Crefelder Ruder-Club 1883 e.V.

Erster großer Test für die Olympiavorbereitung

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© Sabine Tschäge

28. November 2015
An diesem Wochenende geht es für die CRC Kaderathleten in Dortmund zur Sache.

Ein Mammutprogramm haben die Spitzenkräfte, allen voran Lisa Schmidla, des CRC dabei zu absolvieren. Am Samstag gibt es den Wettkamptest auf dem Ruderergometer, über die olympische Distanz von 2000 Metern, dabei werden Laktatwerte von bis zu 20 mml/L erreicht. Eine absolute Ausbelastung, die alles abverlangt. 24 Stunden später geht es dann über 6 Km im Einzelzeitfahren über den Rhein-Herne Kanal im Einer für die Skuller und im Zweier ohne Steuermann für die Riemer. 

Fester Stamm im Olympiakader ist Schlagfrau Lisa Schmidla, die sich aber nicht auf ihrer erbrachten Leistung aus dem Vorjahr ausruhen kann, wo sie mit Abstand die Beste Zeit auf dem Ruderergometer zeigte. „Ich versuche nahe ein meinen Bestwert heran zu fahren, aber ganz knacken kann ich ihn sicherlich im Moment nicht. Unsere Vorbereitung läuft, da unserer Bootsklasse bereits qualifiziert ist etwas anders ab. Meine Mitruderinnen aus dem Vierer möchte ich aber schon gerne in Schach halten“, erklärt Schmidla ihre Vorgabe fürs Wochenende.

Viel härter trifft es die Riemenruderinnen des CRC, der Achter muss im Mai noch die Qualifikation für die olympischen Spiele holen. Nach der WM in diesem Jahr wurde der Bundestrainer abgesetzt. Eine Interimslösung bis Olympia wurde erst sehr spät durch den DRV bekannt gegeben. Chef Bundestrainer Marcus Schwarzrock hatte bis dahin aber schon einmal die Losung ausgegeben, dass alle Achterruderinnen bei ansprechender Leistung, wieder zum Kader gehören werden und über die Langstrecke und Ergo nur 4 -6 weitere Plätze vergeben werden. Für die CRC Ruderinnen Miriam und Sara Davids, sowie Marlene Sinnig, die ihren ersten Wettkampf nach der Babypause mit Johanna te Neues im Zweier absolviert, sowie Marisa Staelberg, die zusammen mit Clara Redetzki aus Tübingen fährt eine schwierige Aufgabe. Auch weil das frühe Bekannt geben über den Kaderkreis, der bei der WM nicht überzeugen konnte, auf Unverständnis trifft. „Wir hoffen natürlich, dass sich unsere CRC Ruderinnen durchsetzen können, sie haben gut trainiert und sind sehr fokussiert auf das Ziel Olympia“, weiß CRC Trainerin Sabine Tschäge zu berichten.

„Olympia ist mein Ziel!“, das formulierte Jonathan Rommelmann zu Recht, bei der Nachfrage zu seinen Zielen bei der Ehrung nach der WM im Sommer. In diesem Jahr konnte er seine Leistungen als U23 Weltmeister und Vizeweltmeister eindrucksvoll in Szene setzen. Jetzt will er in Dortmund seinen Bestwert auf dem Ergometer knacken und den etablierten Leichtgewichts Doppelzweier angreifen, um möglichst für das erste Wassertrainingslager des A-Kaders in Sevilla/Spanien berücksichtigt zu werden.

Einige Verletzungssorgen gibt es hingegen im U23 Kader des CRC. U23 Weltmeister Laurits Follert kann auf Grund einer Verletzung nicht in das Geschehen eingreifen, z.Z. befindet er sich in der Aufbauphase, so dass Zweier Partner Jacob Schulte-Bockholt einen Zweier mit Ersatzpartner Maximilian Wagner aus Münster fährt. Marc Leske hingegen kann mit seinem Zweier Partner Christopher Reinhardt aus Dorsten in der Stammbesetzung an den Start gehen. Jacob Gebel wir wohl im Einer an den Start gehen, da Lukas Geller, der aus dem U19 Bereich aufsteigt ein grippaler Infekt flach gelegt hat. Gebel voll auf den Ergometertest konzentrieren und versuchen seinen Bestwert zu knacken, der kurze Wechsel in den Einer ist da eher eine Wundertüte, so als ob man den Stürmer einer Fußballmannschaft ins Tor stellt.

Michaela Staelberg will endlich wieder im U23 Bereich ganz vorne angreifen „die Vorbereitung hat gut geklappt und ich bin zuversichtlich, dass ich meine Ziele erreichen kann“ erzählt Staelberg, die im Einer an den Start geht und sich auch am Samstag auf dem Ruderergometer in Topform präsentieren will. Im leichtgewichtigen Einer der U23 greift erstmals Henriette te Neues in die Skulls, auf dem Ruderergometer möchte sie an ihre Bestzeit anknüpfen, die bei den Leichtgewichten zu einer der Besseren gehört, im Einer hingegen will und muss sie erst einmal einige Erfahrungswerte sammeln, ganz so stabil klappen noch nicht alle technischen Details.

Ein grippaler Infekt scheint den Start von Konstantin Nowitzki im U19 Einer zu verhindern, sowie eine Verletzung bei U19 Ruderer Simon Straßburg.

Autor: Sabine Tschäge
Tags: Junioren | Senioren | International
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