Crefelder Ruder-Club 1883 e.V.

Lisa Schmidla avanciert zur neuen Schlaghoffnung des Deutschen Ruderverbandes

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© Sabine Tschäge

19. Mai 2014
Gute Bedingungen bei der Internationalen Regatta auf der Wedau in Duisburg, 17 Nationen hatten zu dem Topevent gemeldet. Die Spitzensportler des Crefelder Ruder-Club glänzten mit vorderen Platzierungen.

Ihre Extraklasse stellte dabei wieder einmal Lisa Schmidla unter Beweis. Am Sonntag konnte sie als Schlagfrau den neu formierten Doppelvierers zu einem ungefährdeten Sieg führen. Zusammen mit Carina Bär/Heilbronn, Julia Leiding/Rostock und Anne-Kathrin Thiele/Leipzig zeigten sie Rudern auf Spitzenniveau: mit mehr als einer Bootslänge distanzierten sie die Konkurrenz. Am Samstag musste sich Schmidla zusammen mit Carina Bär im Doppelzweier mit 4 Zehnteln knapp der Mannschaft aus den Niederlanden geschlagen geben. Schmidla hatte am Samstag die ungünstige Außenbahn erwischt, die deutliche Windnachteile aufwies. Die interne deutsche Konkurrenz konnte dem Duo aber zu keinem Zeitpunkt folgen, 2,5 Bootslängen Abstand zum nächsten deutschen Boot untermauern dieses. Einer Nominierung zur Europameisterschaft ist Schmidla damit sicher. Chef-Bundestrainer Markus Schwarzrock entscheidet in den nächsten Tagen, ob Schmidla im Vierer oder Zweier in Belgrad an den Start gehen wird.

Bereits eine mündliche Zusage für die EM wurden Sara und Miriam Davids durch Bundestrainer Thomas Affeldt noch am Sonntag mitgeteilt. Sie sollen im Zweier ohne Steuerfrau für Deutschland an den Start gehen. In Duisburg fuhren sie im Vierer ohne hinter den beiden Achterhälften ins Ziel. Am Sonntag bildeten sie zusammen mit Johanna te Neues einen weiteren Achter, der aber noch nicht das Format hatte, den ersten Achter zu gefährden. 

Kristof Wilke kommt langsam in Fahrt, am Samstag stand das Rennen gegen die Deutschland-Achterhälften im Vierer ohne Steuermann an, aber die Crew mit Wilke am Schlag, Toni Seifert/Leverkusen, Urs Käufer, Björn Birkner beide Ulm, büßte auf den ersten 500 Metern bereits 3 Sekunden ein, die sie trotz aller Bemühungen auf der Strecke nicht zurück erobern konnten. Sonntags ruderten Wilke, Seifert zusammen mit Alexander Egler/Hannover und Peter Kluge/Celle. In einem Kraftakt entschied Wilke das Rennen für sich. Da Wilke und Seifert beides Mal im schnelleren Vierer saßen, wird um sie herum der Vierer zur EM gebildet, Bundestrainer Ralf Holtmeyer wird in den nächsten Tagen die Besetzung bekannt geben. „Endlich komme ich so langsam besser in Schwung, ich hatte am Samstag gerne eine Achterhälfte geschlagen, aber noch reicht die Form noch nicht ganz“, resümierte Wilke am Sonntagabend an der Wedau.

Alexander Thierfelder konnte mit seinem Vierer ebenfalls in das Finale einziehen und erruderte einen respektablen 5. Platz. Hoffnungen auf eine Nominierung zur EM kann er sich aber nicht machen, hier wird die legendäre Regatta in Henley/England als nächstes Ziel avisiert.

Geburtstagskind Marisa Staelberg machte sich selbst am Sonntag zu ihrem 20igsten ein schönes Geschenk: ihren Achter führte sie als Schlagfrau zum Sieg im U23 Achter. Promt gab es auch von den Teamkameradinnen am Siegersteg ein Geburtstagsständchen. Der Vierer ohne am Samstag lief dafür weniger gut. Staelberg ruderte bei den A-Frauen mit, die Trainingsleistungen hatten ein besseres Ergebnis erwarten lassen, aber mit Platz 5. blieb das Quartett hinter den Erwartungen.

Jonathan Rommelmann wurde am Wochenende im leichtgewichtigen U23 Doppelzweier schnellstes deutsches Boot. An beiden Tagen konnte er den Vorlauf gewinnen, am Samstag haben sich Rommelmann und Partner Roman Acht/Limburg nach dem Vorlauf zu sicher gefühlt, “wir haben uns auf den ersten 1000 Metern richtig vorführen lassen, die Holländer und Tschechen sind komplett anders als im Vorlauf gefahren, das konnten wir auf der zweiten Hälfte nicht mehr aufholen,“ so Rommelmann. Sonntags wurde er mit Florian Roller aus Stuttgart 2. hinter Holland.

„Wenn am Mittwoch dann endlich das mündliche Abitur bei Michi durch ist, ist der Kopf auch wieder frei“, hofft Trainer Christoph Lüke, dass Michaela Staelberg weiter zulegen kann. Ein gutes Ergebnis hat sie jetzt schon am Wochenende im Doppelzweier der U23 eingefahren. Am Samstag wurde es hinter Mainz/Rostock und Holland ein dritter Platz zusammen mit Carlotta Nawjide/Hannover und am Sonntag mit Anna Götz/Mainz ganz knapp ein zweiter Platz hinter Hannover. Die übrigen Boote konnten dem Feld zu keinem Zeitpunkt folgen.

Für Rommelmann, Marisa und Michaela Staelberg wird es bereits am Freitag in Köln im Ranglistenrennen wieder ernst, danach wird ein vorläufiger Stamm zur U23 Nationalmannschaft festgelegt.

Niclas Kiefer und Partner Lukas Böhmer aus Düsseldorf schaffte an beiden Tagen den Sprung ins Finale der U23 leichtgewichtigen Zweier ohne Steuermann, damit geht die Formkurve des Duos deutlich nach oben.

Autor: Sabine Tschäge
Tags: Senioren | International
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