Crefelder Ruder-Club 1883 e.V.

Platz vier im olympischen Vorlauf für Marlene Sinnig

29. Juli 2012
Das frühe Aufstehen um 5.30 Uhr hat sich diesmal nicht gelohnt. Am Ende reichte es für Marlene Sinnig Platz nur zu vier im Vorlauf des Frauen Zweier ohne Steuerfrau.

Marlene Sinnig vom Crefelder Ruder-Club und Kerstin Hartmann (Ulm) hatten sich zum Auftakt der olympischen Regatta auf dem Dorney Lake in Eton eine bessere Platzierung ausgemalt, sie sind aber zuversichtlich das Finale über den Hoffnungslauf zu erreichen. "Wir hatten es uns anders vorgestellt, müssen mit der Situation jetzt aber klarkommen. Keiner reist hier schließlich an und will einen Hoffnungslauf fahren", meinte Kerstin Hartmann.

"Wir wollten schon mindestens Dritter werden, aber ich mache mir keine Sorgen, dass wir jetzt ein zusätzliches Rennen haben", ergänzte Sinnig, nachdem das Duo hinter den favorisierten Britinnen (Glover/Stanning), dem US-Zweier (Hendershot/Zelenka) und Rumänien (Andranuche/Susanu) ins Ziel kam. Aber Argentinien, das zusammen mit Hartmann/Sinnig die nachträgliche Olympia-Qualifikation in Luzern schaffte, konnten sie auf Distanz halten. "Die Amerikanerinnen hatten wir nicht auf der Rechnung, die Rumäninnen können wir jetzt im Hoffnungslauf ja noch mal antesten", so Sinnig. Im Ziel betrug der Rückstand zu den drittplatzierten Rumäninnen fünf Sekunden.

Neben Rumänien, Argentinien sind China, Südafrika und Italien die Gegner im Hoffnungslauf am Montag um 9.30 Uhr. "Der Zeitenvergleich stimmt uns zuversichltich, weil der andere Lauf deutlich langsamer war", meinte Hartmann und ergänzte: "Wir sind ja typische Hoffnungslauf-Fahrer. Das zusätzliche Rennen brauchen wir, um in den Wettkampf reinzukommen." So war es bei den meisten Weltmeisterschaften und Weltcup in dieser Olympiade, mit Ausnahme bei der WM in Neuseeland, wo sie es direkt ins Finale geschafft hatten.

Der Hoffnungslauf ist eine zusätzliche Gelegenheit, die außergewöhnliche Atmosphäre an der Regattastrecke zu genießen. "Das sind perfekte Bedingungen. Es ist laut, die Sonne scheint, wir hatten Schiebewind - und die haben tolle Kameras installiert: Von der Seite, in Bojen und über den Kopf", erklärte Sinnig und Hartmann ergänzte: "Ich habe mich am Start richtig erschrocken. Es wurde richtig laut, als das Rennen gestartet wurde und es blieb die ganzen 2.000 Meter laut. Wahnsinn. Diese faszinierende Kulisse und tolle Strecke sind ein einmaliges Erlebnis."

Autor: Carsten Oberhagemann
Tags: Senioren | International | RBL
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