Crefelder Ruder-Club 1883 e.V.

Silber für Lisa Schmidla beim Worldcup in Belgrad

6. Mai 2012
Beim Auftakt in die Worldcup-Saison vor den Olympischen Spielen in London war der Crefelder Ruder-Club mit zwei Sportlerinnen vertreten. Am besten schnitt dabei Lisa Schmidla ab, die im Frauen-Doppelvierer die Silbermedaille gewann. Marlene Sinnig kam im Zweier als fünfte ins Ziel.

Lisa Schmidla startete in Serbien im starken deutschen Frauen-Doppelvierer. Im Vorlauf am Freitag konnte das Boot mit einem sicheren zweiten Platz hinter der Ukraine direkt in das Finale der besten sechs Boote einziehen. Der Abstand auf die Ukraine betrug dort über vier Sekunden.
Auch im Finale am Sonntag war es das Boot aus der Ukraine, das vom Start weg die Führung übernahm und sich bis zur 1500m Marke bis zu vier Sekunden vor das deutsche Boot legte. Knappe zwei Sekunden hinter Deutschland folgten die Britinnen und die USA, die nach dem Umweg über den Hoffnungslauf stark im Finale um den dritten Platz kämpften.
Auf den letzten 500 Metern konnte die Mannschaft um Lisa Schmidla noch ein Mal auf das Boot der Ukraine auffahren und verkürzte den Abstand im Ziel auf ca. zwei Sekunden. Für die zwanzigjährige Lisa Schmidla, war dieses Rennen mit Carina Bär, Tina Manker und Stephanie Schiller sicherlich wieder gute Werbung in eigener Sache für die angestrebte Olympianominierung durch den Deutschen Ruderverband (DRV).

Marlene Sinnig auf Platz fünf
Die zweite Sportlerin aus den Reihen des Crefelder RC, die für den DRV in Belgrad an den Start ging, war Marlene Sinnig. Im Frauen Zweier ohne Steuerfrau kämpft sie in diesem Jahr zusammen mit Kerstin Hartmann aus Ulm noch um die Qualifikation dieses Bootes für die Olympischen Spiele. In zwei Wochen startet hierfür der entscheidende Wettkampf in Luzern, bei dem die letzten beiden Olympiatickets in dieser Bootsklasse vergeben werden. Das Regattawochenende in Belgrad wollte das Duo nutzen um weitere Wettkampfpraxis zu sammeln.

Nachdem im Vorlauf nur Platz vier heraus sprang, konnten sich Sinnig und Hartmann über einen Sieg im Hoffnungslauf für das Halbfinale am Samstag qualifizieren. Im Halbfinale lag der Zweier dann über die gesamte Strecke konstant auf dem dritten Platz und auch im Ziel betrug der Vorsprung auf die nachfolgenden Boote sichere fünf Sekunden.
Im stark besetzten Finale standen die beiden Sportlerinnen aus Krefeld und Ulm dann zwei Booten aus den USA sowie den Booten aus Großbritannien, den Niederlanden und Rumänien gegenüber.
Auf den ersten 500 Metern konnten das deutsche Boot mit Marlene Sinnig noch gut mithalten und lag auf dem vierten Rang. Ab der Streckenhälfte jedoch zogen Großbritannien, gefolgt von zwei Booten aus den USA und den Niederlanden, davon. Für Marlene Sinnig und Kerstin Hartmann blieb in diesem Finale der gute fünfte Platz, den sie mit über zwei Sekunden Vorsprung vor Rumänien behaupteten.

In zwei Wochen gilt es nun für das deutsche Spitzenduo, diese Leistung bei der Olympiaqualifikation ebenfalls abzurufen und einen der verbleibenden zwei Startplätze für die Olympischen Spiele zu sichern. Im Finale in Belgrad hatten abgesehen von den Niederländerinnen und den Deutschen alle Boote einen Startplatz in London bereits sicher, so dass Marlene Sinnig und Kerstin Hartmann mit einem guten Gefühl in den kommenden Wettkampf starten können.

Autor: Jan Nikolai Trzeszkowski
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Tags: Senioren | International
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