Crefelder Ruder-Club 1883 e.V.

Gold und Silber für die Crefelder Achter bei Champions-League Premiere

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© Rowing Champions-League

22. September 2014
Am Wochenende fand in Berlin das Ruder-Champions-League-Finale der besten europäischen Club-Achter statt. Qualifiziert hatten sich neben hochkarätigen Mannschaften aus England, Polen, Russland, den Niederlanden, der Schweiz und Tschechien auch die Prodyna Ruder-Bundesliga-Champions, der Männer- und Frauenachter des Crefelder Ruder-Clubs.

Im Zeitfahren der Frauen bekamen es die Damen vom Niederrhein mit dem Team der University of London zu tun. Diese Aufgabe konnte mit einer halben Länge Vorsprung leicht gelöst werden. Das Viertelfinale gegen die Niederländerinnen von Nereus Amsterdam  gestaltete sich ebenfalls als klare Angelegenheit. Im Halbfinale gegen Ligakonkurrent Rauxel musste hingegen schon die Zielkamera bemüht werden. Im Finale gegen Liga-Neuling "Havelqueens" schliesslich wurde der erste internationale Titelgewinn mit einer knappen Viertellänge gesichert. "Man merkt, dass die ausländischen Mannschaften durch das fehlende Ligensystem deutlich weniger Sprinterfahrung haben und für uns so keine gefährlichen Gegner darstellten" sagte die Waltroper Leih-Steuerfrau des Frauenachters, Antonia Elke, die vom Crefelder Teamspirit begeistert war.

Für die Männer startete der Finaltag ebenfalls mit deutlichen Siegen gegen die physisch eindrucksvolle Auswahl der Moskau State University im Zeitfahren; hier wurde die tagesschnellste Zeit gefahren. Im Achtel- und Viertelfinale wurden der Upper Thames Rowing Club und die Ligadritten vom Pirnaer RV ohne grössere Schwierigkeiten aus dem Weg geräumt. Im Halbfinale wartete dann der einzige ausländische Achter, der es unter die Top-4 geschafft hatte; der polnische Top-Club Lotto Bydgoszcz, der zwei Nationalmannschaftsmitglieder in seinen Reihen aufwies. Doch auch dieses Team wurde kontrolliert mit einer Luftkastenlänge Vorsprung in die Schranken verwiesen. Die Finalpaarung lautete wieder einmal wie so oft in dieser Saison Crefeld gegen Frankfurter RG Germania. Nach einem fulminaten Start konnten sich die Männer vom Niederrhein knapp in Front legen, eher ein Steuerfehler den Rythmus durcheinander brachte. Diese Chance nutzten die "Maschinen vom Main" eiskalt aus, siegten mit einer halben Sekunde Vosrprung und konnten sich somit für das verlorene Ligafinale in Hamburg revanchieren. 

"Wir sind trotzdem zufrieden, das war ein super Rennen. Fehler passieren- wir gewinnen zusammen und wir verlieren zusammen!" betont Olympiasieger Kristof Wilke, der wie in Hamburg den Achter seines Heimatvereins verstärkte.

Autor: Larus Melka
Tags: International | RBL
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