Crefelder Ruder-Club 1883 e.V.

Lisa Schmidla holt furios Silber bei Deutscher Kleinbootmeisterschaft in Köln

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© Jan Nikolai Trzeszkowski

28. April 2014
Laurits Follert und Jacob Schulte-Bockholt gewinnen Junioren-Test

Frauen-Einer

Lisa Schmidla hat sich das Regattawochenende super eingeteilt:
Nach dem Sieg im Vorlauf konnte sie direkt in das Halbfinale einziehen. Hier traf sie auf die spätere Siegerin Annekathrin Thiele aus Leipzig, die seit Jahren zu Deutschlands stärksten Skullerinnen gehört und sicherte sich mit dem 2.Platz die A-Final Teilnahme. Im Finale hat sich Schmidla vom Start an in einer 4-köpfigen Spitzengruppe etabliert, bei 1000 Metern konnte sie bis auf eine ¾ Bootslänge an Thiele heran fahren und hätte die Sensation fast perfekt gemacht, doch im Schlussspurt spielte die 6 Jahre ältere Thiele ihr ganzes Können aus und zog eine Länge davon. Im Ziel trennten Thiele,  Schmidla und Bär/Heilbronn jeweils eine knappe Bootslänge. 

Schmidla:“ Ich bin überglücklich! Nach Platz 4 im letzten Jahr, konnte ich mir den Traum von einer Medaille verwirklichen.  Silber hinter Thiele ist super.“

Michaela Staelberg musste im Vorlauf noch Lehrgeld zahlen. Zu zögerlich ging sie das Rennen an.
Der Umweg über den Hoffnungslauf lief dann aber schon besser, so dass sie im C-Finale insgesamt 5. schnellste U23 Frau werden konnte und somit zur vorläufigen Nationalmannschaftsbildung eingeladen wurde.

Marlene Sinnig konnte aufgrund einer Erkrankung nicht an den Start gehen.


Frauen-Zweier

Wie erhofft, zogen auch die Frauenzweier ohne Steuerfrau in das A-Finale ein. Miriam und Sara Davids hatten sich, wie Marisa Staelberg, zusammen mit Partnerin Elisaveta Sokolkova aus Lauingen, über den Vorlauf und das Halbfinale in das A-Finale gerudert. 

Die Davids Zwillinge, die wie Staelberg auch noch der U23 Klasse angehören, haben vom Start an den A Frauen mächtig eingeheizt. Staelberg erwischte den besseren Start, konnte aber kurz vor der 1000 Meter Marke das Tempo nicht mehr mitgehen. Zu diesem Zeitpunkt kamen die Davids immer besser in Schwung und versuchte an den auf Platz drei liegenden Hallensern vorbei zu gehen. 

Alle Spurts konnten aber von Halle gekontert werden. „Eines unser besten Rennen, aber leider nur Platz 4, eine Medaille wäre schon schön gewesen“, resümierte Miriam Davids nach dem Rennen. Staelberg kam auf dem 6. Platz rein. Damit gehören beide CRC Zweier zu den Stärksten U23 Booten.

Johanna te Neues, die im neu gebildeten Zweier mit Frauke Hacker aus Rostock saß, hat ihr Ziel unter die besten 10 Zweier zu fahren mit dem 3 Rang im B-Finale erreicht.


Männer-Zweier

Die Rennen der Männer Zweier ohne Steuermann sind die erste Qualifikation für den Deutschlandachter. 

Der letztjährige Schlagmann Kristof Wilke hatte sich mit Partner Toni Seifert aus Leverkusen viel vorgenommen. Souverän gewannen sie den Vorlauf, der dann aber bei Wilke wieder gesundheitliche Probleme hervorrief, so dass die medizinische Abteilung des Deutschen Ruderverbandes von einem weiteren Start abriet. Wilke zeigte sich nach der Entscheidung sehr zerknirscht:“Es lief wirklich gut, aber unerwartet früh musste ich im Rennen an meine Leistungsgrenze gehen und fühle mich nach wie vor schlapp, für meinen Partner Toni tut es mir am meisten leid.“ Wilke muss sich jetzt darauf einstellen, sofern er hoffentlich schnell wieder gesund wird, dass er in 3 Wochen in Duisburg bei der Internationalen Regatta im Zweier ohne an den Start gehen wird und erst danach wieder auf Berücksichtigung für den Deutschlandachter hoffen kann.

Alexander Thierfelder ruderte mit Robin Ponte ins B-Finale und erreichte hier den 4. Platz, sein Ziel unter die besten 10. Zweier zu kommen, ist damit aufgegangen.


Männer-Einer-Leichtgewicht

Jonathan Rommelmann belegte den insgesamt 11 Platz, im U23-Ranking den 5. Platz. 

Angesichts einer langen Verletzungspause ein gutes Ergebnis. Die Sicherheit für die hohen Schlagfrequenz fehlte noch, ist aber sicherlich bis zur nächsten Rangliste in 4 Wochen, die erneut in Köln stattfindet, machbar. 


Junioren

Für einen Furiosen Auftakt sorgten Laurits Follert und Jacob Schulte-Bockholt im U19 Zweier ohne Steuermann. Mit einem Sieg im Vorlauf und Zwischenlauf, sicherten sie sich die A-Final Teilnahme. Viele Krankheitsausfälle von Schulte-Bockholt, machten es schwierig das Rennen zu planen. 

Als beste Taktik erschien es, das Rennen vom Start an zu gestalten. Bei 1500 Metern hatte der CRC Zweier eine Bootslänge Vorsprung vor den stark aufkommenden Nürtingern und Berlinern, aber Schlagmann Follert konterte früh genug und überquerte die Ziellinie mit einem Bugkasten Vorsprung. Follert: “Wir wollten unbedingt gewinnen. Das war noch nicht unser bestes Rennen, besonders der Endspurt war miserabel, aber jetzt überwiegt erst einmal die Freude.“

Marc Leske fuhr mit Partner Maximilian Bierwirth aus Koblenz auf den 10. Rang. 

Jakob Gebel, zusammen mit Lukas Geller aus Mülheim auf den 17. Rang. Beide Zweier hatten noch mit technischen Problemen zu kämpfen, die aber bis zur U19 Rangliste, die in 6 Wochen in Hamburg stattfindet, verändert werden sollen. Das Ziel unter die besten 18. Zweier zu rudern haben aber beide erreicht.

Sophie Baloghy kam mit Partnerin Vera Spanke aus Neuss ins B-Finale und dort auf den 2. Rang, damit haben sie ihre Erwartungen mehr als erfüllt. „Das wir im Zwischenlauf die ersten 500 Meter versemmelt haben, ärgert mich, aber das heutige B-Finale mit Platz 2 geht in Ordnung, das Rennen war gut.“

Das CRC Trainerteam Christoph Lüke und Sabine Tschäge zeigte sich über die vielen guten Ergebnisse sehr erfreut und sieht auch gute Ansätze bei allen Aktiven die noch nicht ganz ihr erhofftes Ergebnis erreicht haben. Beide hoffen, dass Kristof Wilke und Marlene Sinnig schnell wieder fit werden und den CRC-Kader wieder tatkräftig unterstützen können.

Autor: Sabine Tschäge
Tags: Junioren | Senioren
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