Crefelder Ruder-Club 1883 e.V.

Lisa Schmidla gewinnt das WM Halbfinale in Amsterdam – Kristof Wilke im B-Finale

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© Sabine Tschäge

29. August 2014
Gute Bedingungen an diesem Donnerstag auf der Bosbaan in Amsterdam. Bewölkter Himmel, aber trocken und leichter Gegenwind, bieten die perfekten Ruderbedingungen für das Halbfinale. Lisa Schmidla gewinnt das Halbfinale und steht damit am Samstag im Finale der Weltmeisterschaften. Kristof Wilke kann leider nicht an die Leistung aus dem Hoffnungslauf anknüpfen und wir fünfter.

Lisa Schmidla hatte schon gestern angekündigt, dass sie gerne das Halbfinale für sich entscheiden will. Doch gesagt ist noch lange nicht getan und wer Lisa kennt, der weiß, dass die sympathische Krefelderin eher tief stapelt und nicht zur Überheblichkeit neigt. Schlagfrau Schmidla fand dabei für ihre Mannschaft den richtigen Takt, und lies Taten folgen, so dass Craina Bär/Heilbronn, Anne Kathrin Thiele/Leipzig und Julia Lier/Halle mitgerissen wurden. Vom Start an bildete der deutsche Vierer zusammen mit den Australierinnen das Führungsduo. An der 750 Meter Marke schob sich Schmidla durch einen Druckspurt in Führung. Ab 1500 Metern konnte sie das Feld kontrollieren und hielt Australien und Kanada mit einer Bootslänge auf Abstand. „Das war schon ganz gut heute, alles mussten wir auch noch nicht zeigen, meine Mannschaft hat super zusammen gearbeitet, dass gibt Selbstvertrauen für Samstag“, strahlt eine glückliche Schmidla am Anlegesteg. Den anderen Lauf konnte China vor den USA und Neuseeland gewinnen. China hatte dabei die gleiche Startzeit wie Schmidla auf den ersten 1000 Metern, im Ziel war China 1 Sekunde schneller, musste aber auch deutlich mehr investieren als der deutsche Vierer. Das Finale am Samstag verspricht Spannung pur für die Zuschauer, die seit Sonntag in Massen die Bosbann bevölkern.

Nach den super Hoffnungslaug gestern hatten alle gehofft, dass der Vierer ohne Steuermann mit Schlagmann Kristof Wilke vom Crefelder Ruder-Club, daran anknüpfen kann. Doch schon vom Start an lief es nicht rund im deutschen Vierer, war man im Vorlauf noch auf Tuchfühlung mit den Australiern, so fuhren die ein Rennen vom anderen Stern. Letztendlich setzten sich die favorisierten Boote aus Australien, Griechenland und den Niederlanden durch. Auf Platz vier kam der Serbische Vierer ins Ziel, gefolgt von Deutschland und der Ukraine. „Das enttäuscht mich schon sehr, dass war nicht das was wir können. Wir hatten keine Chance Heute vorne anzugreifen, “ so ein ausgepumpter und enttäuschter Wilke. Jetzt heißt es abharken und am Samstag im B-Finale nochmal richtig angreifen und möglichst mit einem Sieg die Saison beenden.

Freitag starten um 13:23 Uhr die Davids Zwillinge Miriam und Sara im B-Finale. Die junge Crew will hier nochmal zeigen, dass sie sich steigern kann und möglichst an den Niederländerinnen vom Start an dran bleiben, denn Italien und Irland konnten sie bereits schlagen.

Autor: Sabine Tschäge
Tags: Senioren | International
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