Crefelder Ruder-Club 1883 e.V.

Schmidla, Rommelmann und Davids Zwillinge weiter auf Kurs Richtung Olympia 2016

30. November 2015
Nicht gerade einfache Bedingungen für die Ruderer auf dem Rhein-Herne Kanal in Dortmund, Regen und starker stürmischer Wind waren alles andere als optimale Bedingungen für einen Langstreckentest.

Doch bevor es über die 6 Km ging mussten alle einen 2000 Meter Test auf dem Ruderergometer absolvieren, eine absolute Ausbelastung für die Sportler. Lisa Schmidla lies auf dem Ergometer nichts anbrennen, zwar konnte sie ihre Bestzeit nicht einstellen, aber mit einer guten Zeit ein Statement Richtung Olympia abgeben. Bei der Langstrecke landete sie auf dem 4. Platz knapp hinter ihren Kolleginnen aus dem Doppelzweier. Siegreich war Bugfrau Annekatrin Thiele aus Leipzig, die seit Jahren zu einer der Besten Skullerinnen Deutschlands zählt. „Die Ergebnisse gehen in Ordnung, im Frühjahr möchte ich dann allerdings meinen Bestwert auf dem Ergo einstellen“, gibt Schmidla nach diesem Wochenende vor. Jetzt geht es für sie am Mittwoch aber erst einmal für 16 Tage ins Trainingslager nach Porto/Portugal. 

Jonathan Rommelmann bekommt als U23 Ruderer die Chance sich ebenfalls für Olympia zu bewähren. Seinen Ergometertest konnte er mit persönlicher Bestzeit abschließen und gehört somit zu den 4 stärksten Skullern im männlichen Leichtgewichtsbereich. Chefbundestrainer Markus Schwarzrock/Hamburg möchte ihn daher gerne im anstehenden Trainingslager in Sevilla/Spanien testen. Die Langstrecke beendete er als 5 schnellster. „Das war jetzt mit meine beste Langstrecke, auch der Ergometertest, ich freue mich, dass ich die Chance bekomme“, so Rommelmann, der jetzt noch eifrig seine Studienpläne verschieben muss.

Noch auf den letzten Drücker haben Miriam und Sara Davids den Sprung auf den Olympiazug geschafft, dabei lief es am Wochenende nicht rund für beide. Den Ergotest haben beide trotz guter Vorleistungen nicht ordentlich hin bekommen und auch im Zweier lief es nicht ganz so rund wie erhofft. Mit Platz 7 sind sie allerdings noch gerade eben in dem Olympiakreis geblieben. „Das war nicht unser Wochenende, das können wir besser“, so Miriam Davids, die jetzt im Trainingslager zusammen mit ihrer Schwester die Leistung revidieren möchte. Für sie geht es auch am Mittwoch für 16 Tage nach Sevilla/Spanien. Dort werden sie dann unter dem neuen Frauen-Bundestrainer Ralf Müller/Leverkusen trainieren. 

Ihre Olympiahoffnungen mussten an diesem Wochenende Marlene Sinnig, Marisa Staelberg und Johanna te Neues begraben. Ihre ruderischen, aber auch die Ergometerleistung reichte nicht aus, um weiter in dem Kreis der Nationalmannschaftsmitglieder für die Olympiaqualifikation zu bleiben. 

Mit guten Werten konnten die U23 Ruderer des CRC aufwarten. Michaela Staelberg, Henriette te Neues, Jacob Gebel und Marc Leske stellten dabei neue persönliche Bestzeiten auf. Marc Leske wurde zusammen mit Christophr Reinhardt aus Dorsten im Männer Zweier ohne Steuermann bei den U23 6 schnellstes Boot. Jacob Schulte-Bockholt ruderte mit Ersatzpartner Maximilian Wagner aus Münster, weil Laurits Follert nach einer Verletzung noch nicht wieder voll belastbar ist, immerhin als 8 Boot der U23 über die Ziellinie. Jacob Gebel musste in den Einer steigen, nachdem Lukas Geller kurzfristig mit einem grippalen Infekt ausgefallen war. Hier konnte er einen Achtungserfolg feiern.  Michaela Staelberg wurde im Frauen Einer 4 Beste U23 Ruderin. Henriette te Neues ruderte als 9te unter die besten 10 leichten U23 Frauen, in ihrem ersten Einerrennen erst einmal eine gute Leistung, auf der sie weiter aufbauen kann.

Autor: Sabine Tschäge
Tags: Senioren
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