Crefelder Ruder-Club 1883 e.V.

Lisa Schmidla ist nicht zu stoppen – World-Cup Gold in Varese

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© Deutscher Ruderverband/Seyb

22. Juni 2015
Laurits Follert rudert mit 19 Jahren ins Achterfinale

Sensationelles Ergebnis beim 2. World-Cup in Varese/Italien für Lisa Schmidla und Laurits Follert vom Crefelder Ruder-Club. Kristof Wilke plagen erneut gesundheitliche Probleme. 

Bei sehr heißen Bedingungen und sehr schwerer Luft, war es für die Aktiven des Deutschen Ruderverbandes auf dem Lago di Varese ein Kraftakt, der den Ruderern alles abverlangte. Bei der Ankunft um 22:45 Uhr gestern Abend in Düsseldorf am Flughafen, waren die 3 Krefelder von den Strapazen noch deutlich gezeichnet, allen voran Lisa Schmidla, die sich sehr über den erneuten Gewinn freute, aber nur noch einen Wunsch hatte: „ich muss ins Bett, das Finale war unglaublich anstrengend, meine Beine sind noch immer platt“ und so ging es ins heimische Krefeld zusammen mit ihren Eltern. 

Das Rennen am Sonntag war eine Meisterleistung der 4 jungen Damen. Nach dem EM Titel war das Team um Lisa Schmidla mit ihrer Leistung noch nicht ganz zufrieden, aber ein neues Boot und 10 Tage Trainingslager in Ratzeburg haben die gewünschte Wirkung gezeigt. Ungefährdet zogen sie am Freitag, durch einen Sieg im Vorlauf, in das Finale ein. Hier war es erneut Polen, das dem deutschen Boot auf den ersten 400 Metern mächtig Druck machte, gefolgt von den Amerikanerinnen, die erstmals an diesem Wochenende in die World-Cup Serie eingegriffen haben. Bei 700 Metern war es dann aber das deutsche Boot mit Schlagfrau Schmidla, was Schlag um Schlag der Konkurrenz enteilen konnte und am Ende mit über einer Bootslänge vor Polen und den fast gleichauf liegenden Amerikanerinnen siegen konnte. Auf den weiteren Plätzen folgten China, Australien und Neuseeland. Lisa Schmidla: "Wir sind zufrieden. Es war eine wichtige Standortbestimmung, denn zur letzten WM waren wir das einzige europäische Boot und haben den EM-Titel einordnen können. Wir wollten den anderen Teams schon am Start keine Chance lassen und haben das taktische Konzept gut umgesetzt".

Der „kleine“ Deutschlandachter, wie der U23 Achter auch gerne genannt wird, hat an diesem Wochenende eine kleine Sensation vollbracht und mit an Bord Laurits Follert vom Crefelder Ruder-Club. Im Vorlauf hatten sie gegen den späteren Sieger aus Großbritannien keine Chance und auch Neuseeland und Polen war nicht zu schlagen. Aber im Hoffnungslauf am Samstag haben die „Kleinen“ alles auf eine Karte gesetzt und mit Frankreich und Italien zwei A-Achter in das B-Finale geschickt. Zusammen mit Neuseeland zogen sie in das Finale der besten 6 Achter ein. „Wir haben richtig Lust auf das Finale und wollen testen wie weit wir mithalten können“, so Follert Sonntags am Telefon, bevor es nachmittags zum ersehnten Finale kam. Einen Traumstart erwischte die junge Crew und bis zur 1000 Meter Marke hielten sie gut mit, damit hatten sie eigentlich schon ihre Aufgabe erfüllt, aber immer wieder konnten sie ihren Bug auf Höhe des polnischen Achters schieben. Im Endspurt hatten die Polen die besseren Reserven und schoben sich knapp vor. Platz 6 in der Endabrechnung und gerade einmal 9 Sekunden hinter dem Sieger aus Großbritannien. Für Follert gibt es bis Dienstag eine kurze Verschnaufpause, bevor es mit Training und am Donnerstag mit der U23 Meisterschaft in Köln weiter geht. Anschließend geht es direkt weiter nach Ratzeburg ins U23 WM Vorbereitungstrainingslager.

Kristof Wilke kämpft erneut mit gesundheitlichen Problemen, mit Partner Toni Seifert aus Leverkusen kam er nicht über das C-Finale im Zweier ohne Steuermann hinaus, was er zwar gewinnen konnte, aber der Leistung des mehrmaligen Weltmeisters und Olympiasiegers in keinster Weise gerecht wird. Wilke wird bei Verbandsarzt Dr. Uli Kau erst einmal in den nächsten Tagen vorstellig werden und sich richtig durchchecken lassen.

Ergebnisse Finale:

Männer-Achter mit Steuermann (M8+)
1. Großbritannien 05:26.930
2. Deutschland (Boot 1, Maximilian Munski, Malte Jakschik, Maximilian Reinelt, Eric Johannesen, Anton Braun, Felix Drahotta, Richard Schmidt, Hannes Ocik, Steuermann Martin Sauer) 05:27.280
3. Vereinigte Staaten von Amerika 05:29.380
4. Neuseeland 05:30.370
5. Polen 05:34.770
6. Deutschland (Boot 2, Malte Daberkow, Michael Trebbow, Lukas Duhnkrack, Laurits Follert, Carl Moritz Reinke, Nico Merget, Malte Großmann, Torben Johannesen, Steuermann Jonas Wiesen) 05:35.460

Frauen-Doppelvierer (W4x)
1. Deutschland (Annekatrin Thiele, Carina Bär, Marie-Catherine Arnold, Lisa Schmidla) 6:14.460
2. Polen 06:17.250
3. Vereinigte Staaten von Amerika 06:17.420
4. China 06:19.630
5. Australien 06:19.670
6. Neuseeland 06:29.150

Autor: Sabine Tschäge
Tags: Senioren | International
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