Crefelder Ruder-Club 1883 e.V.

Lisa Schmidla löst Olympiaticket – Jonathan Rommelmann weiter im Rennen

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© DRV/Derlien

18. April 2016
Lisa Schmidla wird Deutsche Vizemeisterin im Frauen Einer und sichert sich damit die Fahrkarte für den Olympiakreis. Für Jonathan Rommelmann springt ein 5. Platz im Finale heraus.

Damit bleibt Rommelmann in der Vorgabe von Cheftrainer Marcus Schwarzrock, mindestens auf den 8. Platz zu rudern. In einem beherzten Rennen rudert der junge Konstantin Nowitzki im U19 Einer auf den zweiten Platz in der U19 Rangliste. Windige Bedingungen, die zum Teil böig über die Regattastrecke in Köln Fühlingen wehten, machte es den Ruderern besonders in den Viertel- und Halbfinals am Samstag nicht leicht. Zu den Finalrennen gab es aber faire Bedingungen, die einer Olympiaqualifikation und Deutschen Meisterschaft würdig waren.

„Ich bin Happy, mit dem zweiten Platz habe ich das Olympiaticket errudert, aber mit meinem Rennen auf den ersten 1000 Metern, ich weiß selber nicht, warum ich so schlecht ins Rennen gekommen bin. Auf den zweiten 1000 Metern war es ein absolut berauschendes Rennen, kämpferisch war ich top, das ich noch so auffahren konnte“, wundert sich Lisa Schmidla selber nach dem Finale. Alles andere als gut kam die 24 Jährige aus dem Start, mit einem gigantischen Rückstand von mehr als 6 Sekunden auf die bis zur 1000 Meter Marke führende Carina Bär aus Heilbronn, ging Schmidla über die 1000 Meter Marke und dann begann das Rennen für Schmidla. Der Regattasprecher hatte Schmidla zu diesem Zeitpunkt bereits aus den Medaillenrängen abgeschrieben. Doch Schmidla selbst nicht und da zeigte sich ihre Extraklasse, in einer furiosen Aufholjagt schafft sie das unmögliche und sammelt ihre Gegnerinnen ein, eigentlich in diesem hochkarätigen Feld fast ein Ding der Unmöglichkeit. Am Ende fehlt ihr eine halbe Bootslänge zum Sieg, der an diesen Tag an Marie-Catherine Arnold aus Hannover geht. Auf den Bronzerang fuhr Annekatrin Thiele aus Leipzig. Jetzt kann Schmidla erst einmal einen Tag zu Hause durchatmen, bevor es am Dienstag für eine Woche zum Lehrgang nach Berlin geht. In welchem und mit wem sie dann im Boot sitzen wird, entscheidet sich heute in der Bundestrainersitzung. Es ist aber davon aus zu gehen, dass Schmidla wieder in den Doppelvierer kommt. 

Die Vorgabe unter den besten 8. leichtgewichtigen Männern Einern zu bleiben hat Jonathan Rommelmann geschafft. Es wurde ein 5. Platz im Finale, 3 Sekunden fehlten zum Medaillenrang. Damit bleibt er im Rennen um die Olympiatickets. Anders als bei Schmidla, muss er mit seinem Partner Konstantin Steinhübel aus Würzburg, der Bronze im Einer gewann, am kommenden Samstag gegen die Finalisten aus dem Einer, die dann in Doppelzweier Kombinationen starten, ein erneutes Ausscheidungsrennen fahren. Die Kombination Moritz Moos und Jason Osborne, beide aus Mainz, die Gold und Silber im Einer gewannen und Max Röger und Daniel Lawitzke beide aus Berlin, die 4 und 6 im Finale wurden, werden die Gegner sein. Bis Samstag nutzen Steinhübel und Rommelmann die Zeit, um sich wieder an den Doppelzweier zu gewöhnen. „Der 5. Platz geht in Ordnung, ich habe mich sehr schwer getan meinen Rennrhythmus zu finden. Ich hätte schon wie im Halbfinale los kommen müssen, aber es war heute ein Arbeitsrennen, eigentlich kann es im Doppelzweier nur besser laufen, ich freue mich darauf, dass wir am Samstag erneut die Chance haben“, so Rommelmann.

Die Startnummer 2. hat Konstantin Nowitzki Glück gebracht, ähnlich wie Schmidla, die auch die 2. hatte, wurde es der 2. Platz im A Finale der U19. Ein tolles Rennen fuhr der 17 jährige Krefelder bis zur 1600 Meter Marke, hier sah es noch so aus, als ob er das Rennen gewinnen könnte, doch im Schlussspurt setzte sich Simon Schlott aus Witten, mit einer halben Bootslänge Führung durch. Das abschließende Testrennen im Doppelzweier gewann er zusammen mit Henri Schwinde aus Münster, der Platz 3. im Finale belegte. In dieser Kombination wird er auch in 3. Wochen zur Internationalen Regatta in München an den Start gehen und im vorläufigen 1. DRV Doppelvierer sitzen.

5. schnellster U23 Zweier ohne Steuermann wurde Jacob Schulte-Bockholt und Laurits Follert, sowie auf den 6. Rang kam Marc Leske mit Partner Christopher Reinhardt aus Dorsten. In der Gesamtrechnung wurden Jacob Gebel und Lukas Geller 15ter, damit bleiben alle weiter im U23 Kaderkreis. 

Michaela Staelberg kommt bei den U23 Einern auf den 6. Platz, damit ist sie deutlich besser als letztes Jahr in die Saison gekommen, auch sie gehört jetzt dem erweiterten U23 Nationalmannschaftskreis an.

Sophie Baloghy und Partnerin Vera Spanke aus Neuss rudern im Frauen Zweier ohne Steuerfrau ins C Finale und werden dort 3. Boot. Henriette te Neues rudert in das D Finale auf den 6. Platz bei den leichtgewichtigen Frauen.

Für die erst seit kurzem zusammen rudernde Charlotte Lier, mit Lena Sarassa aus Lüdinghausen, war der 2. Platz im C Finale der U19 Zweier ohne Steuerfrau ein gutes Ergebnis. Im U19 Zweier ohne Steuermann kam Joost Follert zusammen mit Marcel Habig im D Finale auf den 5. Rang.

Autor: Sabine Tschäge
Tags: Junioren | Senioren | International
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