Crefelder Ruder-Club 1883 e.V.

Männerachter verteidigt seinen Titel in der Bundesliga

6. September 2010
Der Männerachter des Crefelder Ruder-Club hat sich mit einem dritten Platz im letzten Rennen der Ruder-Bundesliga aus der Saison 2010 verabschiedet. Dies reichte zur sicheren Titelverteidigung. Auch der Frauenachter konnte sein Ergebnis aus dem Vorjahr wiederholen und wurde in der Endabrechnung Zweiter.


Bei bestem Wetter und idealen Ruderbedingungen strahlten die Bundesligaachter am Aasee in Münster mit der Sonne um die Wette. Der Finaltag der Ruder-Bundesliga bot aber nicht nur Kaiserwetter, sondern wie gewohnt auch sportliche Höchstleistungen und spannende Rennen im Kampf um Meisterschaft, Plätze auf dem Treppchen sowie Auf- und Abstieg. Auch einige Überraschungen hielten die Rennen über die kurze 350m-Distanz bereit.

Titelverteidigung im Männerachter
Der Krefelder Männerachter startete in den letzten Renntag ohne Stammkraft Thorsten Hütz, wollte sich aber trotzdem mit einem Tagessieg für die tolle Saison bei den zahlreich mitgereisten Fans bedanken. Auch wenn das Zeitfahren am Samstag Morgen nicht optimal verlief, sprang für den CRC die zweitschnellste Zeit heraus. Lediglich die erstärkten Lokalmatadoren aus Münster waren acht Hundertstel schneller. Im Achtelfinale gelang dem Männerachter dann im ersten K.O.-Rennen des Tages ein Sieg gegen die Boote aus Mülheim, Dresden und Düsseldorf. Mit diesem Sieg im Achtelfinale standen die Krefelder bereits als Ligachampions fest. Ihr Punktevorsprung vor den Verfolgern war uneinholbar. Doch auch die Viertelfinals versprachen noch weitere spannende Rennen, denn die ersten Mitfavoriten auf den Tagessieg musste ausscheiden. Auch hier konnte sich das Flaggschiff des Crefelder RC durchsetzen - die Boote aus Leverkusen, Emscher und Rauxel blieben hinter den Krefeldern zurück. Das erste Halbfinale zwischen den Achtern des Hamburger und Germania Ruderclubs und den Pred8Oars Leverkusen entschieden die Männer von der Außenalster für sich. Im zweiten Halbfinale zwischen der Heimmannschaft aus Münster und dem Titelverteidiger aus Krefeld kam es dann zur Sensation: nach 350 Metern Bord-an-Bord-Kampf kamen beide Boote auf einer Höhe ins Ziel. Nach langer Auswertung des Zielfilms wurde das Renne zu einem toten Rennen erklärt, beide Mannschaften waren bis auf die Tausendstel Sekunde zeitgleich. Nach langer Beratung des Schiedsgerichts mit den betroffenen Trainern wurde das Finale dann mit allen vier Booten ausgetragen, wobei Hamburg eine Garantie auf den ersten bzw. zweiten Platz bekam, und Leverkusen maximal Dritter werden konnte.
Die Crews der vier tagesschnellsten Achter ließen sich durch die lange und ungewisse Wartezeit auf dem Wasser jedoch nicht beirren und lösten die Sache sportlich: in einem Herzschlagfinale siegte Hamburg vor Münster, Krefeld und Leverkusen.

Mit einem dritten Platz konnte sich der Crefelder RC aus der Saison 2010 verabschieden und gewannen damit zum zweiten Mal in Folge den Titel "Deutscher Ligachampion". Deutliche zwölf Punkte Vorsprung vor dem Verfolgerboot aus Hamburg stehen in der Gesamtabrechnung für den CRC zu buche. Der Titelverteidiger Krefeld ist damit auch der neue Ligachampion, die Plätze 2 und 3 belegen die Mannschaften aus Hamburg und Emscher.

Frauenachter wird Zweiter
Auch der Frauenachter war als Tabellenführer nach Münster gereist und hatte sich vorgenommen die Tabellenführung zu halten. Allerdings führte das Krefelder Team, das sich in dieser Saison enorm gesteigert hatte, nur hauchdünn mit einem Punkt Vorsprung vor dem Titelverteidiger aus Hamburg. Und auch der Wannsee-Express aus Berlin lag mit nur zwei Punkten Rückstand in einer guten Ausgangslage für die letzten Saisonrennen.
Bereits im Zeitfahren zeigten dem amtierenden Ligachampions, dass sie ihren Titel verteidigen wollten und landeten vor den Krefelder Frauen auf Platz eins. Allerdings trennten die beiden Boote weniger als eine Zehntelsekunde.
Im Achtelfinale konnte sich das Krefelder Paradeboot deutlich durchsetzen und gewann mit beachtlichem Vorsprung. Auch im Viertelfinale sicherte sich der CRC-Achter den ersten Platz. Alle drei Mannschaften die noch Chancen auf den Gesamtsieg hatten, waren bis ins Halbfinale vorgefahren. Und so beendeten die Krefelder Frauen angetrieben von Steuerfrau Tjarde Melka die Hoffnungen der Berliner im Halbfinale: mit einer halben Sekunde Vorsprung sicherten sie sich den Einzug ins Finale gegen Hamburg. Dort konnten Krefeld allerdings dem verstärkten Boot aus Hamburg nicht folgen und so sicherte sich Hamburg den Tagessieg. Beide Boote hatten somit in der Gesamtabrechnung nun 65 Punkte. Hamburg hatte durch diesen Sieg allerdings einen Tagessieg mehr an den sechs Renntagen errungen und damit konnte das Boot von der Alster den Titel des Ligachampions verteidigen.

Mit stimmungsvoller Siegerehrung und anschließendem Feuerwerk verabschiedete sich die Ruder-Bundesliga aus der Saison 2010. "Es ist toll, dass wir das Ergebnis des letzten Jahres wiederholen konnten. Bei den Männern haben wir mit deutlichem Abstand gewonnen und konnten unseren Titel als Ligachampion sicher verteidigen. Der Frauenachter hat sich im Vergleich zum letzten Jahr auch stark gesteigert und ist näher an Hamburg ran gerückt.", bilanzierte CRC-Cheftrainer Christoph Lüke nach dem Finale der Ruder-Bundesliga und gab dabei direkt das Ziel für das nächste Jahr vor: "Nachdem wir dieses Jahr nur wegen der Anzahl der Tagessiege den Titel des Ligachampion nicht gewinnen konnten, werden wir im nächsten Jahr alles daran setzen, dass sowohl bei den Männer als auch bei den Frauen der Ligachampion 2011 aus Krefeld kommt."


Mannschaft des CRC Männerachter-Achter in Münster:
Matthias Simons, Lars Henning, Dirk Marterer, Alexander Thierfelder, Andreas Baloghy, Leonhard Zerni, Marc Benger (Larus Melka), Moritz Koch,
Steuerfrau: Jaqueline Jozwiak

Mannschaft des CRC Frauenachter-Achter in Münster:
Melanie Staelberg, Manuela Staelberg, Franziska Horbach, Theresa Hülsmann, Johanna te Neues, Mona Benger, Marisa Staelberg, Maren Ruße
Steuerfrau: Tjarde Melka

Autor: Jan Nikolai Trzeszkowski
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