Crefelder Ruder-Club 1883 e.V.

WM-Gold für Marc Leske im Junioren-Achter

11. August 2013
Marc Leske hat bei der Junioren Weltmeisterschaft in Litauen Gold im Achter gewonnen. Michaela Staelberg musste sich nach dem krankheitsbedingten Ausfall ihrer Zweierpartnerin mit Platz fünf begnügen.

Mit einem Sieg im Halbfinale hatte sich der deutsche Achter mit dem CRC-Sportler Marc Leske für das Finale qualifiziert. Dort traf der kleine „Deutschlandachter“ auf die Boote aus Rumänien, Italien, Australien, Großbritannien und die Sieger des zweiten Halbfinals aus Serbien. Bereits am Start konnte sich das deutsche Team etwas absetzen und zeitweise fast eine halbe Bootslänge Vorsprung vor Serbien und Rumänien herausfahren. Kurz vor Streckenhälfte spurtete das Boot aus Serbien und übernahm die Führung mit einem Luftkasten Vorsprung vor den Deutschen. Diesen bauten sie sogar 500 Meter vor dem Ziel auf eine halbe Länge aus. Dann kam allerdings im Endspurt Italien stark auf und das deutsche Boot lies sich mitziehen. Gemeinsam attackierten die beiden die führenden Serben und zogen an ihnen vorbei. Mit einem starken Schlussspurt konnte das deutsche Team schließlich die entscheidenden Kraftreserven mobilisieren und sich mit dem letzten Schlag auf die Goldposition vorschieben. Im Ziel betrug der Vorsprung eine denkbar knappe hundertstel Sekunde vor Italien und 2/10 Sekunden vor Serbien. Der Jubel der deutschen Crew mit Marc Leske vom Crefelder RC kannte keine Grenzen.

Platz fünf für Michaela Staelberg
Michaela Staelberg erkämpfte sich mit Ersatzfrau Gesa Lindenau aus Bergedorf einen hervorragenden fünften Platz. Leider lief die erste WM für die junge Sportlerin vom Crefelder RC nicht wie gewünscht. Bugfrau Carlotta Nwajide aus Hannover fiel nach dem Vorlauf mit einem Virusinfekt aus und so hofften zunächst alle im Deutschen Team das Nwajide zum Halbfinale wieder fit würde, doch diese Hoffnung erfüllte sich nicht. Am Samstag war dann klar, dass Staelberg zusammen mit Ersatzpartnerin Lindenau im Halbfinale des Doppelzweier starten würde. In einem super Rennen sicherten sie sich mit dem dritten Platz die Finalteilnahme. Dies war für das nicht eingefahrene Duo in dem 24 Boote Feld bereits eine herausragende Leistung.

Im Finale am Sonntag Mittag starteten sie dann zusammen mit den Booten aus Italien, Griechenland, Rumänien, Dänemark und Australien. Beim Start kamen sie zunächst gut weg und lagen sie bei 500 Metern gleich auf mit Griechenland auf dem vierten Rang. Lediglich die später siegreichen Rumäninnen konnten sich direkt zu Beginn eine Länge vom Feld absetzen. Zur Streckenhälfte gelang es Staelberg und Lindenau dann nochmal nach vorne anzugreifen, aber auf den letzten 500 Metern war es dem uneingespielten Duo nicht mehr möglich eine weitere Tempoverschärfung mit zu gehen. Im Schlussspurt konnten sie zwar nochmal an die viertplatzierten Griechinnen heran fahren, zum Überholen reichte es allerdings nicht mehr.
Nach dem Rennen herrschte bei Michaela Staelberg große Enttäuschung, als sie die Siegerzeit der Rumäninnen mit 7:07,72 Minuten sehen konnte. Mit ihrer ursprünglichen Partnerin im Bug hatte sie die Zeit bei deutlich schlechteren Bedingungen bereits unterboten. Die junge Sportlerin wird jetzt erst einmal die restlichen Sommerferien nutzen um dieses Ergebnis zu verdauen. An sich war der fünfte Platz mit dieser schwierigen Situation des Partnerwechsels gut, aber mit dem Wissen in Originalbesetzung wäre man um Gold mitgefahren, schmerzlich.

CRC-Junioren Trainerin Sabine Tschäge war mit dem Abschneiden ihrer beiden Schützlinge in Litauen sehr zufrieden: „Die Goldmedaille im Achter ist für Marc natürlich sensationell - und das in seinem ersten Jahr als A-Junior. Für Michaela Staelberg ist wegen den krankheitsbedingten Ausfalls ihrer Partnerin der fünfte Platz auch eine sehr gute Leistung.“

Autor: Sabine Tschäge & Jan Nikolai Trzeszkowski
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Tags: Junioren | International
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