Crefelder Ruder-Club 1883 e.V.

Platz 6 und 7 beim World Cup in Luzern

13. Juli 2010
Beim letzten World Cup Rennen des Jahres auf dem Rotsee in Luzern waren auch wieder zwei Topathleten des Crefelder Ruder-Club am Start. Jochen Urban und Marlene Sinnig suchten vor der Weltmeisterschaft noch ein Mal den Vergleich zur internationalen Konkurrenz, kamen allerdings nicht über die Plätze 6 und 7 hinaus.

Jochen Urban, Crefelder Olympionike, saß beim World Cup in Luzern wie auch schon in München im Vierer ohne Steuermann. Im Vorlauf reichte es gegen Serbien und Kanada nur zum ...

Beim letzten World Cup Rennen des Jahres auf dem Rotsee in Luzern waren auch wieder zwei Topathleten des Crefelder Ruder-Club am Start. Jochen Urban und Marlene Sinnig suchten vor der Weltmeisterschaft noch ein Mal den Vergleich zur internationalen Konkurrenz, kamen allerdings nicht über die Plätze 6 und 7 hinaus.

Jochen Urban, Crefelder Olympionike, saß beim World Cup in Luzern wie auch schon in München im Vierer ohne Steuermann. Im Vorlauf reichte es gegen Serbien und Kanada nur zum dritten Platz, so dass das Boot mit mit Filip Adamski, Urs Käufer, Jochen Urban und Rene Bertram den Umweg über den Hoffnungslauf nehmen musste, um sich für das Halbfinale zu qualifizieren. Im Hoffnungslauf belegten Urban & Co. hinter USA 2 einen sicheren zweiten Platz und sicherten sich den Start im Halbfinale. Dort wurde dann allerdings knapp das Finale verpasst: Im stark besetzten Halbfinale kamen sie nicht über Rang vier hinaus. Es siegte der Top-Vierer aus Großbritannien vor Neuseeland und Frankreich.

"Wir sind sehr enttäuscht. Der Vierer ist gut gefahren, hat alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Aber am Ende hat es nicht gereicht. Mit unserer Zeit hätten wir das andere Halbfinale gewonnen", sagte Trainer Werner Nowak. In der Tat: Die Zeit des Vierers (5:55,78 Minuten) war schneller als die des Siegerbootes aus dem zweiten Halbfinale. Australien benötigte im anderen Lauf für die 2.000 Meter auf dem Rotsee 5:56,30 Minuten.

Im B-Finale sicherte sich die Mannschaft mit Jochen Urban dann allerdings den Sieg im B-Finale vor Slowenien und USA 2. Das Rennen musste nach dem Achter-Finale ausgefahren werden, weil beim ersten Versuch ein Vierer wegen eines Bootsschadens nicht starten konnte. Im Ziel hatten sie eine halbe Sekunde Vorsprung vor den anderen Booten und belegten so auch wie schon beim World Cup in München den siebten Platz.

Marlene Sinning wird im Zweier nur Sechste
Marlene Sinnig und Kerstin Hartmann (Ulm) hatten auf beiden vergangenen World Cups den vierten Platz belegt. Am letzten Wochenende wollten die Beiden zum Abschluss der Weltcup-Saison in Luzern gerne aufs Treppchen.

Im Voraus des World Cups entschloss sich der Zweier, dem Beispiel der Deutschlandachter der Männer und Frauen zu folgen und ebenfalls in dieser Saison kostenlos für die Deutsche Sporthilfe zu werben. "Wir fanden die Aktion der beiden Achter so cool, dass wir uns spontan entschlossen haben, in dieser Saison ebenfalls kostenlos für die Deutsche Sporthilfe zu werben", sagte Kerstin Hartmann. "Wir wollen uns bedanken für die Unterstützung der Sporthilfe und gleichzeitig anderen Spitzensportlern ein Beispiel geben, ähnliches zu tun", ergänzt Marlene Sinnig. Die Boote und Riemen sind in den Nationalfarben Schwarz-Rot-Gold gehalten, die Flächen auf den Booten werben für "Dein Name für Deutschland" und www.sporthilfe.de, zusätzlich ist das Sporthilfe-Logo platziert. Trikots und Rennhosen der Athletinnen und Athleten tragen "Dein Name für Deutschland" und das Sporthilfe-Logo.

Im Vorlauf beim Weltcup-Finale auf dem Rotsee in Luzern belegten Hartmann/Sinnig den dritten Platz hinter Kanada und Australien. Aufgrund des krankheitsbedingten Ausfalls wurde ein Zweier abgemeldet und das Zweierfeld reduzierte sich auf zwölf Boote. Die Vorläufe wurden neu zusammengesetzt und die Halbfinals gestrichen. "Im Vorlauf war klar, dass die Kanadierinnen das Rennen machen und damit den einzigen Finalplatz sichern. Wir sind bei den sehr heißen Temperaturen bis 1.000 Meter mitgefahren und haben uns für den Hoffnungslauf noch einige Reserven aufgespart", sagte Trainer Christian Viedt.

Über den Hoffnungslauf zogen sie am Samstag dann ins Finale beim Weltcup auf dem Rotsee in Luzern ein. Im Hoffnungslauf kamen sie hinter USA 2 mit der Zweier-Weltmeisterin Zsuzsanna Francia als Zweiter ins Ziel. Den am Ende des Rennes heranrauschenden kroatischen Zweier konnten sie auf Distanz halten.
Im Finale wollten die beiden dann endlich die erste Weltcup Medaille der Saison gewinnen, allerdings lief der Kampf um die Medaillen gänzlich ohne sie ab. Sie kamen lediglich als sechstes Boot ins Ziel. Marlene Sinnig und Kerstin Hartmann, die auf der ungeliebten Bahn sechs nahe dem Fernseh-Katamaran starten mussten, fanden vom ersten Schlag an nicht ins Rennen hinein. Zwischenzeitlich schoben sie sich auf Rang fünf vor, fielen am Ende aber wieder auf den sechsten Platz zurück. "Das war ein schlechtes Rennen, wir waren zu langsam und fahren der Weltspitze zur Zeit hinterher", analysierte Trainer Viedt. Im Vorjahr wurden Hartmann/Sinnig - ebenfalls auf Bahn 6 - noch Zweiter, diesmal fehlte die nötige Aggressivität.

"Es war klar, dass es schwierig für sie wird, unter die ersten Vier zu kommen. Sie sind technisch stark und können hervorragend kämpfen, aber sie haben einfach konditionell nicht die Möglichkeiten wie andere Nationen", sagte Hartmut Buschbacher, Cheftrainer des Deutschen Ruderverbandes (DRV) und ergänzte: "Daran müssen wir arbeiten."

Trotz des Rückschlags ist davon auszugehen, dass Hartmann/Sinnig, die WM-Vierten des Vorjahres, die Chance bekommen, sich bei der Weltmeisterschaft in Neuseeland im Zweier zu beweisen.

Autor: Jan Nikolai Trzeszkowski / deutschlandachter.de / frauenachter.de
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