Crefelder Ruder-Club 1883 e.V.

Internationale DRV Juniorenregatta in München und „Große Bremer Ruder-Regatta“ auf dem Werdersee

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© Markus Wöstemeyer

18. Mai 2015
Silbern glänzte das Wochenende für Lukas Geller in München auf der Regattastrecke in München/ Oberschleim. Im Achter und Vierer ohne Steuermann der U19 erruderte er die Podestplätze, Simon Straßburg landete im Finale auf dem undankbaren 4. Platz im U19 Doppelzweier. Zur gleichen Zeit hatten die CRC Junioren mit schwierigen äußeren Bedingungen in Bremen zu kämpfen. Dabei trumpften im Einer bei teilweise sehr starkem Gegenwind Melissa Isen, Katharina Rogosch und Georg Pfennig auf. Im Doppelzweier der leichtgewichtigen U17 waren Kaan Bekan und Jonas Geller erfolgreich und im Zweier-ohne Steuermann U17 Joost Follert mit Marcel Habig.

München

Knapp 2000 Starter hatten in München gemeldet und mit über 12 Nationen war dies für die U19 Junioren eine echte erste Standortbestimmung. Für Lukas Geller und Simon Straßburg geht es in diesem Jahr um die Junioren WM Qualifikation. Ende August wird sie in Rio/Brasilien stattfinden. Lukas Geller ruderte zusammen mit Christopher Reinhardt/Dorsten, Johannes Renz/Dortmund und Lukas Föbingerg/Witten im U19 Vierer ohne Steuermann. Nach gewonnenem Vorlauf, hatten sie sich für das Finale der besten 6 Qualifiziert. Nach 1000 Metern entbrannte ein Bord an Bord Kampf, zwischen Gellers Crew und der Schweiz. Etwas geschlossener agierte das Boot der Schweizer und schob sich auf den letzten 500 Meter einen Bugball vor. Der Rest des Feldes konnte zu diesem Zeitpunkt nicht mehr folgen. Am Ende siegte die Schweiz vor der Geller Crew und einer Renngemeinschaft aus Hamburg/Berlin. Mit seiner Crew ruderte Geller zudem mit einer NRW Auswahl ins Finale, hier mussten sie sich nur dem Boot der Renngemeinschaft Berlin/Hamburg/Magdeburg/Bremen/Ratzeburg geschlagen geben. 

Simon Straßburg schaffte als „Aufsteiger“ direkt den Sprung ins Finale. Lediglich Straßburg mit Partner Henri Schwinde/Münster und eine Mannschaft aus Berlin qualifizierten sich für das Finale. Siegreich war Großbritannien vor Tschechien vor Berlin vor Straßburg/Schwinde. Ein guter internationaler Auftakt für Straßburg. Konstantin Nowitzki landete mit Partner Sebastian Keine/Hamm im C-Finale, was gewinnen konnte.

Bremen

Zur Regatta am 9. und 10. Mai auf dem Werdersee in Bremen waren insgesamt 30 Sportler des Crefelder Ruder-Clubs angereist. Insbesondere im Altersbereich U17 ist die Regatta im Norden Deutschlands eine wichtige Standortbestimmung für die großen Mannschaftsboote Achter und Vierer mit Blick auf die Deutsche Jugendmeisterschaft in sieben Wochen. Vereine aus dem gesamten Nord- und westdeutschen Raum sowie Berlin testen in Bremen verschiedene Besetzungen und Bootsklassen. Mit weit über 3000 Teilnehmern ist bereits zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison die Konkurrenz in jedem Rennen sehr groß. Für den Crefelder Ruder-Club liegen in der Zusammenarbeit am Landesleistungsstützpunkt Rheinland-Nord die Schwerpunkte auf den am Stützpunkt gebildeten Auswahlbooten. 

Am Start waren der U17-Junioren-Achter mit Schlagmann Marcel Habig, Joost Follert, Carl Nottenkämper und Hendrik Klose in Renngemeinschaft mit Neuss und Düsseldorf. An beiden Tagen musste sich der Achter dem Auswahlboot aus Schleswig-Holstein geschlagen geben und belegte vor dem Achter aus Mülheim und Essen den zweiten Platz. Der am ersten Regattatag noch erhebliche Rückstand auf den Nord-Achter konnte im Sonntagsrennen auf eine Achter-Bootslänge reduziert werden. „Bis zur Deutschen Jugendmeisterschaft liegt jedoch noch eine Menge Arbeit vor der Mannschaft, wenn wir um die Medaillen mitrudern wollen.“ sagte CRC-Vereinstrainer und Achter-Coach Markus Wöstemeyer. Follert und Habig waren zudem im Zweier-ohne unterwegs und kamen mit den äußerst schwierigen Bedingungen am Samstag am besten zurecht und entschieden das Rennen, das auch mit der internen Konkurrenz aus dem eigenen Achter aus Neuss und Düsseldorf besetzt war, am Ende deutlich für sich. 

Als aussichtsreich gehandelte Mannschaft gilt auch der Leichtgewichts-Doppelvierer der B-Junioren mit Jonas Geller und Kaan Bekan in Kooperation mit dem Duisburger Ruderverein. Der Vierer fand jedoch an beiden Regattatagen seinen Meister und konnte jeweils den zweiten Platz belegen. Am Samstag musste sich die Mannschaft dem Auswahlboot aus Baden-Württemberg geschlagen geben und am Sonntag dem Vierer der NRW-internen Konkurrenz aus dem Ruhrgebiet. Geller und Bekan entschieden den Doppelzweier am Samstag souverän mit mehreren Längen Vorsprung für sich und mussten sich lediglich am Sonntag in einem starken Feld dem Boot aus Berlin geschlagen geben. Vierer-Coach Pierre Hein meinte: „An diesem Wochenende haben wir noch nicht das Meisterschaftsfinale gesehen. In den nächsten Wochen wird sich noch einiges tun – auch bei uns.“ Ein Nachwuchsvierer mit Georg Pfennig und Lukas Heesen in Renngemeinschaft mit Duisburg und Neuss stellte sich der Konkurrenz, konnte in dem starken Feld aber nur auf der ersten Streckenhälfte mithalten. Pfennig gewann indes sein Einer-Rennen und konnte zeigen welche individuelle Klasse in ihm steckt.

Die Juniorinnen des Crefelder RC waren im Einer, Zweier und Vierer am Start. Melissa Isen gewann ihr Einer-Rennen am Samstag ungefährdet. Am Sonntag stieg Isen mit ihrer Clubkameradin Rebecca Dick in den Doppelzweier. Hier gelang mit Platz drei hinter den sehr starken Booten aus Hamburg und Essen eine Platzierung im Mittelfeld. Im Doppelvierer konnten Dick und Isen zusammen mit dem Neusser Ruderverein und Steuermann Philipp Grunenberg am Samstag auf Platz zwei rudern.

In der U19-Altersklasse gelang Katharina Rogosch der Sieg in ihrem Einer-Rennen am Samstag. Zusammen mit Theresa Pfennig und ihren Partnerinnen aus Neuss belegten sie im Vierer an beiden Tagen den zweiten Rang. Ähnlich erging es ihrem männlichen Clubkameraden Jonas Mark, der im Doppelzweier mit seinem Essener Partner an beiden Regatta-Tagen und am Sonntag auch im Doppelvierer jeweils ein Boot vorlassen musste. Im Doppelvierer ruderten noch Jan Renner mit seinem Düsseldorfer Zweier-Partner. Sie hatten in den Zweier-Rennen jeweils Platz drei belegt. Im Leichtgewichts-Zweier-ohne mussten Lars Hermsdorfer und Michael Rieske sich auf den letzten Metern, nachdem sie vom Start an geführt hatten, doch noch dem Boot aus Essen geschlagen geben. Da ein Leichtgewichts-Vierer-ohne auf der Regatta nicht ausgeschrieben war, starteten Rieske und Hermsdorfer mit ihren Partnern aus Duisburg und Düsseldorf im Rennen ohne Gewichts-beschränkung. Hier ging es zunächst darum Wettkampferfahrung zu sammeln. Mit Platz fünf an beiden Regattatagen musste man zufrieden sein.

Autor: Markus Wöstemeyer & Sabine Tschäge
Tags: Kinder | Junioren
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