Crefelder Ruder-Club 1883 e.V.

Michaela Staelberg zurück in der Erfolgsspur - 2. Platz bei Rangliste in Hamburg

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© Sabine Tschäge

24. Mai 2016
Für die U23 Ruderer des Crefelder Ruder-Clubs ging es am vergangenem Wochenende in Hamburg um wichtige Punkte für die die U23 WM. Gute Bedingungen auf der Dove-Elbe Regattastrecke ließen faire Wettkämpfe zu, eine Besonderheit bei den Ranglistenrennen, das das Finale im Männer Zweier und Frauen Einer mit 8 Booten ausgefahren wurde. Jonathan Rommelmann muss kurzfristig wegen Krankheit abmelden. Konstantin Nowitzki dominiert in Köln erneut den U19 Doppelzweier.

Eindrucksvoll meldet sich Michaela Staelberg im Frauen Einer zurück, nur Anne Beenken aus Saarbrücken war an diesem Samstag schneller als Staelberg. „Ich bin wirklich glücklich, nach der verkorksten letzten Saison. Das lief wirklich gut heute und auch der Zweier mit Anne war gut, man merkt das der andere Zweier schon eingefahren war“, so eine strahlende Staelberg. Diesmal dürfte die WM nur mit Staelberg über die Runden gehen. Auf Grund der Ergebnisse wurden am Sonntag noch Doppelzweier und Vierer gebildet, die Bundestrainerin Brigitte Bielig/Dresen auf Grund der Ranglistenergebnisse gebildet hatte. Staelberg bildete zusammen mit Beenken einen Zweier. Nur die Kombination aus Rostock/Kiel war dabei etwas schneller, sie haben aber auch schon in Gent den Zweier gewinnen können. Zusammen bildeten beide Zweier auch den siegreichen Doppelvierer, der die Konkurrenz mit 5 Sekunden deklassierte.

In letzter Sekunde musste Jonathan Rommelmann abmelden, ein Infekt verhinderte den Start des CRC Top Sportlers. Rommelmann gehört aber auf Grund seiner überragenden Vorleistungen nach wie vor zum Stamm der U23 Nationalmannschaftsanwärter, in 14 Tagen in Ratzeburg muss er sich dann erneut, dann hoffentlich wieder gesundet, unter Beweis stellen.

Noch bis Mittwoch durch eine Rippenverletzung gehandicapt, konnte Laurits Follert mit Partner Jacob Schult-Bockholt an den Start gehen. „Der Vorlauf klappte ganz gut, aber im Finale habe ich gemerkt, dass wir 12 Tage nicht im Boot saßen und keine Vorbelastung gefahren sind, aber der 6. Platz geht mit der Vorgeschichte in Ordnung, mehr war unter den Umständen nicht drin“, so Follert nach dem Rennen. Auftrumpfen konnte aber Marc Leske mit Partner Christopher Reinhardt aus Dorsten ruderten sie auf den 4. Rang. „Das war wirklich ein guter Schlussspurt, wir wollten unter die besten 4 Boote, das hat heute gut geklappt“, so Leske nach dem Finalrennen. Zusammen bildeten die beiden Zweier auch einen Vierer ohne Steuermann, der bereits in Gent siegen konnte, dort fehlte aber durch Krankheit der Berliner Vierer, der sich an diesem Tag durchsetzen konnte. Das CRC Trio ruderte anschließend einen ungefährdeten Sieg im Achter. Mit unglaublichen 12 Sekunden Vorsprung erreichten sie das Ziel. Bundestrainerin Bielig war von dieser Leistung, bei der Schlagmann Leske seine Truppe zu Höchstleistungen anspornte, mehr als Begeistert. Bei der Mannschaftsbildung sollten die 3 CRC Recken nicht mehr zu übergehen sein.

3 Zehntel trennten Lukas Geller und Jakob Gebel vom A-Finale. Ein tolles Rennen zeigte der „Aufsteigerzweier“, aber am Ende reichte es dann „nur“ zum B-Finale. Der Kampf um das A- Finale hatte zu viele Körner gekostet. Insgesamt wurde es ein 12. Platz (4. Platz B-Finale), damit blieben sie unter ihrer eigenen Vorgabe mindestens Platz 10. Geller hatte zudem an diesem Wochenende mit einer aufkommenden Erkältung und Prüfungen für das Fachabitur zu kämpfen, die Umstände hätten für den Zweier glücklicher sein können.

Sophie Baloghy ruderte mit Partnerin Vera Spanke aus Neuss auf den 8. Platz. Im abschließenden Achter sorgte das Boot von Baloghy für einen Paukenschlag, der vermeintlich stärker besetzte 1 DRV Achter wurde mit zwei Bootslängen geschlagen. Riesenfreude bei Baloghy und Crew, die damit die Bundestrainer vor Rätsel stellen. Bleibt abzuwarten, was sich hieraus ergibt.

U19/17 in Köln

Wieder hieß das schnellste deutsche Boot im Doppelzweier der U19 Konstantin Nowitzki und Partner Henri Schwinde aus Münster. Nicht den Hauch einer Chance ließ die Kombination der Konkurrenz, mit über zwei Längen führten sie das Feld an. Im Einer zeigte Nowitzki allerdings etwas Nerven, am Samstag kam er auf dem 3. Rang ein, ein etwas untypischer Rennverlauf für ihn, aber bereits am Sonntag fand er zu alter Stärke zurück und siegte im Einer.

Einen Sieg fuhr Charlotte Lier mit Partnerin Lena Sarassa aus Lüdinghausen im U19 Zweier ohne Steuerfrau und in Renngemeinschaft mit Dortmund und Waltrop im Vierer ein.

Ebenfalls im U 19 Vierer und Zweier ohne Steuermann der Leichtgewichte siegten Lars Hermsdorfer und Michael Rieske, die im Vierer durch Jonas Geller und Tom Krüger aus Düsseldorf ergänzt wurden.

Gerade erst in den U17 Bereich aufgestiegen, konnte Pia Renner einen Sieg im leichtgewichtigen Einer verbuchen.

In 14 Tagen geht es für die U23 Aktiven in Ratzeburg zur Internationalen Regatta rund. Die U19 Ruderer haben dann bei der Internationalen Regatta in Hamburg, bei der erneut die Rangliste ausgefahren wird, eine harte Prüfung ihrer Leistung vor sich.

Autor: Sabine Tschäge
Tags: Junioren | Senioren
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