Crefelder Ruder-Club 1883 e.V.

Nationale Dominanz auf der Deutschen Sprintmeisterschaft

14. Oktober 2009
Bei den Deutschen Sprintmeisterschaften am vergangenen Wochenenede in Köln-Fühlingen gelang es dem Team des Crefelder Ruder-Club mit fünf Meistertiteln überaus erfolgreich abzuschneiden. Mit den Siegen im Männer als auch im Frauenachter setzten sich die Athleten nach langer Saison selbst die Krone auf und demonstrierten eindrucksvoll die Crefelder Stärke auf der Sprintdistanz.


Bereits das erste Finale am Sonntag bescherte den Krefeldern die erste Goldmedaille. Lars Henning, Dirk Materer, Thorsten Hütz, Matthias Simons und Steuerfrau Kristin Heume gewannen mit knapp einer Sekunde Vorsprung vor dem Hamburger und Germania Ruderclub. Bereits im dritten Jahr hintereinander geht damit der Titel in dieser Bootsklasse an den Elfrahter-See. Kurze Zeit später trat der Juniorinnen-Doppelvierer der 17- und 18-jährigen des Crefelder RC an und setzte sich überlegen gegen die anderen Boote durch. Über zwei Sekunden Vorsprung auf der kurzen 310 Meter langen Sprintdistanz zeigte deutlich, dass die Junioren vom Elfrather-See bestens vorbereitet in den Wettkampf gingen und das Team mit Juniorinnen-Weltmeisterin Lisa Schmidla, Johanna te Neues, sowie den Zwillingen Sara und Miriam Davids zur Zeit nicht zu schlagen ist.
Knapp an einer Medaille vorbei hingegen ruderte der B-Junioren Soppelvierer mit Paul Höchter, Matthias Keulen, York Kühr, Michael Naß und Steuermann David Viola. Sie belegten den undankbaren vierten Platz mit einer halben Sekunde Rückstand auf das Boot aus Heidelberg.
Eine Stunde später konnte sich Steuermann David Viola allerdings doch über eine Medaille auf der Deutschen Sprintmeisterschaft freuen. Gemeinsam mit den Ruderern Leon Zerni, Gunnar Theißen, Alexander Thierfelder und Fritz Ebner belegten sie Junior-Vierer mit Steuermann der A-Junioren den zweiten Platz hinter dem RV Münster.
Melina und Marisa Staelberg kamen im Juniorinnen.Doppelzweier B als drittes ins Ziel und konnten sich so nach dem Sieg auf der Landesmeisterschaft vor einer Woche nun auch über den dritten Platz auf der Sprintmeisterschaft freuen. Gemeinsam mit Matthias Keulen und York Kühr, sowie David Viola gelang es ihnen zudem im Mixed-Soppelvierer ebenfalls die Bronzemedaille-zu sichern.
Auch der Mixed-Doppelvierer der A-Junioren mit Miriam und Sara Davids, sowie Leon Zerni und Fritz Ebner belegte den dritten Platz vor dem zweiten Boot aus Krefeld. Lisa Schmidla, Johanna te Neues, Gunnar Theißen und Alexander Thierfelder kamen zwei Zehntel nach ihren Vereinskameraden ins Ziel.
Im Doppelzweier hingegen zeigten Lisa Schmidla und Johanna te Neues, ihre Siegerqualitäten und sicherten sich vor dem Essener-RuderRegattaverein den Sieg. Miriam und Sara Davids belegten im gleichen Rennen den sechsten Platz.
Hatten am Morgen die A-Juniorinnen ihren Doppelvierer noch gewonnen reichte es für die Junioren mit Leon Zerni, Gunnar Theißen, Fritz Ebner und Alexander Thierfelder nicht. Sie mussten sich mit dem vierten Platz abfinden.
Auch für den Frauen-Doppelvierer mit WM-Teilnehmerin Marlene Sinnig reichte es nicht für eine Medaille. Gemeinsam mit Geraldine Schulz, Melanie Staelberg und Maren Ruße belegten sie nur den fünften Platz.

Crefelder Achter siegen
Im Achter gelang zum Abschluss der Saison dann allerdings noch der Sieg und damit für den Frauenachter ein guter Abschluss der Saison. Während sie in der Bundesliga meist dem Achter von der Hamburger Außenalster unterlagen und in der Gesamtwertung den zweiten Platz belegten, gelang der Mannschaft in Köln in einem hochdramatischen Finale, der wichtige Sieg auf der Sprintmeisterschaft. Nach Platz zwei in der Bundesliga und dem Sieg auf der Deutschen Sprintmeisterschaft ein grandioser Auftakt des in diesem Jahr neu gegründeten Crefelder Frauenachter. Dementsprechend groß war die Freude im Achter von Steuerfrau Tjarde Melka und den Ruderinnen Johanna Davids, Theresa Hülsmann, Vera Dresely, Mona Benger, Franziska Horbach, Marlene Sinnig, Maren Ruße und Schlagfrau Melanie Staelberg. Cheftrainer Christoph Lüke zeigte sich dementsprechend zufrieden: "Es ist toll, dass wir die Hamburger nun im direkten Vergleich schlagen konnten. Nächstes Jahr werden wir dann auch wieder in der Bundesliga voll angreifen."
Diesem Sieg wollte der Männerachter des Crefelder Ruder-Club natürlich in nichts nachstehen. Zur Regatta war er als Favorit gereist. Nachdem dieses Jahr die Bundesliga gewonnen wurde und in den letzten zwei Jahren der Titel für die Deutsche Sprintmeisterschaft an die Mannschaft vom Elfrather-See ging, sollte es auch dieses Jahr klappen. Nach dem knappen Sieg im Vorlauf trafen sich im Finale die fünf ersten Boote der Bundesliga, sowie das Boot aus Frankfurt. Durch die lange Bundesligasaison kannten sich alle Mannschaften bestens. Daher war es nicht verwunderlich, dass die ersten vier Boote innerhalb von einer Viertel Sekunde im Ziel ankamen. Die Crefelder Mannschaft mit Lars Henning, Dirk Marterer, Thorsten Hütz, Andreas Baloghy, Thorben Henning, Larus Melka, Sebastian Fürst, Matthias Simons und Steuermann Stefan Lier sicherten sich mit acht Hundertsteln Vorsprung den Titel vor dem Osnabrücker Ruderverein und dem Boot aus Leverkusen. Die sonst während der Saison härtesten Konkurrenten des Crefelder Achters, der Hamburger und Germania Ruderclub belegte lediglich den sechsten Rang. Dirk Marterer war angesichts der überaus erfolgreichen Saison sichtlich zufrieden: "Das war heute ein wirklich hartes Rennen, vor allem nach der langen Saison. Da war ich auf den letzten Metern froh auf die langjährige Erfahrung zurückgreifen zu können, als es noch mal eng wurde. Letztlich hatten wir auch das notwendige Quäntchen Glück."
Die Zuschauer, die dem schlechten Wetter trotzten und sich die vielen spannenden Rennen anschauten, sahen zum Abschluss der diesjährigen Ruder-Saison viele spannende Rennen und zahlreiche Siege der Mannschaft vom Elfrather-See.

Autor: Jan Nikolai Trzeszkowski
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