Crefelder Ruder-Club 1883 e.V.

Pia Renner souverän bei Kölner Junioren-Regatta

20180519_190127
© Markus Wöstemeyer

22. Mai 2018
0,5 Sekunden fehlten Pia Renner an diesem Wochenede um den Auftritt in Köln absolut perfekt zu gestalten. Pia konnte insgesamt drei Mal am Siegersteg anlegen. Am Samstag und Sonntag gewann sie mit ihren Partnerinnen aus Düsseldorf, Neuss und Köln jeweils souverän den Doppelvierer. Im Doppelzweier musste Pia sich am Samstag knapp gegen die Renngemeinschaft aus Baden-Württemberg geschlagen geben, bevor am Sonntag die Revanche gelang.

Bei traumhaften Bedingungen am Fühlinger See in Köln fand am Wochenede die Kölner Junioren-Regatta statt. Als Testregatta fünf Wochen vor der Deutschen Jugendmeisterschaft, die in diesem Jahr ebenfalls in Köln ausgetragen wird, stellten sich Sportler der Altersklassen U17 und U19 aus der gesamten Republik dem Leistungstest. Ein wenig internationales Flair brachten die Starter aus Belgien, den Niederlanden und der Schweiz auf die Regattastrecke in Köln-Fülingen.

Das Highlight aus Krefelder Sicht lieferte Pia Renner mit einem starken Auftritt im Doppelzweier und Doppelvierer ab. Als Sieger der Internationalen Junioren-Regatta in München vor zwei Wochen traten Pia und ihre Neusser Partnerin Cecilia Sommerfeld im Leichtgewichts-Doppelzweier als Favoriten in Köln an. Mit insgesamt 12 Booten war das Feld deutlich größer als vor zwei Wochen in München und auch stärker einzuschätzen. Mit einer starken ersten Rennhälften konnte sich der Zweier vom Niederrhein gegenüber der Konkurrenz einen kleinen Vorsprung von einer knappen halben Bootslänge erarbeiten. Alle Attacken der Gegnerinnen wurden erfolgreich gekontert und der alte Vorsprung wieder hergestellt. Im Endspurt mussten die beiden sich dann aber schließlich doch mit einer Winzigkeit von einer halben Sekunde dem Zweier aus Eberbach und Ludwigshafen geschlagen geben.

Renner sagte nach dem Rennen: „Wir sind mit unserer Leistung zufrieden. Am Ende fehlte uns die Möglichkeit die Schlagfrequenz noch höher zu ziehen und noch erfolgreich gegen halten zu können. Morgen wollen wir das Rennen gewinnen.“

Und so sollte es dann auch kommen… Am Sonntag werden im ersten Lauf eines Rennens die stärksten sechs Boote des Vortages zusammengezogen, vergleichbar einem A-Finale. Taktisch leicht verändert fuhren Renner und Sommerfeld zunächst nur auf Platz drei liegend im Feld mit. Erst auf der zweiten Streckenhälfte nahmen sie noch einmal die Frequenz hoch und setzten sich an die Spitze um den Vorsprung bis ins Ziel gegenüber der Konkurrenz auf über eine Bootslänge auszubauen.

Trainer Markus Wöstemeyer zeigte sich sichtlich zufrieden mit dieser taktischen Leistung und sagte: „In diesem Rennen haben die beiden ihre größte Stärke ausgespielt:  Sie lassen sich nicht aus der Ruhe bringen und wissen, was sie können.“

Im Doppelvierer konnte Pia zusammen mit ihrer Zweierpartnerin und den Ruderinnen aus Köln und Düsseldorf souverän mit mehreren Bootslängen Vorsprung gewinnen. „Das war ein deutlicher Fingerzeig in Richtung der Konkurrenz, dass wir diese Bootsklasse auch in fünf Wochen bei der Deutschen Jugendmeisterschaft gewinnen wollen.“ sagte Trainer Markus Wöstemeyer. „Es gibt allerdings noch keinen Grund für Euphorie. Die Konkurrenzboote werden sich zum Teil erst in zwei Wochen zur Internationalen Junioren-Regatta in Hamburg formieren. Dann sehen wir, was der Sieg wirklich Wert ist.“

Die beiden Vereinsvierer des Crefelder Ruder-Clubs bei den 15- und 16-jährigen Juniorinnen und Junioren zeigten sich in Köln noch nicht in Meisterschaftsverfassung. Der Leichtgewichts-Doppelvierer mit Merlin Kluth, Jakob Leonhards, Hank Haibach, Mark Oedinghofen und Steuerfrau Lilith Benz konnten sich in ihrem ersten gemeinsamen Rennen in dieser Bootsklasse am Samstag gut im Feld behaupten. Im gleichen Rennen am Sonntag war von Anfang an der Wurm drin. Bereits in der Startphase fanden die vier Krefelder nicht richtig zusammen und mussten die Konkurrenz ziehen lassen. Trainer Pierre Hein sieht dennoch keinen Grund den Kopf in den Sand zu stecken: „Wir haben noch deutliches Steigerungspotential. Der erste Regattastart hat uns aufgezeigt, woran wir in den nächsten Wochen bis zur Regatta Hamburg und dann bis zur Deutschen Jugendmeisterschaft arbeiten müssen.“

Der Juniorinnen-Vierer mit Lena Fuchs, Maike Kirstätter, Lara Horster, Nurit Brinitzer und Steuermann Jonas Schüller fand an beiden Tag kein Mittel der Konkurrenz auf der zweiten Streckenhälfte Paroli zu bieten. Bootstrainer Pierre Hein meinte zum Abschluss der Regatta: „Unsere vier Juniorinnen müssen sich mehr zutrauen. Die Trainingsergebnisse sind nicht schlecht. Leider lassen wir uns noch zu sehr von der Wettkampsituation beeindrucken.“

Autor: Markus Wöstemeyer
Email:
Tags: Junioren | Allgemeines
243 mal gelesen