Crefelder Ruder-Club 1883 e.V.

Laurits Follert und Jacob Schulte-Bockholt errudern JWM Ticket

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© Sabine Tschäge

11. Juni 2014
Deutschlands derzeit schnellster Zweier ohne Steuermann kommt vom Crefelder Ruder-Club.

Marc Leske, Sophie Baloghy und Jakob Gebel wahren ihre Chancen auf die JWM und rudern in die Qualifikationsläufe in Hamburg auf der Dove-Elbe Regattastrecke zur Internationalen DRV Regatta mit Ranglistenrennen der U19, im Zweier ohne Steuermann und Einer.

36 Boote hatten sich bei den Junioren und Juniorinnen im Zweier für die Rangliste in Hamburg qualifiziert, aus diesen 36 Booten wird U19/U23 Bundestrainerin Brigitte Bielig, die Junioren Nationalmannschaft für die diesjährige JWM, die Anfang August auch in Hamburg stattfinden wird, bilden. Dabei werden die Boote, die unter die besten 19 gekommen sind zu Bildung berücksichtigt.

Riesenfreude bei allen Krefeldern, alle Zweier ruderten sich in die gesetzten Läufe, unter die besten 19 Zweier ohne Steuermann. 

Fest qualifiziert sind dabei bereits Jacob Schulte-Bockholt und Laurits Follert, die den Zweier ohne für sich entscheiden konnten. Im Vorlauf und Zwischenlauf stellten sie mit Siegen, bereits ihre Ambitionen eindrucksvoll dar. Im Finale am Samstagnachmittag:“ zeigte der Zweier sein bestes Rennen, was er bisher in dieser Saison gerudert ist. Hier haben sie wirklich alles abgerufen, was sie können“, strahlt CRC Trainerin Sabine Tschäge. Dabei gab es anfangs der Woche für alle Beteiligten eine Schrecksekunde, als sich Bugmann Schulte-Bockholt an der Hand verletzte und bis zur Anreise erst einmal nicht den Riemen anfassen konnte. „Sabine kann jetzt auch noch Assistenzärztin werden“, grinst Schulte-Bockholt, als er wieder einmal vor dem Rennen die Hand Fachgerecht und in angepasster Form getapet bekam. Im Finale betrug ihr Vorsprung mehr als eine Bootslänge, zu den Berlinern die 2te wurden und den Nürtingern, die 3te wurden. Ernsthaft angreifen konnte keiner den CRC Zweier, der souverän das Feld anführte und im Endspurt nochmal zulegen konnte.

Im gleichen Rennen ruderte auch Marc Leske mit Partner Maximilian Bierwirth aus Koblenz, die auch eine Spitzenleistung zeigten. Der Zwischenlauf hatte es dabei in sich, dort trafen sie bereits auf Schulte-Bockholt/Follert und die Nürtinger Kombination. Mit Platz 3. erruderten sie sich die Teilnahme zum B-Finale, dort wurden sie in einem beherzten Rennen Zweite und somit gesamt 8te. „Ich bin froh, dass wir wieder rechtzeitig in Schwung gekommen sind, auf das Vereinsduell im Zwischenlauf hätte ich gerne verzichtet, wir kennen uns ja aus dem Training“ grinst Leske mit einem Augenzwinkern in Richtung Follert/Schulte-Bockholt.

Das B-Finale zum greifen nah, verhagelte ein misslungener Endspurt bei Jakob Gebel und Partner Lukas Geller/Mülheim, die Teilnahme. Im C-Finale erkämpften sie sich den 5ten Platz und sind somit 17ter Zweier. „Schade das sie im Zwischenlauf den Endspurt verhauen haben, das B-Finale war zum Greifen nah“, weiß Tschäge zu berichten, die hofft, das Gebel bald wieder zu 100% fit ist, seit der letzten Regatta laboriert er an einem Infekt, der nicht ganz weg geht.

Sophie Baloghy und Partnerin Vera Spanke/Neuss drehten im Zwischenlauf mächtig auf und schoben sich als zweites Boot in das A-Finale. Im A-Finale konnten sie bis zur 500 Meter Marke mitgehen, mussten dann aber abreißen lassen und landeten auf dem 6 Platz und belegen somit auch Platz 6 in der Rangliste. Für die Kombination geht es nun darum bei der Jugendmeisterschaft in 3Wochen in einem schnellen 4- zu sitzen.

Sonntags stand dann für alle der Vierer und Achter auf dem Programm. Aus den bisherigen Ergebnissen wurden 4- und 4+ Kombinationen gebildet, die sich aus den Regionalgruppen ergeben haben. Nur für Follert und Schulte-Bockholt, die sich im Zweier für die JWM qualifizieren wollen und dies auch von Seiten des Deutschen Ruderverbandes unterstützt wird und somit nicht mehr interessant sind für die Vierer Bildung. Einen guten Start erwischte dabei Jakob Gebel mit seiner Crew, wobei sie bei 1000 Metern einen Spurt der Magdeburg/Rostock Kombination nicht richtig parieren konnten. Im Schlussspurt fuhren sie bis auf wenige Zentimeter wieder gleich auf und wurden Zweite. Die Vierer Kombination mit Leske erwischte keinen guten Start und kam abgeschlagen als 6te ins Ziel, hier wird der Vierer, der in Renngemeinschaft mit Witten und Essen fährt nicht weiterverfolgt. Sophie Baloghy wurde in ihrer Kombination 3 schnellster Vierer.

Höhepunkt einer jeden Regatta ist eigentlich der Achter. Doch pünktlich zu den Achterfinals öffnete der Himmel seine Pforten und lies es am Himmel krachen, blitzen und Sturmböen über das Land fegen. Schaumkronen brachten die Boote fast zum kentern, nur mit größter Mühe und unter Mithilfe aller Rettungskräfte gelang es, dass es keine Schäden oder Verletzten gab. Die Regatta musste daher ohne Ergebnis in den Achtern abgebrochen werden.

U17

Sehr gut unterwegs waren wieder einmal Simon Starßburg und Konstantin Nowitzki, die den Doppelzweier und den Doppelvierer mit Steuermann, zusammen mit Eric Menssen, Jan Renner und Steuermann Jacopo Beranzoli gewinnen konnte. 

Einen Sieg gab es auch für die Zwillinge Katharina und Alexandra Rogosch im Doppelzweier der Leichtgewichte. Weitere vordere Platzierungen wurden von der U17 CRC Gruppe errudert.

In 3 Wochen findet die Jugendmeisterschaft in Brandenburg statt, ein gutes Aufgebot wollen das Trainerteam Sabine Tschäge und Pierre Hein dann an den Start schicken.

Autor: Sabine Tschäge
Tags: Junioren | International
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