Crefelder Ruder-Club 1883 e.V.

Männerachter übernimmt wieder die Tabellenführung

8. August 2011
Sie haben wieder zugeschlagen. Der Männerachter des Crefelder Ruder-Clubs hat sich mit eindrucksvollen Siegen im Kampf um den Sieg in der flyeralarm Ruder-Bundesliga zurück gemeldet. Beim deutlichen Sieg in Hannover konnte kein anderer Achter dem Boot vom Elfrather-See folgen, so dass der Crefelder RC nun wieder Tabellenerster ist. Unterdessen wurde der Frauenachter Zweiter und verteidigte die Tabellenführung.

Vor dem Renntag in Hannover lag der Männerachter des Crefelder RC punktgleich mit dem Tabellenführer aus Münster auf dem zweiten Platz. Nachdem die CRC-Männer beim letzten Bundesligarenntag die Tabellenführung abgeben mussten, war es nun das Ziel wieder das gelbe Trikot des Spitzenreiters zu übernehmen.

Im Zeitfahren bereits zeigte das Flaggschiff vom Elfrather-See, dass der Tagessieg mal wieder nur über die Erfolgstruppe aus Krefeld gehen würde. Die Mannschaft siegte mit einer Zeit von etwas mehr als 54 Sekunden. Im Achtel- und Viertelfinale konnte sich das Team gegen jeweils drei Boote ebenfalls behaupten. Dabei kam es im Viertelfinale  quasi zu einem vorgezogenen Finallauf, wie man ihn an den letzten beiden Renntagen erlebt hatte. Am Start lagen neben dem CRC-Achter die Tabellenführer aus Münster und auch die drittplatzierten Mülheimer. Überraschenderweise konnte Münster das hohe Tempo der Boote aus Krefeld und Mülheim nicht mitgehen, so dass Münster nur noch im Kampf um den fünften Platz mitruderte und sich diesen dann auch sicherte.

„Man merkt, dass die Spitze immer weiter zusammenrückt. Wir können kein Rennen mehr locker angehen und müssen schon im Achtel- und Viertelfinale alles geben um in die nächste Runde einzuziehen“, zog Trainer Christoph Lüke nach den ersten beiden k.o.-Runden des Tages Zwischenbilanz.

Pünktlich zum Halbfinale zog dann das den ganzen Tag angesagte Gewitter heran und so regnete es auf dem Hannoveraner Maschsee beim Halbfinalstart des CRC-Achters in Strömen. Das gegnerische Boot aus Frankfurt wurde distanziert und der Finaleinzug des CRC-Achters war perfekt. Im Finale wartete das wiedererstarkte Team aus Emscher/Hamm auf die Krefelder. Doch auch hier bewies das Flaggschiff des CRC seine Stärke und setzte sich überlegen durch. Damit übernahm der Crefelder RC wieder die Tabellenführung in der Ruder-Bundesliga und führt nun mit vier Punkten Vorsprung vor Münster und einem weiteren vor dem Sprintteam Mülheim, die zum dritten Mal in dieser Saison auf dem Bronzerang landeten.

„Heute hat alles gepasst. Wir mussten in jedem Rennen Vollgas geben um zu gewinnen und bei den schwierigen Bedingungen im Halbfinale und Finale konnten wir unsere Erfahrung nutzen und den Sieg nach Krefeld holen“, freute sich Larus Melka nach dem Rennen.

Frauenachter sichert sich Silber
Der Frauenachter des Crefelder Ruder-Clubs hat zudem seine Tabellenführung verteidigt und liegt weiterhin mit zwei Punkten Vorsprung auf dem ersten Tabellenplatz. Dazu reichte der zweite Platz in der Tageswertung hinter den amtierenden Bundesligachampions aus Hamburg.

Bei der Anreise am Freitag, sah es zunächst noch so aus, als wenn auf Schlagfrau Melanie Staelberg, die bisher in jedem Rennen der Ruder-Bundesliga im Boot saß, auf Grund einer Erkältung verzichtet werden müsste. Daher trainierte der Achter am Freitag noch ein Mal in einer anderen Zusammensetzung – Theresa Lomertin rückte auf die Schlagposition vor und die Mannschaft war sich danach einig, dass auch dies keine wesentliche Schwächung für den Renntag bedeutet hätte.

Dieser Notfallplan musste aber nicht in die Tat umgesetzt werden, da Melanie Staelberg am Samstag fit genug war um den Frauenachter des CRC anzuführen. Dies gelang zunächst besonders gut, da am Morgen bereits ein Sieg im Zeitfahren zu Buche stand.

Auch in den k.o.-Runden setze sich das CRC Boot durch und zog so souverän ins Halbfinale ein. Dort wiederum war der Sieg gegen das Berliner Boot mit 1,5 Sekunden überraschend deutlich. Ebenso deutlich und enttäuschend für die Frauen des Crefelder RC war jedoch auch die Finalniederlage gegen den Hamburger Alsterachter. „Im Finale lief es nicht gut bei uns. Das Gewitter hat für einige Unruhe im Boot gesorgt, so dass wir nicht gut ins Rennen gefunden haben“, sagte nach dem Rennen Steuerfrau Tjarde Melka. „Aber beim nächsten Renntag gehen wir wieder selbstbewusst an den Start und wollen dem Titelgewinn wieder ein Stück näher kommen.“

Jetzt gilt es für die beiden Achtermannschaften weiter konzentriert zu arbeiten und sich auf den vorletzten Renntag in Hamburg vorzubereiten. In drei Wochen findet auf der Binnenalster bereits der vierte Lauf der Ruder-Bundesliga statt.


CRC Männerachter in Hannover:
Matthias Simons, Thorsten Hütz, Jochen Urban, Lars Henning, Larus Melka, Moritz Koch, Dirk Marterer, Alexander Thierfelder, Andreas Baloghy, Leonhard Zerni
Steuer: Carolin Staelberg

CRC Frauenachter in Hannover:
Melanie Staelberg, Manuela Staelberg, Rebekka Klemp, Mona Benger, Johanna Davids, Theresa Hülsmann, Theresa Lomertin, Johanna te Neues, Geraldine Schulz, Vera Dresely
Steuer: Tjarde Melka
 
Die nächsten RBL-Termine 2011:
27. August - Hamburg, 3. September - Krefeld

Autor: Jan Nikolai Trzeszkowski
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Tags: Senioren | RBL
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