Crefelder Ruder-Club 1883 e.V.

Kristof Wilke gewinnt Hoffnungslauf bei WM und fährt wie Lisa Schmidla Morgen im Halbfinale, Davids im B-Finale

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© Oliver Quickert, rudern.de

28. August 2014
Ein taktisch gutes Rennen lieferte der Deutsche Vierer ohne Steuermann, mit Schlagmann Kristof Wilke vom Crefelder Ruder-Club bei der WM in Amsterdam, an diesem Mittwoch ab. Lisa Schmidla und Wilke fiebern nun dem morgigen Halbfinale entgegen, denn dann geht es um den Einzug ins A-Finale. Davids kämpfen bravurös, müssen sich aber mit dem 4.Platz im Hoffnungslauf begnügen und starten dann im B-Finale.

Gestern noch mit chaotischen Windverhältnissen auf der Bosbaan in Amsterdam, erwies sich die Rennverschiebung auf Mittwoch als Glücksfall für Wilke. Sonniges Wetter, deutlich angenehmere Temperaturen und vor allem faire Windbedingungen. Vom Start an hatten die Rumänen die Führung bei leichtem Gegenwind übernommen. Wilke erfahren genug, lies sich nicht aus dem Konzept bringen und steigerte alle 500 Meter das Tempo, wohl wissend, dass bei diesen Bedingungen die Rennen schon mal 10 – 20 Sekunden länger dauern. Taktisch super gemacht, überruderten sie im Schlussspurt die Rumänen. Auf Platz 3. und damit auch für das Halbfinal platziert, landete die Ukraine. „Gut das wir heute gerudert sind, die Bedingungen waren fair. Natürlich ist eine Verschiebung immer nicht so toll, aber das Rennen heute gibt mir Zuversicht für das Halbfinale, auch wenn wir jetzt nur 24 Stunden zum regenerieren haben“, resümiert Wilke nach dem gelungenen Hoffnungslauf. Im anderen Hoffnungslauf qualifizierten sich Italien, Serbien und Russland. Im Halbfinale treffen sie auf Australien, Niederlande, Griechenland, Serbien und die Ukraine. Das Rennen wird dem DRV Vierer alles abverlangen, nur die ersten 3 Boote qualifizieren sich für das A-Finale. Von Australien, den World Cup führenden und den amtierenden Weltmeistern aus den Niederlanden ist große Gegenwehr zu erwarten. Die Griechen haben dieses Jahr Silber bei der EM gewonnen. Im anderen Halbfinale ermitteln Rumänien, USA, Großbritannien, Kanada, Italien und Russland die A-Final Teilnehmer.

Lisa Schmidla wird mit ihrer Crew im Halbfinale auch direkt gefordert. Mit Kanada und Australien haben sie zwei starke Mannschaften, die um einen Finalplatz rudern. Vervollständigt wird das Feld durch Russland, Polen und den Niederlanden. Im Vorlauf haben noch nicht alle gezeigt was sie können, aber spätestens im Halbfinale ist das taktieren vorbei. Kleinste Fehler werden bestraft und Schmidla:“ wir wollen wieder gerne die Führung übernehmen, bei der Windlotterie, wollen wir immer die Chance haben, dass wir auf die beste Bahn gesetzt werden, wenn wir im Finale sind“. Den anderen Lauf bestreiten Kanada, USA, Neuseeland, Grußbritannien, Weißrussland und Italien.

Vom Start an haben sich die favorisierten Boote aus Kanada und er Ukraine an die Spitze des Feldes gesetzt. Alle Versuche bei Streckenhälfte nochmal an das Führungsduo heran zu fahren waren vom Schlaghaus des Deutschen Vierers mit Miriam und Sara Davids vergeblich. Noch lange auf Tuchfühlung mit den Niederländerinnen mussten sie auf den letzten 500 Metern auch sie ziehen lassen. Am Ende fehlte der jungen DRV Crew 4 Sekunden um ums Finale mitfahren zu können. Freitag treten sie dann im B-Finale an.

Autor: Sabine Tschäge
Tags: Senioren | International
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