Crefelder Ruder-Club 1883 e.V.

Medaillenflut für CRC Athleten bei der Deutschen Jahrgangsmeisterschaft

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© Sabine Tschäge

1. Juli 2015
Michaela Staelberg löst Last-Minute-Ticket für U23 WM in Plovdiv - Lukas Geller fährt zur JWM nach Rio

Eine der Erfolgreichsten Deutschen Jahrgangsmeisterschaften ist an diesem Wochenende in Köln für die Athleten des Crefelder Ruder-Club zu Ende gegangen. Dabei fischten sie 7. Gold-, 13. Silber-, 1. Bronzemedaille aus dem Fühlinger See, ergänzt durch 6 x Platz 4 und 3x Platz 6 im Finale.

Lukas Geller zeigte im U19 Vierer ohne Steuermann, was es heißt der Konkurrenz haushoch überlegen zu sein. Zusammen mit Lukas Föbinger/Witten, Johannes Renz/Dortmund und Christopher Reinhardt/Dorsten dominierten sie das Feld. Ein Start-Ziel Sieg mit mehreren Bootslängen Vorsprung lässt auch auf ein gutes internationales Niveau des Vierers hoffen. Diese Einschätzung teilte auch U19/23 Bundestrainerin Brigitte Bielig/Dresden und nominierte das junge  Quartett für die JWM in Rio/Brasilien. Mit dem ersten NRW Achter hoffte Geller auf  eine Revanche für die letzte Regatta in Hamburg, wo sie gegen das Team Nord-Ost knapp verloren hatten. Nach einem harten Bord an Bord Kampf über das gesamte Rennen, setzte sich auf der Ziellinie wieder das Team aus Nord-Ost durch, die übrigen Achter konnten in das Geschehen der beiden Führenden Boote nicht eingreifen. Aber die Freude über die gewonnen Silbermedaille überwiegte am Siegersteg.

Buchstäblich in letzter Minute springt auch noch Michaela Staelberg auf den U23 WM Zug auf. Im Frauen Einer attackierte sie die bis dahin dominierende Julia Leiding aus Rostock, im Schlussspurt musste sie Leiding jedoch ziehen lassen. Staelberg setzte sich aber deutlich vor ihre Konkurrentinnen, die auch noch um die Ersatzposition kämpften.  Im Doppelvierer der Frauen konnte sie zudem noch Silber in Renngemeinschaft mit Rostock und Hannover gewinnen.

Doppelmeister bei den U23 kann sich an diesem Wochenende Laurits Follert nennen. Wie zu erwarten erruderte er im Auswahlboot des Deutschen Ruderverbandes die Goldmedaille. Einen Husarenritt legte er aber zusammen mit seinen Partnern aus Rostock und Hamburg hin. Gut vom Start weg gekommen, gaben sie bis zum Ende ihre Führung nicht mehr ab und verwiesen gar den nominierten DRV Vierer auf den 4 Platz. Die Freude über das unerwartete Gold war am Siegersteg kaum zu bremsen.

Jonathan Rommelmann ist in dieser Saison mit Partner Philipp Grebner aus Mainz im leichtgewichtigen U23 Doppelzweier nicht zu schlagen. Erneut kontrollierten sie ihre Konkurrenz und fuhren ungefährdet zu Gold. Pech im Abschließenden leichtgewichtigen Doppelvierer, ein kapitaler technischer Fehler vom Bugmann aus Erlangen brachte den Vierer nach 750 Metern auf Position 5. Eine grandiose Aufholjagd, eingeläutet von Schlagmann Rommelmann brachte den Vierer auf den letzten 250 Metern wieder an den Führenden DRV Vierer heran, die letzten Meter lieferten sich beide Boote einen erbitterten Kämpf, den der DRV Vierer mit einem Wimpernschlag für sich entscheiden konnte. In der Schlussrechnung für Rommelmann Gold und Silber.

Im Vierer mit Steuermann sind sie bei den U23 das Maß der Dinge, wer hier nach vorne will, muss an Marc Leske und Jacob Schulte Bockholt vorbei rudern. Beide werden durch Finn Knüppel/Schwerin, Rene Stüven/Herne und Steuermann Felix Heinemann/Dortmund ergänzt. Dies so gut, dass an diesem Wochenende der Sieg ungefährdet an sie ging. Im Abschließenden Achter holten Leske und Schulte Bockholt noch die Silbermedaille.

Marisa Staelberg gewann mit Partnerin Sophie Oksche/Ingolstadt den U23 Zweier ohne Steuerfrau. Zusammen mit ihren Partnerinnen mussten sie sich im Achter nur knapp dem DRV formierten Achter geschlagen geben. Gold und Silber für Staelberg.

Bronze für Sophie Baloghy im U23 Achter, knapp vor Henriette te Neues, die sich mit Platz 4 begnügen musste.

Doppel Silber für Michael Rieske und Lars Hermsdorfer, die zusammen mit ihren Partnern aus Düsseldorf, Duisburg und Essen im leichtgewichtigen U19 Vierer ohne Steuermann und Achter auf das Podest ruderten. 

Ein mutiges Rennen fuhren Joost Follert und Marcel Habig im U17 Vierer mit Steuermann, vom Start an versuchten sie schnell los zu kommen, was ihnen auch gut gelang, hinter dem Boot aus Hamburg holten sie mit deutlichem Abstand zu Platz 3 die Silbermedaille. Ergänzt durch Hendrik Klose, Elias Hupperts und Ruderern aus Neuss und Düsseldorf, erwischten sie im U17 Achter einen schlechten Start, alle Versuche an die Führenden Achter heran zu fahren, waren an diesem Sonntag erfolglos, es blieb der 6. Platz im Finale.

Auch Platz 6 für Melissa Isen und Charlotte Lier, die sich im 25 Boote umfassenden Feld in das Finale gekämpft hatten, dort auch bravurös kämpften, aber letztlich nicht den Anschluss an die Medaillien ränge halten konnten.

Wenn man vom fehlenden Quäntchen Glück an diesem Wochenende reden kann, dann bei Konstantin Nowitzki, der zusammen mit Tobias Kiene/Hamm im U19 Doppelzweier und Simon Straßburg, der im U19 Einer rudert. Straßburg ruderte im 24 Boote umfassende Feld in das Finale gerade einmal 8/10tel trennten ihn von der Medaille. Nowitzki traf es noch härter 4/10tel fehlten zum Medaillenrang. Kämpferisch super Rennen gefahren doch leider nicht belohnt, da passt es, das im abschließenden Doppelvierer auch wieder der 4. Platz errudert wurde. Im Doppelvierer fuhren noch Jonas Mark, Jan Renner in Renngemeinschaft mit Köln und Essen im gleichen Finale auf den 6. Platz.

Für Rommelmann, Leske, Schulte Bockholt, Follert, Marisa und Michaela Staelberg und Trainerin Sabine Tschäge geht es bereits heute ins 4 Wöchige  Trainingslager nach Ratzeburg zur Vorbereit der U23 WM. Für Geller geht es am Donnerstag in Berlin ins 4,5 Wöchige Trainingslager für die JWM.

Autor: Sabine Tschäge
Tags: Junioren | Senioren | International
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