Crefelder Ruder-Club 1883 e.V.

Pia Renner präsentiert sich in Hamburg in Meisterschaftsform

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© Markus Wöstemeyer

4. Juni 2018
Vom 1. bis 3. Juni fand in Hamburg auf der Regattastrecke Allermöhe mit der Internationalen Regatta der letzte große Test vor der Deutschen Jugendmeisterschaft statt. Die Krefelder Sportlerin Pia Renner konnte mit zwei Siegen und zwei zweiten Plätzen überzeugen. Die guten Ergebnisse in Hamburg unterstreichen die Medaillenambitionen für die Deutsche Jugendmeisterschaft in drei Wochen in Köln.

Renner ging nach den in dieser Saison gezeigten Leistungen mit ihren Partnerinnen im Doppelvierer und im Doppelzweier in Hamburg als Favoritin an den Start. So lief im Doppelzweier mit einem ungefährdeten Start-Ziel-Sieg auf der 2000m-Strecke am Samstagvormittag noch alles nach Plan. Doch im Doppelvierer ließen sich Renner und ihre Mitstreiterinnen durch einen fulminanten Start des Vierers aus dem Süden der Republik überrumpeln. Bereits auf dem ersten Streckenviertel lag das Favoritenboot fast eine Viererlänge hinter der Süddeutschen Mannschaft zurück. Im Endspurt konnte der Vierer mit Renner an Bord den Rückstand zwar noch auf weniger als eine Sekunde verkürzen. Es reichte aber nur für den zweiten Platz. Pia Renner erklärte nach dem Rennen: „Die Ziellinie kam für uns etwas zu früh. Wir hatten den höheren Speed in der Schlussphase und hätten vorbei gehen müssen. Bei dem starken Schiebewind war der Rückstand aus der Startphase etwas zu groß, um ihn am Ende wieder zuzufahren.“

Die Samstagsergebnisse versprachen Spannung für die Rennen am Sonntag. Im Doppelzweier kam es hier zum Showdown zwischen der Kombination aus Krefeld und Neuss und dem Zweier der Renngemeinschaft aus Eberbach und Marbach. Der süddeutsche Zweier hatte am Samstag genau so souverän sein Rennen gewonnen, wie Renner mit ihrer Partnerin. Da nur sechs Boote nebeneinander auf die Regattastrecke passen musste das Rennen mit 14 Booten in mehrere Läufe aufgeteilt werden. So wurde das Aufeinandertreffen der beiden stärksten Boote am Samstag verhindert. Am Sonntag werden im ersten Lauf eines Rennens die stärksten sechs Boote des Vortages zusammengezogen, vergleichbar einem A-Finale. Eine kurze Schwächephase und Unaufmerksamkeit brachte in diesem Zweierrennen bereits früh die Entscheidung. In der Nachstarphase konnte sich der süddeutsche Doppelzweier entscheidend mit einer Bootslänge von Renner absetzen. Den Rückstand konnten die beiden nicht mehr zufahren. Und so blieb am Ende der zweite Platz.

Für den abschließenden Showdown im Doppelvierer, hatten die nordrheinwestfälischen Juniorinnen um Pia Renner nach der Niederlage vom Vortag und dem verpatzen Zweier vom Vormittag gehörig Wut im Bauch, die Sie in Bootsgeschwindigkeit umsetzen konnten. Mit einem am Ende mit über fünf Sekunden Vorsprung gegenüber dem Vortagessieger souveränen Start-Ziel-Sieg unterstrich die Mannschaft ihre Klasse und ihre Ambitionen auf die Goldmedaille in dieser Bootsklasse bei der Deutschen Jugendmeisterschaft in Köln in drei Wochen.