Crefelder Ruder-Club 1883 e.V.

Langstrecke und Ergoüberprüfung in Leipzig mit guten Resultaten für CRC Ruderer

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© Sabine Tschäge

1. April 2015
Noch nicht alles hat am vergangenen Wochenende für die Kaderathleten des Crefelder Ruder-Club in Leipzig auf dem Saale-Elster-Kanal und auf dem Ruderergometer geklappt. Die Überprüfung auf dem Ruderergometer, über die olympische Distanz von 2 Km wurde von fast allen CRC Sportlern mit persönlichen Bestwerten absolviert. Bei der anschließenden Langstrecke über 6 Km offenbarten sich noch technische und taktische Reserven.

Lisa Schmidla trumpfte am Samstag auf dem Ergometer auf, sie pulverisierte ihre eigene Bestzeit von 6:50 Minuten auf 6:44 Minuten „eine Steigerung um 6 Sekunden und das mit 23 Jahren“, erzählt Schmidla, als sie von ihrem Husarenritt auf dem Ergometer erzählt. Auch Bundestrainer Sven Ueck/Berlin, der für die Frauen Skull verantwortlich ist,war beeindruckt von der Leistung und attestierte Schmidla eine herausragende Form, zumal sie damit auch Platz 1 beim Ergometer belegt. „Ich bin wirklich Happy, dass mir das heute gelungen ist, ich wusste, dass ich es konnte und bin glücklich das es auch geklappt hat“, strahlt eine überglückliche Schmidla, als sie sich nach der Strapaze, bei der schon mal Laktatwerte um die 20 mml/l realisiert werden, auf dem Ergometer ausfährt. Weniger glücklich war sie über den 6. Platz bei der anschließenden Langstrecke. „Der Platz ist ok, aber zufrieden bin ich nicht. Ich bin einfach viel zu ruhig gefahren, 2 Km liegen mir einfach mehr, da habe ich einen direkten Gegner“, weiß Schmidla ihre Leistung realistisch einzuschätzen.

Freudestrahlend konnten dagegen Miriam und Sara Davids die Siegerehrung mit dem 3. Platz bei der Langstrecke feiern. „Wir wollten dieses Jahr, nach unzähligen 4ten Plätzen im letzten Jahr, unbedingt weiter nach vorne und es hat geklappt. Wir haben aber noch Reserven, die zweiten 3 Km liefen noch nicht ganz rund“, berichtet Sara Davids bei der Siegerehrung. Ihre Ergotests konnten die Zwillinge mit persönlichen Bestwerten abschließen. Eine gute Ausgangssituation für die beginnende Saison.

Sehr Enttäuschend lief es hingegen für Kristof Wilke. Eine Erklärung für die desolate Leistung auf dem Ergometer und mit Platz 17 bei der Langstrecke landete Wilke mit Partner Anton Braun weit hinter den erhofften Möglichkeiten. „Eine richtige Erklärung für die Leistung heute habe ich noch nicht, ich muss das erst einmal verdauen und dann in Ruhe die Ergebnisse analysieren“, versucht Wilke mit der Enttäuschung um zu gehen.

In Bestform präsentierte sich U23 Ruderer Jonathan Rommelmann auf dem Ergometer. Als leichtgewichtiger Ruderer durfte er nur 72,5 Kg auf die Waage bringen. Mit 6:13 Min, persönlicher Bestwert, wurde er auch gleichzeitig 3. stärkster leichtgewichtiger Ruderer. „Bei der Langstrecke bin ich viel zu ruhig gefahren, aber ich konnte den Rhythmus einfach nicht ändern“, ärgert sich Rommelmann nach der Langstrecke. Platz 12 in der Endabrechnung ist nicht das erwartete Ergebnis, aber eine viel zu ruhige Schlagfrequenz bei den starken Schiebewind Bedingungen, lassen keine schnellere Zeit zu. 

Persönliche Bestwerte auf dem Ruderergometer konnten die U23 Männer Laurits Follert mit 5:56 Min, Jakob Schulte-Bockholt 6:09 Min und Jakob Gebel mit 6:12 Min für sich verbuchen. Lediglich Marc Leske blieb mit 6:09 Min knapp über seinem Bestwert. Bei der Langstrecke wurden Follert/Schulte-Bockholt 12te, Leske/Rene Stüven(Herne) 20ter und Gebel/Janek Schirrmacher (Siegburg) 22ter im Feld der Männer Zweier ohne Steuermann.

Michaela Staelberg hielt sich mit ihrem 15. Platz im Frauen Einer schadlos und reiht sich in den Kreis der U23 Nationalmannschafts Anwärterinnen ein. Eine Steigerung auf dem Ruderergometer war nach längerer Krankheit nicht möglich.

Marisa Staelberg und Partnerin Elisaveta Sokolkova (Lauingen) wurden 9te, Johanna te Neues und Partnerin Ulrike Törpsch aus Pirna 10te., Henriette te Neues, Aufsteigerin in den U23 Bereich und Partnerin Anna Brendel (Minden) kamen als 19tes Boot ins Ziel im Frauen Zweier ohne Steuerfrau. Persönliche Bestwerte konnten alle am Vortag auf dem Ruderergometer erzielen.

U19 Ruderer Simon Staßburg trumpfte in seinem ersten Rennen bei den U19 Junioren Einer auf. Mit Platz 5 übertraf er deutlich die Erwartungen, dabei wurde er im Mittelstück noch von einem vor ihm her fahrenden Motorboot behindert. Konstantin Nowitzki wurde 22ter und Jonas Mark 32ter.

„Mit den erzielten Werten auf dem Ruderergometer bin ich zufrieden, viele persönliche Bestwerte zeugen davon, dass die Grundlagen für gute Leistungen gelegt sind. Die Ergebnisse der Langstrecke allerdings zeigen, dass wir ruderisch in den nächsten Wochen sehr konzentriert arbeiten müssen, damit wir unsere Defizite im technischen Bereich aufholen, aber auch die Doppelbelastung von Abiturprüfungen und bei den Studenten die Klausurvorbereitung, ist nicht zu unterschätzen. Sie hat sich bei einigen doch deutlich bemerkbar gemacht“, analysiert Trainerin Sabine Tschäge die Ergebnisse aus Leipzig.

Autor: Sabine Tschäge
Tags: Junioren | Senioren
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