampf mit dem Boot aus Essen, buchstäblich mit dem letzten Schlag schoben die Essener mit 3 Hundertstel ihren Bugball über die Ziellinie, mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen, musste der Zielfilm entscheiden. Ein packendes Rennen das mit einer Silbermedaille belohnt wurde. Zusammen mit Jonas Geller und Tom Krüger aus Düsseldorf ruderten sie im Vierer ohne Steuermann der leichtgewichtigen U19 auf den Bronzerang.

Fast wäre es Silber geworden und eine kleine Sensation, doch im Schlussspurt setzte sich das 2. DRV Boot im leichtgewichtigen U23 Frauen Doppelvierer knapp durch, aber für Henriette te Neues in ihrem ersten Jahr in der leichtgewichtigen U23 Klasse, ein toller Erfolg.

Mit dem 6. Platz im Frauen Vierer ohne der U23 musste Sophie Baloghy vorlieb nehmen. Ein 5. Platz wurde es für Theresa Pfennig im leichtgewichtigen U19 Doppelvierer. Auch ins B Finale auf den 3. Platz ruderte Eric Menssen und Jan Renner in Renngemeinschaft im U19 Doppelvierer. Jost Follert und Marcel Habig schieden im U19 Vierer ohne Steuermann aus. Einen Achtungserfolg sicherten sich Georg Pfennig und Pia Renner im leichtgewichtigen U17 Einer, beide ruderten in das B-Finale.

Das Trainerteam mit Sabine Tschäge, Markus Wöstemeyer und Pierre Hein, ist insgesamt mit dem Abschneiden ihrer Schützlinge zufrieden. Für das Trainertrio waren es 5 anstrengende Meisterschaftstage, die Wetterkapriolen haben es nicht leicht gemacht, 34 Grad zu den Vorläufen, Gewitter zu den Hoffnungsläufen und Halbfinals, Gewitter und Dauerregen und damit einher gehend ein „Schlammwüste“ auf dem Regattaplatz bei den Finals der U23 und wieder Sonnenschein zu den U19 Finals. „Wir sind als Freiluftsportart viel gewöhnt, aber das war schon extrem, auch die vielen Unterbrechungen wegen der Gewitter“, so Tschäge zum Wochenende.

Autor: Sabine Tschäge
Tags: Junioren | Senioren | International
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