Crefelder Ruder-Club 1883 e.V.

Krefelder Männer-Achter sichert sich in Berlin den 9. Titel in Folge

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© Alexander Pischke/ Ruder-Bundesliga

18. September 2017
Am Wochenende fand das Ruder-Bundesliga-Finale 2017 auf dem Landwehrkanal in Berlin statt. Vor der historischen Kulisse der Oberbaumbrücke und in Sichtweite des Berliner Fernsehturms kämpften die beiden Krefelder Achterteams über 350m um die Ehren der 9. Saison.


 Den Auftakt bildeten die Damen mit einem fünften Platz im Zeitfahren, eine Hundertstel hinter dem
ärgsten Konkurrenten im Kampf und einen Podestplatz in der Gesamtwertung, dem Hanauer RC Hassia.
 
Im Achtelfinale konnte der spätere tagesdrittplatzierte Achter aus Linz klar bezwungen werden, in der 
folgenden Runde  musste man sich den Hanauerinnen im direkten Vergleich jedoch klar geschlagen 
geben. Die Enttäuschung war deutlich zu spüren, denn ein aktives Eingreifen um den Endkampf der Tabellen-Podestplätze
blieb den Krefelderinnen so verwehrt.
 
Nach einem deutlichen Pflichtsieg gegen die Neulinge aus Bernburg musste man sich dann im Finale gegen die Kettwigerinnen
von der Ruhr geschlagen geben, sodass leider nur Platz 6 in der Tageswertung verbucht werden konnte.
 
Im Gesamtklassement rutschten die Krefelderinnen dadurch vom 2. auf den 4. Platz ab und verpassten zum ersten Mal in
neun Jahren die Top-3. 
 
„Leider war es ein sehr enttäuschender Abschluss, jedoch wir konnten kaum für den letzten Renntag trainieren. Aber
wir wollen diese Saison abhaken und nach vorne schauen. Im nächsten Jahr können wir auf neue Nachwuchskräfte zurückgreifen
und sind auch personell sicherlich besser aufgestellt “ meint Steuermann Phillipp Grunenberg.
 
Für die Männer hingegen wurde der Finaltag in Berlin ein voller Erfolg. Nach einem eher unterdurchschnittlichen Rennen konnte
der Zeitfahrsieg im Rennen gegen den Emscher Hammer errungen werden, die Mannschaft, welche die Krefelder als einzige im letzten
Jahr an selber Stelle im Finale bezwingen konnte. 
 
Nach einem sicheren Viertelfinalsieg gegen den bereits feststehenden Absteiger Berlin-Köpenick war der 9. Titel in Folge rechnerisch perfekt.
Doch die Männer vom Elfrather See wollten mehr: Im Halbfinale wartete der bisher schärfste Konkurrent und Tabellenzweite vom Berliner Ruderclub
auf die Krefelder, dieses Jahr die einzige Mannschaft, die den Rekordmeister am 3. Renntag in Münster bezwingen konnte.
 
Der katapultartige Blitzstart der Krefelder war wie ein Faustschlag ins Gesicht und ließ die Träume von einem Berliner Heimsieg zerplatzen. Die überrumpelten
Hauptstädter leisteten im weiteren Rennverlauf keine Gegenwehr mehr, sodass der Weg ins Finale für die Krefelder frei war. 
 
Hier wartete erneut der Emscher Hammer, der, mit diversen Ex-Olympiasiegern gespickt, bestens besetzt auf den Krefelder Achter wartete.
Doch wie bereits im Zeitfahren gaben sich die Männer vom Elfrather See keine Blöße und revanchierten sich für die Vorjahresniederlage.
 
Als Sahnehäubchen stand zum Abschluss das Supercup-Finale an. Hier trat man gegen den Sieger eines parallel ausgefahrenen europäischen Sprint-Cups an,
den ausschließlich ausländische Mannschaften bestritten. Als Finalgegner hatte sich das Team von Aviron Grenoblois aus Frankreich gegen den polnischen
U-23-Meister aus Stettin durchgesetzt. 
 
Für die Krefelder war dies nun das fünfte Rennen an diesem Tag und es fiel merklich schwer, den Spannungsbogen aufrecht zu erhalten. Nach einem 
kleinen Meet&Greet mit Schauspieler Matthias Schweighöfer, der mit seinem Motorboot am Vorstartbereich vorbeifuhr, war die Konzentration jedoch
wieder voll da, als die Startampel zum letzten Mal an diesem Tag auf Grün sprang und es hieß: Frankreich gegen Deutschland.
 
Ging das deutsch-französische Finale im letzten Jahr im Rahmen der Champions-League noch unentschieden aus, so sicherten sich dieses Mal die Krefelder
Männer den fünften Tagessieg im letzten Rennen. 
 
„Ruder-Bundesliga-Champion und Supercup-Sieger, dieses Wochenende war für uns eine runde Sache“ resümiert Teamkapitän Matthias Keulen zufrieden 
den Triumphzug des Rekordmeisters.
 
Nun heißt es am kommenden Bundestagswahl-Wochenende wieder „Achtung-Los!“ auf dem heimischen Elfrather See bei der 35. Krefelder Reibekuchen-Regatta,
bei der beide Krefelder-Achterteams unter anderen im Männer-/Frauen-Mixed-Achter ihr Können auf der 1000m-Strecke unter Beweis stellen.

Autor: Larus Melka
Tags: Senioren | RBL
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