Crefelder Ruder-Club 1883 e.V.

Lisa Schmidla triumphiert in Luzern beim letzten World – Cup

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© Deutscher Ruderverband/Seyb

13. Juli 2015
Der Rotsee in Luzern/Schweiz erweist sich für Lisa Schmidla erneut als „Göttersee“, souverän gewinnt sie das Finale im Frauen Doppelvierer. Ihre Crew wird damit auch, International ungeschlagen, World –Cup Gesamtsieger. Ein Debakel erleben hingegen Miriam und Sara Davids, mit Platz 6 im C- Finale.

Erneut ein deutlicher Sieg für die Crew um Schlagfrau Lisa Schmidla, mit einem Start –Ziel Sieg untermauerte der Deutsche Frauen Doppelvierer seine Vormachtstellung. Neu in die Medaillenränge hat sich das Boot aus Australien geschoben, die knapp vor den Niederländerinnen ins Ziel kamen. Die Polinnen beim letzten World-Cup noch in den Medaillenrängen, mussten sich nach schnellem Anfangstempo mit dem 5. Platz begnügen. Bei 1000 Metern führte die Crew, um Schlagfrau Schmidla hauch dünn vor dem Boot aus Neuseeland. An der 1500 Meter Marke war es eine ¾ Bootslänge Führung vor Neuseeland. Im Schlussspurt drehten die Niederländerinnen nochmal mächtig auf und ruderten von Platz 5 auf den Bronzerang. Ungefährdet aber der Sieg für Schmidla, Carina Bär/Heilbronn, Annekatrin Thiele/Leipzig und Marie-Catherine Arnold/Hannover, die ihren Vorsprung vor Australien weiter ausbauen konnten. „Die Australierinnen sind sehr gut gefahren, aber wir hatten die Situation jederzeit im Griff, aber der Abstand wird enger, wir werden im Trainingslager weiter konzentriert an unserem Startverhalten arbeiten, hier haben wir noch erhebliche Reserven“, so Schmidla, die direkt nach dem Finale weiter ins Trainingslager an den Weissensee/Österreich fährt. Die gesamte DRV Skull Gruppe wird sich hier im ersten Trainingsblock auf die WM vorbereiten.

So überzeugend der Sieg von Schmidla war, desto enttäuschender war das Ergebnis im Frauen Riemen Bereich für den DRV. Offensichtlich gibt es hier große strukturelle und trainingsinhaltliche Probleme. Eine katastrophale Leistung im Hoffnungslauf, hatte für Sara und Miriam Davids zur Folge, dass sie nur noch im C-Finale starten konnten. Aber auch hier war das Duo nicht in der Lage ihre Leistung ab zu rufen, mit Platz 6 ein Ergebnis, was das Leistungsvermögen des Zweiers nicht wiederspiegelt. Prüfungsstress und gesundheitliche Probleme hatten im Vorfeld zwar immer wieder in der Vorbereitung gestört, doch sieht man den gesamten DRV Frauen Riemenbereich, dann muss auch die Frage nach der Herangehensweise gestellt werden. Weder der Achter noch die Zweier konnten den Sprung in die Finals schaffen. Chef-Bundestrainer Markus Schwarzrock/Hamburg ist ganz offensichtlich zum Handeln gezwungen, wenn man für Olympia 2016 noch ein Boot qualifizieren will!

Autor: Sabine Tschäge
Tags: Senioren | International
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