Crefelder Ruder-Club 1883 e.V.

Lisa Schmidla zurück in der Goldspur – Sieg beim letzten World-Cup in Poznan

Sonntag-4388
© DRV/Seyb

21. Juni 2016
Die Umbesetzung hat gefruchtet! So kann man den World-Cup Auftritt von Schmidla und Co. in einem Satz beschreiben. Knapp 50 Tage vor Olympia hat sich der Deutsche Frauendoppelvierer vom Jäger wieder zum Gejagten entwickelt und das ist genau das, was sie wollten!

Starker böiger Schiebewind in Poznan/Polen, gute und sehr schnelle Ruderbedingungen, bei denen die Felder meistens dicht beieinander bleiben. Eine große Lücke zu seinen Verfolgern kann man nur schwer errudern. Nicht alle 7. qualifizierten Boote für Olympia waren in Poznan am Start. Die USA, China und die amtierenden Olympiasiegerinnen aus der Ukraine blieben dem World-Cup fern. Für die DRV Crew, Australien, Polen und Niederlande gab es daher keinen Vorlauf, nur ein Bahnverteilungsrennen.

Bereits das Bahnverteilungsrennen hatten Lisa Schmidla, Annekatrin Thiele/Leipzig, Carina Bär/Heilbronn die neu hinzu gekommene Julia Lier/Halle knapp vor Polen für sich entschieden. 

Das Finale gingen die Frauen entschieden an und ruderten schnell einen klaren Vorsprung vor Polen heraus. Im Endspurt mussten sie sich jedoch Australien und den Niederlanden erwehren. Der Vorsprung betrug 0,32 Sekunden, dies entspricht einem halben Luftkasten vom Boot Vorsprung. Die in Luzern dominierenden Polinnen wurden 4, anscheinend hatten sie sich mit dem Anfangstempo übernommen. Schmidla: "Wir hatten hart zu kämpfen, die letzten 700 Meter taten richtig weh. Wir wussten, dass die Gegnerinnen stark sind und hatten besonders die Niederländerinnen im Blick. Das Niveau ist insgesamt gestiegen und wir haben unsere kämpferischen Qualitäten gezeigt." Das noch nicht alles rund läuft im Deutschen Boot war zu erwarten, auch wenn Cheftrainer Marcus Schwarzrock:“etwas mehr Abstand hätte ich mir schon vorgestellt“, äußerte, bleibt fest zu halten, dass die Umbesetzung, Lier in den Vierer zu holen, richtig war. Jetzt müssen die Frauen in den Trainingslagern in den nächsten Wochen weiter zusammen finden. „Ich fühle mich mit Julia (Lier) hinter mir sehr wohl, bis 1500 Meter konnte ich gut den Rhythmus durch bringen, im Endspurt klemmt es noch, aber bei den wenigen Kilometern zusammen nicht verwunderlich. Wir haben im Trainingslager noch viel zu erarbeiten, das wird uns fordern und weiter voran bringen“, so Schmidla, die sich am Telefon sehr zuversichtlich äußerte und sich darauf freut um 18:00 Uhr im Flieger Richtung Heimat sitzen zu können, bevor es dann bald wieder in die Trainingslager los geht, denn dann gibt es bis August nur ein Ziel – Rio!

Autor: Sabine Tschäge
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